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Lebhafter Beifall für das Neujahrskonzert

Von: js
Letzte Aktualisierung:
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Die rührige Monschauer Pianistin Birgit Röseler (rechts) hatte mit einigen Bläsern ein neues künstlerisches Ensemble aufgebaut. Helmut David, Raimund Scholl, Kerstin Litt und Jozef Cremers (von links) sowie Silke Taxhet gestalteten das Neujahrskonzert in Lammersdorf.

Lammersdorf. Das neue Jahr beginnt die Evangelische Kirchengemeinde Monschauer Land regelmäßig mit dem Gottesdienst, dem Neujahrsempfang und dem abschließenden Neujahrskonzert in Lammersdorf.

Dieses Konzert setzt traditionell besondere Akzente, meist werden Künstler aus der Umgebung eingeladen, die Neues präsentieren. So auch diesmal wieder. Die rührige Monschauer Pianistin Birgit Röseler hatte mit einigen Bläsern ein neues künstlerisches Ensemble aufgebaut, das nun am ersten Januar Werke von Franz Danzi (1763-1826) und Joseph Triebensee (1772-1846) zu Gehör brachte.

Von diesen beiden Komponisten aus der Zeit der „Klassik“ ist der Zweite, spätere, quasi eine Neuentdeckung, die das Ensemble seinem Mitglied, dem Monschauer Oboisten Jozef Cremers zu verdanken hat. Franz Danzi ist dagegen bekannter. Er entstammte weitläufig der „Mannheimer Schule“, die ihrerseits viel zum Entstehen der musikalischen Klassik um Haydn, Mozart und Beethoven beitrug.

Die Mitglieder von Birgit Röselers neuem Ensemble stammen aus Monschau und der näheren Umgebung. Neben Jozef Cremers (der beim Stück von Triebensee auch Englisch Horn spielte) sind dies Kerstin Litt aus Mützenich an der Klarinette, Raimund Scholl aus Vossenack am Fagott, Helmut David aus Mützenich am Horn sowie aus Vaals Silke Taxhet an dem seltenen Instrument Bassetthorn.

Man spürte zu Beginn des Konzerts schon ein wenig, dass sich die Musiker noch in einer Findungsphase bewegen. Dem Stück von Danzi, seinem Quintett op. 41, fehlte in der Darbietung an manchen Stellen der ausgereifte musikalische Gestus, obwohl es viele gelungene und klangschöne Passagen gab.

Dass sich die Musiker dagegen in das neugefundene Stück von Triebensee regelrecht verliebt hatten, wie Birgit Röseler berichtete, das konnten die Zuhörer an der Interpretation des Stücks durchaus heraushören. Besonders eindrucksvoll geriet der zweite Satz, eine Art Trauermarsch, der ein wenig an Beethoven erinnerte. Tatsächlich kannte Triebensee Beethoven in Wien auch persönlich und war später Nachfolger von Carl Maria von Weber als Kapellmeister in Prag.

Begonnenen Weg weitergehen

Man möchte dem neuen Monschauer Kammermusikensemble wünschen, dass es auf dem begonnenen Weg weitergehen kann. Die Zuhörerschaft in Lammersdorf jedenfalls spendete lebhaften Beifall. Der Saal der Lammersdorfer Kirche war bis auf den letzten Platz gefüllt, was auch beweist, dass die Bemühungen der Evangelischen Kirchengemeinde um die (Kirchen-) Musik immer wieder auf erfreuliche Resonanz trifft.

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