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Lammersdorfer Wald: Kampf gegen die Windräder aufgenommen

Von: ag
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Am Lammersdorfer Waldrand zählen Windräder schon zum gewohnten Anblick. Jetzt sollen weitere Anlagen im Wald selbst folgen. Foto: Archiv

Simmerath/Lammersdorf. Die Gegner des geplanten Windparks im Lammersdorfer Wald hatten am Donnerstag Gelegenheit ihre Einwände ausführlich zu erläutern und Fragen zu stellen. Die Städteregion hatte als Genehmigungsbehörde dazu in den Sitzungssaal des Simmerather Rathauses eingeladen.

Drei Privatpersonen und die Landesgemeinschaft Naturschutz und Umwelt NRW (LNU) sowie der Verein „Natur- und Landschaftsschutz Nordeifel“ hatten im Vorfeld ihre Einwände erhoben. Die Gegner des Windparks wurden von acht Personen vertreten, die mit drei Vertretern öffentlicher Belange in der Mitte des Saales Platz nehmen mussten. Ihnen gegenüber auf dem Podium saßen sechs Vertreter der Städteregion sowie der Beigeordnete der Gemeinde Simmerath, Roger Nießen, und der Leiter der Abteilung für Bauwesen der Gemeinde Simmerath, Jürgen Förster.

Die Juwi AG, die den Antrag zum Bau des Windparks gestellt hat, war mit 13 Personen angereist, darunter verschiedene Gutachter, die zu den Einwendungen Stellung nahmen. Geleitet wurde die Verhandlung von dem Leiter des Umweltamtes der Städteregion, Thomas Pilgrim.

Pilgrim wünschte sich eine sachliche Diskussion und fügte hinzu, bei dem Termin handele es sich „um mehr als eine bloße Anhörung“. Für die Genehmigungsbehörde gehe es darum, neue Erkenntnisse zu gewinnen, die für eine Entscheidung über den Windpark von Bedeutung sein könnten. Eine Entscheidung würde aber erst zu einem späteren Zeitpunkt getroffen.

Von 9 bis 18 Uhr trugen die Gegner mehr Dutzende Einwände vor. Dabei ging es unter anderem um die Überprüfung der Abstandsflächen, die Wirtschaftlichkeit des Windparks, die Rückbaukosten, die Betroffenheit verschiedener Schutzgebiete, fehlende Unterlagen, die Nichtberücksichtigung von neuen Studien, mögliche Gesundheitsschäden, Messverfahren, Auswirkungen auf Erholungsuchende, die Renaturierung, Wiederaufforstung, Folgeschäden für den Wald, die Beeinträchtigung von Fledermäusen, Kranichen und anderen Tierarten.

Weitere Themen waren die Erschließung der Baustellen, mögliche Verunreinigungen, die Versiegelung von Flächen, die Beeinträchtigung der Bodenfunktion, Talsperren- und Trinkwasserschutz, die CO2-Bilanz, die Beeinträchtigung der Landschaft, Brandgefährdung und Wechselwirkungen der möglichen Auswirkungen.

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