Landstraße mit Schlaglöchern wirft Fragen auf

Von: P. St.
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Ohne Frage dringend sanierungsbedürftig: Der Ausbau der Ortsdurchfahrt Rollesbroich ist nach Auskunft des Verkehrsministeriums aber zunächst einmal in das Jahr 2010 verschoben worden. Foto: P. Stollenwerk

Rollesbroich. Es ist unruhig in Rollesbroich. Ursache dafür ist unter anderem die mit Schlaglöchern und Rissen übersäte Ortsdurchfahrt. Nun zeichnet sich ab, dass die Dürener Straße auch in diesem Jahr erneut nicht auf der Ausbauliste steht.

Hier kommt dann ein weiterer Unruhefaktor ins Spiel, denn im politisch umkämpften Rollesbroich kann das aus der Sicht des Rollesbroicher Ortsvorstehers Marc Topp kein Zufall sein. SPD-Ratsherr Topp, seit fünf Jahren als Ortsvorsteher im Amt, nahm sich besonders intensiv des Themas L160 an, deren Sanierungsbedarf sich bereits vor Jahren abzeichnete. Vor drei Jahren stellte er die ersten Anträge, auch mit Hilfe der Gemeindeverwaltung wurde Druck gemacht.

Doch erst Ende vorigen Jahres kam Bewegung in das Projekt, denn aus dem Regionalrat bei der Bezirksregierung Köln erhielt Marc Topp die Information, dass der Ausbau der Ortsdurchfahrt für Rollesbroich für das Jahr 2009 ganz oben auf der Prioritätenliste stehe. Diese erfreuliche Nachricht für das Dorf verbreitete der Ortsvorsteher dann auch in einem seiner Bürgerbriefe, doch nur zwei Monate später musste er einen Rückzieher machen, denn die L160 war nun doch wieder aus der Dringlichkeitsliste verschwunden und erst für das Jahr 2010 zur Sanierung vorgesehen.

Die anfängliche Enttäuschung von Marc Topp schlug dann in Verwunderung um, weil die örtliche CDU in ihrem neu aus der Taufe gehobenen Bürgerbrief nur zwei Wochen später verlauten ließ, dass sich der CDU-Landtagsabgeordnete Axel Wirtz der Thematik annehmen werde, mit dem Ziel, so schnell wie möglich die Ortsdurchfahrt zu sanieren.

Ob diese Mitteilung der CDU nun in Zusammenhang mit der Tatsache steht, dass die L160 für 2009 auch in der Prioritätenliste des Landes-Verkehrsministeriums nicht vorkommt oder gar das laufende Kommunalwahljahr eine Rolle spielt, ist für den Rollesbroicher Ortsvorsteher, des Nachdenkens wert, „ohne dass ich damit etwas Böses unterstellen wollte”.

Beim Landesbetrieb Straßenbau in Aachen, der als Fachbehörde die zur Sanierung anstehenden Maßnahmen dem Verkehrsministerium einreicht, hieß es, dass in diesem Jahr keine Mittel mehr vorhanden seien. Warum die L160, die als sanierungsbedürftig gemeldet worden sei, nun in der Priorität wieder abgestuft wurde, konnte sich Projektleiter Arnd Meyer nicht erklären: „Die einzelnen Maßnahmen werden von unserem Betriebssitz in Gelsenkirchen mit dem Verkehrsministerium abgestimmt.” Möglicherweise seien andere Maßnahmen noch höher in der Dringlichkeit eingestuft worden.

Andeutungen in den Äußerungen von Marc Topp, dass die Sanierung der L160 in hohem Maße eine politische Entscheidung ist, kann man beim Düsseldorfer Verkehrsministerium nicht nachvollziehen.

Auf Anfrage der Lokalredaktion ließ die Pressestelle am Freitag verlauten, dass die L160 weder 2008 noch 2009 in der Prioritätenliste des Verkehrsministeriums aufgetaucht sei. Dem Regionalrat obliege lediglich ein Vorschlagsrecht für Maßnahmen. Die Sanierung der L160 gehe nun in die Prüfung für das Jahr 2010.

Weiter hieß es aus dem Ministerium, dass die Priorität bei Straßenbaumaßnahmen „streng nach sachlichen Kriterien” entschieden werde.
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