Monschau - „Lebende Krippe“ zieht wieder viele Besucher an

„Lebende Krippe“ zieht wieder viele Besucher an

Von: mon
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Maria und Josef, die Hirten und der Engel der Verkündigung: Die Geschichte des Lukas-Evangeliums kennt wohl ein jeder und doch zieht das stille Spiel des Höfener Krippenvereins die Gäste in seinen Bann. Foto: V. Monterey

Monschau. Alle Jahre wieder lockt die „Lebende Krippe“ Groß und Klein in die Altstadt, einst hoch zur Burg, seit einigen Jahren zum Grundstück hinter der Brauerei, das dank der fleißigen Arbeit des Krippenvereins Höfen jedes Jahr noch ein wenig schöner wird.

Mit jeweils drei Vorstellungen –um 15, 16 und 17 Uhr – am Samstag und am Sonntag an allen Weihnachtsmarktwochenenden ziehen zehn Schauspieler in wechselnder Besetzung mit der Aufführung der Geschichte aus dem Lukas-Evangelium all jene Gäste in ihren Bann, die einen kleinen Abstecher aus dem Trubel des Weihnachtsmarktes hinaus machen und hier das friedliche Ambiente genießen.

Sharon Haase (Maria), Heinz Stolz (Josef), Kerstin Niessen (Engel), Ralph Geuer, Marco Rader, Nils Jonas Rader und Bianca Geuer (Hirten) sowie Omer Vanhoutte, Bruno Lauscher und Heinz-Josef Haupt (die Heiligen Drei Könige) in schönen Kostümen spielten am ersten Tag bei kaltem, aber schönen Wetter vor und in der Krippe. Eselin „Nele“ und ein Kälbchen sowie einige Schafe rundeten wie stets das biblische Bild ab. „Die Tiere von Klaus Müller werden samstags morgens gebracht und kommen am Sonntagabend wieder in ihren heimischen Stall“, berichtete Harald Rader, der erste Vorsitzende des Krippenvereins Höfen, der gemeinsam mit dem zweiten Vorsitzenden Arne Goslar und anderen Mitgliedern die Aufsicht innehatte. Am Sonntag kämen „noch Ziegen hinzu“. Eva-Maria Stein, die Spielleiterin, kümmerte sich derweil um die Schauspieler auf zwei Beinen.

Im Laufe der Jahre hat sich das Gelände dank des Vereins mächtig verändert. Eine hölzerne Brücke führt zur Krippe, ein kleiner Schuppen wurde angrenzend gebaut. Hinzugekommen ist weiterhin ein kleiner Wasserfall, der in den Teich sprudelt. Rund 400 Arbeitsstunden pro Jahr leisten die Mitglieder ehrenamtlich, um die Kulisse herzurichten, und sind daher stets auf Spenden und Sponsoren angewiesen. Dieses Jahr sei der Giebel von Maik Marbaise „erneuert und auch geschmückt worden“, berichtete Rader, die Brücke wurde im vergangenen Jahr gebaut. „Wir wünschen uns noch eine Feuerwehrpumpe für den Wasserfall“, ergänzte das engagierte Vereinsmitglied. Während sich eine Vielzahl von weiblichen Mitgliedern mit heißem Kakao und Glühwein, frischen Waffeln und anderen Leckereien um das leibliche Wohl der Gäste kümmerten, lauschten die Gäste der Erzählung aus dem Lukas-Evangelium, untermalt mit weihnachtlichen Klängen.

„Sehr schön“, lobten Sabine und Holger Mitschkowski aus Neuss das Krippenspiel. Sowohl „Choreographie als auch die aufwendigen Kostüme sind wunderschön“. Ihre Kinder drückten die Nasen an den Lattenzaun und waren begeistert von den Tieren und dem schönen Engel. Gerne möchte man für die kleinen Zuschauer noch eine Tribüne bauen – wenigstens für jene, die noch zu klein sind, um über den Zaun gucken zu können. Das wäre dann eine Aufgabe für das nächste Jahr.

Dankbar ist der Verein der Städteregion, nun die Aufsicht selbst in die Hände nehmen zu können – nach einer Erste-Hilfe-Schulung und einem Kurs zur Bedienung von Feuerlöschern, um den jeweils 200 Besuchern der halbstündigen Vorstellungen Sicherheit zu gewährleisten.

In der Dämmerung begann die dritte und wohl schönste Vorstellung. Und so meinte eine Zuschauerin: „Nun fehlt nur noch der erste Schnee“.

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