Lammersdorf - Lammersdorf soll touristisch aufgewertet werden

Lammersdorf soll touristisch aufgewertet werden

Von: Günther Sander
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CDU-Vorsitzender Andreas Hermanns und sein Vize Arndt Schiffler (von links sitzend) bauen in Lammersdorf auf das bewährte Vorstands-Team für kommende Aufgaben. Foto: Günther Sander

Lammersdorf. Ein Rastplatz mit Imbiss am Ravel-Radweg soll in Lammersdorf für touristischen Aufschwung sorgen. Dieses Thema wurde bei der Jahreshauptversammlung des CDU-Ortsverbandes im „Lammersdorfer Hof“ lange und ausführlich diskutiert. „Kleine Ansätze sind vorhanden, nun gilt es, dieses Ziel weiter zu verfolgen“, ermunterte Vorsitzender Andreas Hermanns.

In seinem Bericht über die Arbeit des Gemeinderates und des Ortsverbandes legte Hermanns eine durchweg positive Bilanz vor, zahlreiche erforderliche Aktivitäten und bereits in Angriff genommene Maßnahmen kamen zur Sprache. „Im Umfeld aber muss in Lammersdorf noch einiges passieren“, gab er zu verstehen.

Der Vorsitzende streifte in seinem Themenbereich unter anderem die neue Schwimmhalle Simmerath, den geplanten Kunstrasen für den Sportplatz in Simmerath, den Ausbau einiger Straßen sowie die Umgestaltung des Rathausplatzes und die Errichtung eines medizinischen Fitnesszentrums.

Nicht viel Neues gebe es über den geplanten Windpark in Lammersdorf (rechts neben der B 399) derzeit zu berichten, doch in diesem Jahr noch soll es zu einem Vertragsabschluss kommen. Das Vorhaben werde positiv aufgenommen. Im Juni findet in der Kalltalhalle dazu eine Informationsveranstaltung statt. Als „leidiges Thema“ sprach Andreas Hermanns die Kanalisierung in Lammersdorf an. Derzeit laufen die Untersuchungen der privaten Hausanschlüsse. „Ich hoffe, dass keine größeren Überraschungen auftreten werden.“

Bedauert wurde, dass für die naturkundliche Bildungsstätte noch keine Lösung in Sicht sei. Im Haushalt der Gemeinde sei für einen Neubau kein Geld eingesetzt, aber es wäre sinnvoll, in einem möglichen Neubau einen kleinen Raum für die Ortsvereine mit einzubeziehen.

Ausführlich ging der Vorsitzende auf die Möglichkeiten ein, den Ravel-Radweg für Lammersdorf „touristisch mehr zu nutzen und aufzuwerten.“ Ihm schwärmt ein Rastplatz am Bahnhof vor, an dem eine kleine Gastronomie den müden Radlern Kaffee oder eine heiße Wurst anbieten könnte. Handicap sei jedoch, der Weg befindet sich auf belgischem Gebiet. „Wir sind da ein wenig beschnitten, aber es sollte schon etwas passieren, damit es einen Dreh- und Angelpunkt für Lammersdorf gibt“, wünscht sich Andreas Hermanns.

Der stellvertretende Städteregionsrat Hans-Josef Hilsenbeck, als Gast bei der Versammlung zugegen, kann sich mit den Wünschen anfreunden, aber es sei halt alles noch viel zu früh. „Kleine Ansätze sind jedoch vorhanden“, sagte er, man befinde sich mit den Belgiern in Verhandlung. Hilsenbeck weiß, ohne Rast- und Spielplatz erfahre die Strecke eine „Wertminderung.“ Andreas Hermanns: „Wichtig ist auch ein Parkplatz, denn zahlreiche Fahrzeuge mit den Kennzeichen K und DN parken verstärkt in unseren Nebenstraßen, um dann hier aufs Rad zu steigen.

Das ist nicht so toll.“ Bemängelt wurde der Zustand des Radweges, der verunreinigt und teils zugewachsen sei. Hier müsse etwas unternommen werden. Und noch eines wurde nicht vergessen: Im Winter könnte der Radweg ebenfalls genutzt werden, von Skilangläufern. „Eine Loipe wäre ideal“, hieß es dazu.

Hans-Josef Hilsenbeck nutzte die Gelegenheit, in seinem Grußwort an den CDU-Ortsverband Probleme der Familien-, Kinder- und Jugendpolitik anzusprechen. In Lammersdorf funktioniere die Versorgung der U 3-Plätze, hier werde gute Arbeit geleistet.

Simmerath müsse bei der Bildungspolitik einen Schwerpunkt bilden und weiter ausgebaut werden. Hilsenbeck sprach von einem „Mosaikstein der Wirtschaft“ für die Eifel. „Auch der Schulsozialbereich ist wichtig, er muss weiter ermöglicht werden“, so Hilsenbeck.

Zum Weiterbestehen der Förderschule sei der Elternwille entscheidend. Für das Konzept „Sicherung der Arbeitsplätze“ könne die Politik nur die Rahmenbedingungen verbessern. Die anstehenden Neuwahlen des Vorstandes verliefen durchweg einstimmig.

Das Ergebnis: Vorsitzender Andreas Hermanns, stellvertretender Vorsitzender Arndt Schiffler, Geschäftsführer Ratsherr und Ortsvorsteher Robert Johnen (neu). Beisitzer sind Frank Ewert, Julia Galinski, Rolf Drescher (neu), Sascha Schlepütz und Marco Scherner.

51 Mitglieder stark ist der CDU-Ortsverband Lammersdorf, so Vorsitzender Andreas Hermanns. Das Durchschnittsalter liegt bei 58 Jahren, die Parteifreunde aus Simmerath kommen auf 60 Jahre. In Lammersdorf gibt es nur fünf Mitglieder, die unter 40 Jahre alt sind. Mit dem Nachwuchs sehe es nicht gut aus, bedauerte Hermanns.

Bernd Kautzmann appellierte an die Kollegen aus Monschau, er monierte die Parkplatzsituation zu Zeiten des Weihnachtsmarktes für Schwerstbehinderte. Kautzmann, selbst betroffen, hat erfahren müssen, dass Ortsunkundige mangels fehlender Beschilderung erhebliche Probleme haben, ihr Fahrzeug abstellen zu können. „Am Brauereimuseum gibt es zwar Parkplätze, die sind aber während des Weihnachtsmarktes gesperrt“, bedauerte er.

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