Lammersdorfer St.-Johannes-Schützen haben neue „Schützenliesl“

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Strahlende Sieger und Begleiter (v. l.): Vize-Brudermeister Dennis Schrey, Dietmar Heeren, Simone Hartleb, Richard Kalz, Anke Braun und Schießmeister Friedrich Flachs. Foto: Günther Sander

Lammersdorf. „Schützenliesl, dreimal hat‘s gekracht“, das war in den 1950er-Jahren der Hit, der auf keinem Schützenfest fehlen durfte. Eine neue Schützenliesl hat seit Sonntag die Lammersdorfer St.-Johannes-Schützenbruderschaft wieder. Mit dem 41. Schuss landete Simone Hartleb den richtigen Kracher. Sie war die Glückliche, die sich unter elf Damen-Aspiranten mit einem Meisterschuss den begehrten Titel sicherte und gebührend feiern ließ.

135 Jahre ist die Lammersdorfer Bruderschaft in diesem Jahr alt, aber kein bisschen leise. Dank Paul Läufer wurde 1882 der Grundstein gelegt, die Schützenfeste fanden im „Burghof“ wie auch im „Lammersdorfer Hof“ (damals Gasthof Wirtz) statt. Bis 1902 gingen die Schützen mit dem Vorderlader (Donnerbüchse) auf Titeljagd.

Eine erste Fahne konnte 1924 präsentiert werden, sie wurde 2003 restauriert. Schlechte Zeiten bescherte das Verbot der Schützenfeste von 1933 bis 1948. Gegen Ende des Jahre 1948 aber ging es weiter mit dem Schießen auf Königsvögel. Bis 1949 sogar mit der Armbrust, ehe 1950 das Luftgewehr wieder zu Ehren gelangte. Bis heute.

Wieder kein Kinderkönig

Die Kirmes ging bereits am Freitag los mit der Inthronisation der kürzlich ermittelten neuen Majestäten während der Heiligen Messe in der Pfarrkirche. Schützenkönig Dietmar Heeren und Jungschützenprinzessin (Bezirksprinzessin, Vorjahres-Schützenliesl) Anke Braun wurden offiziell mit den Insignien ausgestattet und in ihren Ämtern bestätigt.

Sonntag galt es, drei weitere Titel zu erobern. Auf der Festwiese waren die Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren aufgerufen, sich mit der Armbrust vertraut zu machen und sich zum Kinderkönig oder zur Kinderkönigin zu krönen. Aber: „Schade, es gibt auch in diesem Jahr bei den Kindern keine Königin oder König“, bedauerte Elke Braun, die für die Pressearbeit zuständig ist. Obwohl insgesamt 90 Damen und Herren der Bruderschaft die Treue halten, lasse der Nachwuchs zu wünschen übrig, bilanzierte sie.

Aber es gibt wieder einen Ehrenkönig. Diesen Titel sicherte sich bei elf Teilnehmern Richard Kalz mit dem 60. Schuss. „Ich hatte es in diesem Jahr darauf angelegt, jetzt habe ich es geschafft“, sagte er freudig. Mit von der Partie war auch der älteste lebende König, der 89-jährige Heinz Gattinger.

Nachdem am Samstag der Kirmesknochen ans Tageslicht befördert wurde, stieg im Pfarrheim der traditionelle Kirmesball mit Tanz und Musik. Leider habe der Regen einen besseren Besuch verhindert, so Elke Braun.

Der Sonntag sah die Schützen beim Frühschoppen vereint, um sich später auf den Weg zu machen und den neuen Würdenträger Dietmar Heeren abzuholen. Zuvor fand der Vorbeimarsch der Majestäten statt, ehe sich der Festzug auf den Weg machte, musikalisch begleitet von der Hansa-Blasmusik aus Simmerath sowie Feuerwehr, Funkengarde, Prinzengarde und den Weißröcken aus Lammersdorf. Ziel war die Festwiese, wo das Schützenspektakel fortgesetzt wurde.

Die vier anwesenden Majestäten Heeren, Braun, Hartleb und Kalz standen im Mittelpunkt des Geschehens. In der Caféteria boten die Damen köstliche Kuchen an.

Am Montagmorgen eröffnete der Frühschoppen den weiteren Festtag in Lammersdorf. Gegen Mittag lockte ein warmes Essen die Gäste an die Tische.

Das Vergraben des Kirmesknochens, immer eine Gaudi, war das Finale der diesjährigen Kirmes, das eine zufriedenstellende Resonanz hatte, wie Elke Braun feststellte. Nächste Schützen-Aktivitäten sind das Oktoberfest und der Familienabend.

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