Schmidt - „Leberkäs und rote Strapse” im Schützenhof Schmidt

„Leberkäs und rote Strapse” im Schützenhof Schmidt

Von: ale
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Helga Nideggen, Karina Huben,
Helga Nideggen, Karina Huben, Elisasbeth Stockmann und Elfriede Schönewald v.l.n.r. beim Inspizieren der Beinhaare. Foto: Anneliese Lauscher

Schmidt. In der Mitte des Lebens steckt manch einer plötzlich in einer Krise, Paare leben sich auseinander, es gibt Verständigungsschwierigkeiten und Frust.

Davon handelt das Theaterstück „Leberkäs und rote Strapse” von Regina Rösch, das am Samstagabend im Saal des „Schützenhof” Premiere feierte.

Die Theaterabteilung des TuS Schmidt hatte sich wochenlang vorbereitet, die Laienschauspieler fieberten der ersten Aufführung entgegen. Außer dem Einstudieren der Rollen waren auch die Bühnenbilder eine echte Herausforderung. Aber letzlich gelang es den Aktiven, mit gut gewählter Ausstattung eine stimmige Atmosphäre zu schaffen.

Im bis auf den letzten Platz ausverkauften Saal freuten sich die Besucher auf einen kurzweiligen Abend, und sie wurden nicht enttäuscht. Gleich zu Beginn, als sich vier Damen bei der Friseurin (Helga Nideggen) über ihren Alltag und ihre Männer unterhalten und über echte und gefärbte Blondinen tratschen, wird deutlich: Sie führen ein total langweiliges Leben, erwarten „noch dreißig Jahre nix” und haben im Stillen eine Wut auf ihre Partner, denen sie die Schuld an diesen Zuständen geben. Und wenn die Friseurin sich noch so viel Mühe gibt, der Gatte wird sowieso keine Veränderung bemerken. Nicht mal grüne Haare fallen ihm auf.

Zur gleichen Zeit treffen sich die entsprechenden Gatten nebenan, um in ähnlicher Weise über ihre lustlosen Frauen herzuziehen. Bundschuh, der Finanzbeamte, hat außerdem noch beruflichen Frust, denn sein neuer Vorgesetzter, eine „studierte Pfeife” (Marco Lennartz), quält ihn mit seiner Genauigkeit.

Mit dem aussichtslosen Eheleben kann es so nicht weitergehen, das ist Liane klar. Die pfiffige junge Dame wird von einem talentierten Neuling auf der Bühne gespielt: Diana Bergsch. Sie ermuntert die frustrierten Ehefrauen, einmal einen Ausflug zu wagen, und zwar nach Köln in eine Bar.

Übertrieben aufgemotzt betreten die Damen Neuland: Frau Pfeifer und Frau Busch (Karina Huben und Elisabeth Stockmann) nebst der aufgetakelten Margarete Bundschuh (Elfriede Schönewald) wollen endlich mal was erleben, prosten sich mit einem Cocktail zu - und machen die Italiener an, die sich ebenfalls in der Bar aufhalten. Das sind in Wirklichkeit die Ehegatten, gespielt von Klaus Schönewald, Armin Stollenwerk und Helmut Bergsch.

Das hilflose, aber originelle italienische Kauderwelsch rief bei der Aufführung Lachsalven hervor. Unnachahmlich und unbezahlbar spielen Elfriede und Klaus Schönewald die verblüfften Eheleute Bundschuh, die sich in einer Szene erkennen.

Rollenbesetzung gelungen

Was den Theaterfreunden sonst noch an Überraschungen blüht, das soll noch ein Geheimnis bleiben, denn es wird am kommenden Wochenende zwei weitere Aufführungen geben. Sämtliche Rollenbesetzungen sind mit passenden Typen gelungen, inklusive dem Polizisten, den Johannes Breuer mimt.

Am Samstag, 31. März, um 20 Uhr und am Sonntag, 1. April, um 18 Uhr darf das Theaterpublikum sich wieder einen Abend lang über das tolle Spiel der Truppe amüsieren.
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