Lange Betreuung liegt im Trend

Von: heg
Letzte Aktualisierung:
bjss kita bild
Die Kindertagesstätten in der Gemeinde Roetgen bieten genug Platz für die große Nachfrage. Foto: Helga Giesen

Roetgen. Bei der Versorgung mit Betreuungsplätzen für den noch nicht schulpflichtigen Nachwuchs sieht es in Roetgen gut aus. Alexander Franzen und Gabriele Mießen vom Jugendamt der Städteregion informierten im Bildungsausschuss über das Angebot im „klassischen” Kindergartenalter von drei bis sechs Jahren und über das immer stärker nachgefragte Angebot für jüngere (U3) und behinderte Kinder.

Die 352 Plätze für Drei- bis Sechsjährige in den Roetgener Kindertagesstätten können den Bedarf von 246 Plätzen komplett abdecken. Mit den 68 Plätzen für U3-Kinder wird ein möglicher Bedarf zu 35,6 Prozent abgedeckt - ein Rechtsanspruch soll hier erst ab 2013 bestehen - und damit könnten auch alle Nachfragen erfüllt werden.

Bei der Wahl der Betreuungszeiten gehe der Trend im Jugendamtsbereich eindeutig zu den längeren Zeiten. Nur weniger als zwei Prozent der Eltern wünschen eine reine Vormittagsbetreuung, 72 Prozent wählen 35 Stunden und 27 Prozent entscheiden sich für 45 Stunden.

In einem Roetgener Kindergarten rechne sich die 45-Stunden-Betreuung aufgrund zu geringer Nachfrage nicht und sei deshalb eingestellt worden, jedoch seien in zwei anderen Einrichtungen ausreichend Plätze vorhanden, teilte Alexander Franzen auf Anfrage mit.

Für flexible Betreuungszeiten, wie bei Schicht- oder Wochenenddienst der Eltern, stehen auch zehn Tagespflegeplätze zur Verfügung.

Der Neubau der Integrierten Kindertagesstätte der AWO sei auf einem guten Weg, mit einer Eröffnung werde im Frühjahr bis Sommer 2011 gerechnet, erklärte Franzen weiter. Damit stünden 24 zusätzliche Plätze für U3-Kinder zur Verfügung, auch für behinderte, für die es zurzeit im ganzen Südkreis kein Angebot gebe.

Im Sommer 2010 stehe die Zertifizierung der Kita Wackelzahn als Familienzentrum an, berichtete Gabriele Mießen. Zurzeit werden die Nachweise über die dafür erforderlichen Angebote erbracht.

In einem Familienzentrum soll über den eigentlichen Auftrag einer Tagesstätte zur Kinderbetreuung und -bildung hinaus durch eine Vernetzung mit Kooperationspartnern eine ganzheitliche Betreuung von Familien unter einem Dach gewährleistet werden.

Dazu gehört eine Verknüpfung mit Angeboten von Familienbildungsstätten wie dem Helene-Weber-Haus ebenso wie die Zusammenarbeit vor Ort mit Institutionen der Erziehungs- und Familienberatung. Dabei kann jedes Familienzentrum nach dem Baukastenprinzip die individuell auf die eigenen Bedürfnisse zugeschnittenen Angebote zusammenstellen.

Natürlich gehören dazu auch die entsprechenden räumlichen Voraussetzungen, die in der Einrichtung an der Hauptstraße ebenfalls bereits geschaffen wurden.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert