Landesbetrieb will Gas geben: Auf sechs Spuren nach Düren

Von: Udo Kals
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Sanierungsfall: Derzeit wird an der Brücke Königshügel gearbeitet, die wie so viele andere Brücken aus den 70er Jahren an Alterungs- und Verschleißerscheinungen leidet. Zentrales Ziel: Die Oberfläche muss so abgedichtet werden, damit kein Wasser eindringen kann. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Natürlich: das Aachener Kreuz. Wenn die Verantwortlichen des Landesbetriebs Straßen NRW in diesen Tagen von ihren Baustellen berichten, kommen sie an dem Großprojekt nicht vorbei.

Am 19. September ist der erste Spatenstich für den Umbau, der das Nadelöhr vor dem Verkehrsinfarkt retten und zugleich sicherer machen soll.

Von fünf Jahren Bauzeit statt der ursprünglich veranschlagten sieben spricht Edgar Klein, Chef der zuständigen Niederlassung Ville Eifel des Landesbetriebs. Und von einer Kostensteigerung um rund 35 auf 75 Millionen Euro. Dass sich das Volumen fast verdoppelt, liege zum einen an den gestiegenen Materialkosten, sagt Chef-Planer Christoph Jansen.

Zum anderen aber würden die bestehenden Brücken nicht wie ursprünglich geplant verbreitert. Wollten die Planer zunächst so viel von der alten Substanz erhalten, wird jetzt abgerissen. „Das ist auf lange Sicht gesehen wirtschaftlicher”, sagt Jansen.

Dabei veranschlagt Projektleiter Helmut Helzle allein für den Neubau der zentralen Brücke im Aachener Kreuz Kosten in Höhe von rund zehn Millionen Euro.

Verkehr rollt auf 17 Spuren

Während der Verkehr Ende des Jahres 2014 auf insgesamt 17 statt bislang zehn Spuren durch das Aachener Kreuz rauschen soll, sind die Planer einige Kilometer weiter östlich bereits mit einigen Spuren weniger überaus zufrieden. Denn wenn bei Weisweiler die letzten Baustellen-Baken abgebaut werden, ist die A4 zumindest bis Düren durchgängig auf sechs Spuren befahrbar.

Am 21. September, pünktlich vor der Bundestagswahl, sollen diese Autobahnkilometer offiziell freigegeben werden. Damit der Termin trotz des strengen Winters eingehalten werden könne, sagt Klein, werde seit Wochen in zwei Schichten und mit Extragerät gearbeitet. Nicht eingehalten werden kann der Kostenrahmen: Die ursprünglich taxierten 16,9 Millionen Euro werden wohl um eine Million überschritten, sagt Klein.

Im Schatten der großen Autobahnprojekte, zu denen auch die voraussichtlich 2014 beendete Verlegung der A4 zwischen Düren und Kerpen (Tagebau Inden) sowie Lärmschutz- und Fahrbahnarbeiten in Eilendorf (A44/1,3 Millionen Euro, siehe Diashow) und Laurensberg (A4/500.000 Euro) gehören, ist der Landesbetrieb auch auf den Land- und Bundesstraßen in Aachen und Umgebung aktiv.

Rund 44 Millionen Euro werden in 2009 und 2010 in der Region verbuddelt und verbaut, davon knapp 21 Millionen in der Städteregion. Größtes Einzelprojekt ist die Ortsumgehung Baesweiler (B57n), die mit 16,5 Millionen mehr als vier Millionen Euro teurer ausfällt als geplant.
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