Leader-Regionalforum: Aktive Eifeldörfer gestalten ihre Heimat

Von: Anneliese Lauscher
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Akteure, Schlagworte und Optimismus: Ein solches Foto von hoch motivierten Eifelern wird zu den Unterlagen gehören, wenn sich die Leader-Region Eifel in den kommenden Wochen wieder um Fördermittel bewirbt. Foto: A. Lauscher

Eicherscheid. Das Leader-Regionalforum in der Eicherscheider Tenne an Samstagnachmittag war äußerst gut besucht. Aus allen 15 Städten und Kommunen, die zur Leader-Region Eifel in NRW zählen, waren Vertreter gekommen.

Seit rund sechs Jahren ist die nordrhein-westfälische Eifel eine von zwölf Leader-Regionen in NRW. Seitdem haben Kommunen und bürgerschaftliche Initiativen von Fördermitteln und der Zusammenarbeit profitiert.

Klangvolles Projektorchester

Auch für die Förderphase 2015 bis 2023 stehen schon einige Projekte auf der Wunschliste, und so wird sich die Leader-Region Eifel selbstverständlich auch am Landeswettbewerb zur Auswahl der Leader-Regionen beteiligen. Darauf haben Bürger, Verwaltungen und Unternehmen aus den verschiedensten Bereichen hingearbeitet. Ihre Ideen und Projekte haben sie in Workshops vorgestellt, daraus wurde nun ein regionales Entwicklungskonzept erstellt.

Zur Begrüßung des Präsentationstages spielte das Projektorchester Eifel, gewaltig klang „La Storia“ von Jacob de Haan, 65 Musiker gaben ihr Bestes. Dann entführten sie mit der berühmten Filmmelodie in die Karibik. Sie bekamen starken Applaus, und Reinhold Müller, der Vorsitzende der Lokalen Aktionsgruppe der Leader-Region Eifel, fragte: „Welche Leader-Region hat schon ihr eigenes Orchester?“ Er umriss kurz die Geschichte des Projektorchesters, das sich erstmalig zur Grünen Woche 2012 zusammengefunden hat und seitdem unter dem Dirigat von Christoph Fahle Furore macht. Begeisterte Musiker aus 26 Vereinen treffen sich zu Proben, das Projektorchester hat schon so manchen aufsehenerregenden Auftritt absolviert.

„Eifeldörfer in Aktion – Wir gestalten Heimat!“ Dieses vorläufige Motto habe sich die Leader-Region gegeben, teilte Reinhold Müller mit, insgesamt seien 113 Projektideen eingereicht worden. „Wir werden am 16. Februar eine gute Bewerbung einreichen können“, ist er zuversichtlich. Karl-Heinz Hermanns, der als Bürgermeister der gastgebenden Gemeinde Begrüßungsworte sprach, verwies auf die „Tenne“ als ein hervorragendes Beispiel für Ideenreichtum und Tatkraft der Eicherscheider Vereine. „Leader bedeutet: Fördergelder und bürgerschaftliches Engagement“, führte er aus, „15 Kommunen aus drei Kreisen zusammenzuführen, das hat Alexander Sobotta geschafft, dafür möchte ich ihm Dankesworte aussprechen.“

Susanne Neumann stellte heraus, dass sich aus den vielen Vorschlägen und intensiven Gesprächen drei Handlungsfelder herauskristallisiert haben: „Lebensraum für Jung und Alt“, „Regionale Wertschöpfung“ und „Klima- und Ressourcenschutz“. Sie zeigte komprimiert den Ist-Zustand und die Bedarfe auf. Die eingebrachten Projekte setzen sich beispielsweise mit dem demografischen Wandel, der baulichen Dorfentwicklung, dem Klima- und Artenschutz und nachhaltigen Mobilitätslösungen auseinander. „Über 200 Bürgerinnen und Bürger arbeiteten in den Workshops zu eifelrelevanten Themen mit“, berichtete Alexander Sobotta, der Regionalmanager der Leader-Region Eifel, „die Unterstützung von Kindern, Jugendlichen und Familien wird zukünftig eine besondere Bedeutung haben.“

Schwerpunkt Familien

Renate Scheidt, ehrenamtliche Sprecherin der Arbeitsgruppe Jugend/Prävention, nannte hierzu als Beispiele die Jugendarbeit im ländlichen Raum, die Unterstützung von Familien durch ehrenamtliche Paten und die Einbindung von Menschen mit Migrationshintergrund und Flüchtlingen in das Dorfleben.

Dominik Hosters stellte zum Thema „Jung, engagiert, sucht Wanderweg“ ein Trekking-Projekt vor: Wanderangebote für junge Zielgruppen sollen entwickelt werden; an Naturlagerplätzen könnte im Zelt übernachtet werden.

Jetzt heißt es: Daumen drücken!

Andere Projektpräsentationen beleuchteten anschaulich das „DorfBioTop“ oder beispielsweise eine „Seniorengenossenschaft“. Ruth Roelen von der Städteregion Aachen berichtete von einem Projektansatz zur Fortbildung von ehrenamtlich tätigen Personen in den Dörfern, womit das freiwillige Engagement gewürdigt und gefördert würde.

Reinhold Müller sieht die Leader-Region Eifel gut aufgestellt: „Haupt- und ehrenamtliche Akteure haben gemeinsam viele hundert Stunden Arbeit in die Leader-Bewerbung investiert“, fasste er zusammen, jetzt heißt es für uns alle: Daumen drücken für den Wettbewerb!“

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