Eicherscheid - Landfrauen in Eicherscheid mit neuem Vorstand

Landfrauen in Eicherscheid mit neuem Vorstand

Von: M.S.
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Mit Blumen und Dank wurden die Vorstandsmitglieder der Eicherscheider Landfrauen verabschiedet. Die frisch gewählte Vorsitzende Annika Huppertz (Mitte, vierte von links) und ihre Mannschaft formieren sich und gehen an die Arbeit, noch ohne Foto: Manfred Schmitz

Eicherscheid. Gefahr erkannt, Gefahr gebannt! Auf diese (Über-)Lebenserfahrung besannen sich „wie ein Mann“ die Eifeler Landfrauen in Eicherscheids Ortsgruppe, als vor wenigen Tagen noch guter Rat teuer schien: Wie und wo finden sich geeignete Kandidatinnen mit der Bereitschaft, ehrenamtlich Verantwortung im Vorstand zu übernehmen?

Schon lange war bekannt, dass zur turnusmäßigen Generalversammlung Freitagabend vier Angehörige des Führungsgremiums ihre Mandate nicht verlängern mochten; und ohne qualifizierte Besetzung dieser geschäftsführenden Ämter hätte der 214 Mitglieder starke Golddorf-Ortsverein unweigerlich vor seiner Auflösung gestanden. Doch in quasi letzter Minute zeigte sich, dass manch gutes Gespräch von Mensch zu Mensch oft Probleme löst und Türen öffnet, die zuvor hermetisch verschlossen schienen.

Mit Annika Huppertz wählten alle 41 Stimmberechtigten von fast 50 anwesenden Mitgliedern und Gästen eine neue Vorsitzende und damit Nachfolgerin von Renate Roeben.

Letztgenannte leistete mehr als 20 Jahre Vorstandsarbeit, acht davon an der Vereinsspitze. Ihr Credo zum Abschied: „Genug ist genug! Jetzt soll die jüngere Generation ran!“ Eine Ermunterung, die sich Annika Huppertz zu Herzen nahm.

Die 26-Jährige „weiß, dass ich in Renates große Fußstapfen trete. Aber mit meinem Team möchte ich für unser schönes Eicherscheid ein attraktives Veranstaltungsprogramm auflegen. Vertreter aller Generationen sollen daran mitwirken und Althergebrachtes bewahren wie Neues umsetzen“.

Annika Huppertz studiert in Aachen Bauingenieurwesen. Und trotz ihrer Jugend hat sie eine lange innige Beziehung zu den Landfrauen, geweckt von ihrer Mutter Ingrid: „Schon als Vorschulküken tanzte Annika auf Landfrauenfesten, mit 18 wurde sie Vollmitglied.“

Noch-Vorsitzende Roeben eröffnete die Tagung mit Willkommensworten. Sie begrüßte unter den Anwesenden auch Landfrauen-Bezirksvorsitzende Andrea Wilden aus Simmerath; Sabine Jacobs vertrat das Eicherscheider Ortskartell. Die von der Vereinsspitze Scheidende erkannte: „Alles hat seine Zeit. Ich erlebte gute wie schlechte Zeiten bei Erfüllung meiner Landfrauen-Funktion. Ich danke allen, die mich in meiner Arbeit unterstützten.“

„Seit mehr als einem Jahr“, hieß es im Geschäftsbericht der gleichfalls zurücktretenden Schriftführerin Sandra Schmitz, „schwitzten wir bei intensiven Anstrengungen, genügend Ersatzbewerberinnen anstelle räumungswilliger Funktionsträgerinnen an der Spitze zu rekrutieren“.

Schmitz erwähnte die Höhepunkte des Landfrauenjahres 2014: Karnevalssitzungen, Theateraufführungen, Wanderungen zu den Narzissen wie zu malerischen Orten durch den Nationalpark prägten das Programm. Exkursionen mit positiver Resonanz führten die Teilnehmerinnen in die malerische Natur rund um Rohren und zur Landesgartenschau.

Kassiererin Maria Offermann verwies auf ein stattliches und gegenüber dem Vorjahr vermehrtes Guthaben. Prüferin Marion Nießen attestierte der Schatzmeisterin korrekte Buchführung.

Unter Andrea Wildens Leitung begannen Vorstands-Neuwahlen. Die Bezirksvorsitzende kommentierte das einstimmige Votum für Annika Huppertz mit den Worten „Ah – so ´was richtig Junges!“ Zu Huppertz´ Stellvertreterin wurde Helga Maaßen (bis dato Ria Förster) gekürt.

Kassiererin Maria Offermann räumte ihren Vorstandssessel zugunsten von Margret Schmitz. Auch Schriftführerin Sandra Schmitz gab ihre Tätigkeit für die Landfrauen auf, um Marion Förster als ihrer Nachfolgerin Glück zu wünschen. Das Beisitzer-Gremium wurde um eine Position auf künftig drei Inhaberinnen erweitert und besteht nun aus Fine Löhrer, Brigitte Offermann und Margot Braun. Das neue Revisoren-Duo stellen Marion Nießen und Ingrid Huppertz.

Erleichterung über den erfreulichen, wenn bis zuletzt auch überraschenden Wahlausgang, als Sabine Jacobs für die Eicherscheider Vereinsgemeinschaft das Wort ergriff: „Den Landfrauen in unserem Ort gebührt Dank für ihre segensreiche Arbeit! Auf diesen Verein ist stets Verlass! Wie schön, dass es Euch gibt!“

Und Bezirksvorsitzende Wilden gab der neuen Vorsitzenden Huppertz mit auf den Weg: „Sie kann nicht überall und gleichzeitig dabei sein! Auf junge Frauen unserer Tage kommen große Herausforderungen und vielseitige Aufgaben in Familie, Beruf und Freizeitverhalten zu! Das sollte unsere Gesellschaft vorbehaltlos akzeptieren und positiv würdigen!“

Wilden lud Eicherscheids frisch gekürte Jungvorsitzende zur Teilnahme an der für April geplanten Generalversammlung des Bezirksvorstandes ein, um ihr künftiges Betätigungsfeld, Schritt für Schritt und von routinierten Kräften begleitet, zu beackern.

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