Steckenborn - „Land und Lecker“ in Steckenborn: Gut gelaunte Damen im Planwagen

„Land und Lecker“ in Steckenborn: Gut gelaunte Damen im Planwagen

Von: Max Stollenwerk
Letzte Aktualisierung:
14885036.jpg
Mit Eifeler Spezialitäten an Bord: Auch eine Planwagenfahrt war Bestandteil beim Hof-Tag in Steckenborn für die WDR-Sendung „Land und Lecker“. Kunibert Wirtz chauffierte Fernsehteam und Teilnehmer durch den Ort und zum Aussichtspunkt Hechelscheider Hövel. Foto: Max Stollenwerk

Steckenborn. Der Neoplan-Oldtimer-Bus fällt schon aus weiter Entfernung auf. Der für die WDR-Sendung „Land und Lecker“ so charakteristische Bus kutschiert die Landfrauen von einem Hof zum anderen. Am vergangenen Sonntag machte er nun Station in Steckenborn.

Denn Frank und Tanja Wirtz, die hier einen Bio-Hofladen betreiben, waren einer von sechs Gastgeber-Höfen für die neue Staffel der Sendung, die im September anläuft.

Bereits am Morgen machte sich der Oldtimer-Bus auf den Weg in Richtung Nordeifel und traf dann auch am Vormittag in Steckenborn ein. Zur standesgemäßen Begrüßung gab es zunächst einmal ein Glas Sekt von Gastgeberin Tanja Wirtz. „Ich freue mich, Euch auf unserem Hof begrüßen zu können, und denke, dass es ein interessanter Tag wird“, waren die ersten Worte der Gastgeberin.

Angereist waren die Frauen, die ebenfalls allesamt einen Hof betreiben, nicht aus der unmittelbaren Nähe, sondern verstreut aus ganz Nordrhein-Westfalen. Die fünf Frauen waren bereits am Vortag angereist, hatten eine Tour mit der Rursee-Schifffahrt gemacht und anschließend einen gemütlichen Abend zusammen verbracht. Nach dem Hoftag am Sonntag war dann immer noch nicht Schluss, denn die Abreise stand erst am Montagmorgen an.

Aber der Reihe nach: Nach Beginn des Hoftages mit dem Sekt-Frühstück folgte mit einer Planwagenfahrt, geleitet von Kunibert Wirtz, das erste Highlight des Sonntags. Rund eine Stunde lang führte er die Damen vorbei an den Hühnern und Schafen des Hofes, über Wald und Wiese, bis hin zum Hechelscheider Hövel mit Blick auf den Rursee. Ausgestattet war die Truppe dabei mit einigen heimischen Spezialitäten aus dem Eifeler Schnapsregal.

Insgesamt fünf Drehtage

Mit von der Partie war bei allen Aktivitäten natürlich auch das Filmteam des WDR, das alles in Bild und Ton festhielt. Einige Dinge mussten mehrfach wiederholt werden, um das perfekte Bild zu bekommen. „Das Fernsehteam mit seinen beiden Kamerateams war an vier kompletten Drehtagen plus dem Dinner-Tag auf unserem Hof zu Gast“, beschreibt Tanja Wirtz den hohen Aufwand für die Sendung, die bei der Ausstrahlung im September dann auf 45 Minuten zusammengeschnitten wird. „Sie haben beispielsweise gefilmt, wie wir unsere Schafe geschoren haben oder die Kälber auf unsere Sommerwiese in Dedenborn gebracht haben“, erzählt sie von den Dreharbeiten.

Nach der Planwagenfahrt wieder angekommen auf dem Bio-Hof der Familie Wirtz, stand eine Hofführung für die fünf Landfrauen an. Diese leitete Tanjas Ehemann Frank Wirtz, während seine Gattin in der Küche mit Feuereifer das Essen vorbereitete. Das Konzept der Sendung sieht es so vor, dass der Mann des jeweiligen Hofes die Hofführung übernimmt, während die Frau das Essen vorbereitet. Bei der Führung ist stets ein Kamerateam dabei, das andere in der Küche.

Während der Führung präsentierte Frank Wirtz die ganze Palette, die der Hof zu bieten hat. Von den Hühnern, über die Rinder, verschiedene Schweinesorten, bis hin zu sieben jungen Welpen, bekamen die Landfrauen alles geboten. Besonders die Welpen kamen dabei gut an. „Die sind ja total süß“, war die geschlossene Reaktion. Natürlich durften die Damen die Welpen dann auch einmal selbst auf den Arm nehmen und aus nächster Nähe betrachten.

Frank Wirtz erklärte während der Führung, dass das Konzept des Bio-Hofes eine freie Haltung der Tiere sei, weg von der Käfighaltung. Amüsiert erzählte er, dass man den Schweinen öfters schon mal einen Ball zum Spielen hinwerfe, der am Ende dann meistens kaputt sei. Der Tenor nach der Hofführung war indes eindeutig: Die Landfrauen bedankten sich „für die schöne Führung und auch die interessante Tour mit dem Planwagen“.

Dabei stand es bis kurz vor dem Drehtag sogar noch auf der Kippe, ob Frank Wirtz, der erst kürzlich eine Operation an der Wade hinter sich gebracht hatte, überhaupt teilnehmen konnte. „Ich möchte mich an dieser Stelle ganz herzlich beim Ärzteteam des Simmerather Krankenhauses bedanken, das mir ermöglicht hat, überhaupt teilzunehmen.“ Auf die Frage, wie es überhaupt zu dem Drehtermin gekommen sei, sagte Frank Wirtz, dass eine Produktionsfirma des WDR auf sie zugekommen sei und gefragt habe, ob Interesse bestehe. So sei man dann in Kontakt getreten und habe sich letztendlich auf einen Termin einigen können.

Nach der Hofführung stand dann mit dem gemeinsamen Dinner ein weiteres Highlight auf dem Programm. Tanja Wirtz war während der Hofführung damit beschäftigt, passend zum Sonntag, ein Festmahl herzurichten. Was auf der Speisekarte stand, wird zunächst ein Geheimnis bleiben und erst bei der Ausstrahlung am 11. September gelüftet. „Die Vorbereitung auf das Essen war schon etwas Besonderes, denn das Kamerateam hat sehr viele Details gefilmt, beispielsweise das Schneiden von Zwiebeln oder das Hacken der Kräuter“, erzählt die Gastgeberin.

Alles in allem war es für Frank und Tanja Wirtz definitiv ein gelungener Tag. „Der Tag hat uns sehr viel Spaß gemacht. Auch wenn es vieles vorzubereiten gab, haben wir gerne mitgemacht“, sagt Frank Wirtz. Und auch Tanja Wirtz zeigte sich zufrieden, nachdem die Kamerateams nach einem langen Tag um kurz nach 19 Uhr abgereist waren: „Es war eine Erfahrung, die teilweise lustig und teilweise stressig war. Aber ich will sie in jedem Falle nicht mehr missen.“

Wie die Gäste den Tag auf dem Steckenborner Bio-Hof erlebt haben, wird in der Sendung im WDR zu sehen sein. Denn dort wird jede der Damen eine Einschätzung dazu abgeben, was ihr besonders gut gefallen hat und was man hätte verbessern können. Aber jetzt heißt es, noch gut drei Monate zu warten, denn der Ausstrahlungstermin vom Besuch auf dem Steckenborner Hof wird aller Voraussicht nach Montag, der 11. September sein – ab 20.15 Uhr im WDR.

Vorfreude auf die anderen Höfe

Vorbei ist der Spaß aber noch lange nicht, denn der Hof von Frank und Tanja Wirtz war erst der zweite von sechs, so dass Tanja Wirtz sich noch auf vier weitere Ausflüge freuen darf. „Ich verspüre auf jeden Fall eine Vorfreude darauf, die anderen Höfe zu sehen und zu erfahren, was sie dort machen und vor allem, wie sie es machen. Da bewusst sechs vollkommen verschiedene Höfe ausgewählt wurden, bin ich sehr gespannt, was uns erwartet“, zeigte sich Tanja Wirtz voller Vorfreude auf die anstehenden Touren mit dem Neoplan Oldtimer-Bus.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert