Läufer bringen die „Monsterbrücke” ins Schwanken

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Das Quartett der LG Mützenich war mit seinen Ergebnissen beim Stockholm-Marathon zufrieden.

Mützenich. Günter Völl von der LG Mützenich hat am Stockholm-Marathon teilgenommen und seine Eindrücke in einem kleinen Bericht zusammengefasst: Montag, 31. Mai, 17.20 Uhr: Der Flieger von Germanwings hebt ab von Köln in Richtung Norden. Was kommt auf uns zu? Ist der Herd abgestellt und läuft die Heizung auf Sparflamme?

Sabine ist vielleicht schon da, in Stockholm/Östermalm. Nach Berlin, Rom und im letzten Jahr Paris hatten wir uns früh entschieden, nach Stockholm zum Marathon zu fliegen. Nun ist der Tag gekommen.

Wir, das sind von den Langstreckenläufern der LG Mützenich Albert, Günter, Nicole, René und Sabine. Für Sabine Lakrache steht jedoch leider fest, dass sie aufgrund ihrer Skiverletzung nicht starten kann. Trotzdem möchte sie es sich nicht nehmen lassen, dabei zu sein.

Keine Frage, unsere Partner sollten mit, wer sonst sollte uns verpflegen? Aus Erfahrung buchten wir unsere Flüge bzw. Unterkünfte getrennt. Von Bed & Breakfast bis Hotel, Linienflug bis Billigflieger, von Drei-Tage-Tour bis zum Acht-Tage-Trip war alles vertreten, nur gelaufen werden sollte gemeinsam die Strecke von 42,2 Kilometern.

Schon bei der Ankunft am Flughafen Stockholm-Arlanda fiel uns die Freundlichkeit der Schweden auf. Auf Englisch konnte man sich mit fast jedem unterhalten, oft sogar auch auf Deutsch. Eine kurze Frage nach dem Weg wurde oft zu einem netten Gespräch, und nicht selten wurden wir sogar an den gewünschten Ort gebracht.

Schnell fanden wir uns zurecht und konnten die Stadt und ihre Sehenswürdigkeiten erkunden. Nach und nach komplettierte sich unsere Gruppe, und die zuerst Angereisten konnten bereits Tipps geben, was man sich unbedingt anschauen sollte. Nach vier Tagen treppauf-treppab näherte sich der Tag der Wahrheit.

Die Startnummern wurden abgeholt und unsere Läufertruppe stärkte sich auf der traditionellen Nudelparty. Als Nationalität mit der drittgrößten Teilnehmerzahl nach Schweden und Finnland wurden wir deutsche Teilnehmer auf das Herzlichste begrüßt.

Wie erhofft, hatten wir jeden Tag Sonnenschein und keinen Regen. Die Temperaturen waren mit etwa 18 Grad für einen Frühlingsmarathon akzeptabel. Der ungewöhnliche Starttermin um 14 Uhr am 5. Juni machte uns wenig Sorgen.

Aber da sich die Stadt Stockholm über 14 Inseln erstreckt, waren die Brücken eine große Befürchtung, die sich dann auch bewahrheitete. Der Stadtmarathon führte uns über hügeliges Gelände auf einen Zwei-Runden-Kurs mit einer „Monsterbrücke”, die durch das gleichzeitige Getrampel der Läufermassen mächtig aufgeschaukelt wurde und die Frage aufwarf: Hält die noch, solange ich hier oben laufe? Aber alles lief prima und mit ihren guten Lauf- bis hin zu Bestzeiten waren alle zufrieden, obwohl tatsächlich 43 Kilometer gelaufen worden waren, und das im heutigen GPS-Marathon-Zeitalter.

Ab Sonntagabend dann wurde die Gruppe wieder kleiner, denn einige mussten Montag wieder arbeiten und wollten schon beim Montagstraining wieder dabei sein.

Zum Schluss noch unsere erkämpften Nettozeiten: Albert Knauf 2:59:39 (277), Günter Völl 3:18.14 (933), Nicole Hansen 4:29:58 (1604), René Schrouff 3:39:52 (2647). Von 20.000 gemeldeten Startern gingen zirka 15.000 an den Start und etwa 14.000 kamen ins Ziel.
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