Simmerath/Kesternich - Kunstrasen wird bezuschusst: Weg frei für Sport und Kultur

Kunstrasen wird bezuschusst: Weg frei für Sport und Kultur

Von: Heiner Schepp
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Der Platz auf der Höhe zwischen Straucher Straße, Schulstraße und Kapellenstraße in Kesternich ist schon „festerprobt“, dient er doch bereits seit einigen Jahren als Platz für das Festzelt. Die Vereine haben bereits für 130.000 Euro Strom und Wasser nach hier verlegt. Für sie heißt es bald hier: Anpfiff und Aufschlag, Auftakt und Alaaf! Foto: Heiner Schepp
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Für die Grundstücke auf dem bisherigen Sportplatz sind bereits genug Kaufinteressenten gefunden. Foto: Heiner Schepp

Simmerath/Kesternich. „Grünes Licht“ für Kicker und Kultur, Karnevalisten und Körperertüchtigung im „Dorf mit K“: Die Gemeinde Simmerath wird sich mit 113.500 Euro am Neubau eines Kunstrasenplatzes in Kesternich beteiligen, mit dem noch in diesem Jahr begonnen werden soll.

Außerdem wird die Gemeinde zu einem späteren Zeitpunkt die Anbindung des Sport- und Kulturzentrums in Kesternich an die Straucher Straße mit 159.000 Euro finanzieren. Diese Beschlüsse haben der Struktur- und Hochbauausschuss sowie der Kultur- und Sportausschuss der Gemeinde Simmerath am Ende einer gemeinsamen nichtöffentlichen Sondersitzung jeweils einstimmig und ohne Enthaltung gefasst.

Beide Beschlüsse erfolgten aber ohne die Stimmen der SPD, die sich zuvor über ihren Fraktionsvorsitzenden Gregor Harzheim hatte entschuldigen lassen. Den Sitzungstermin habe „der Bürgermeister ohne Absprache mit dem SPD-Fraktionsvorsitzenden vor fünf Wochen festgelegt“. „Ärgerlicherweise sind alle mit dem Thema befassten Fraktionsmitglieder terminlich schon anderweitig gebunden“, hatte die SPD im Vorfeld erklärt. Im Ausschuss selbst habe man „mit Bedauern zur Kenntnis genommen, dass keines von 19 möglichen SPD-Mitgliedern teilnehmen konnte“, berichtete der Beigeordnete Roger Nießen.

Ansonsten sei die Sitzung im Beisein der Vertreter des TSV Kesternich, der Dorfgemeinschaftshaus GmbH Kesternich sowie des SV Nordeifel und seiner Stammvereine „sehr harmonisch verlaufen“, sagte Nießen. In zwei Präsentationen seien die Projekte – der Kunstrasenplatz samt Sportheim auf der einen sowie das Kulturzentrum auf der anderen Seite – sehr anschaulich vorgestellt und ihre Finanzierung klar dargestellt worden, berichtete der Beigeordnete.

Auf der Kesternicher Höhe, wo eine befestigte Fläche bislang lediglich für die Aufstellung eines Festzeltes genutzt wurde, soll danach schon im Herbst 2016 mit den Erdarbeiten für den Bau eines Kunstrasenplatzes begonnen werden. „Wir gehen derzeit davon aus, dass zur Frühjahrsrunde 2017 der Ball dort rollen kann“, sagte TSV Kesternichs Vorsitzender Ralf Stollenwerk unserer Zeitung. Bauherrin des Kunstrasenplatzes ist die Gemeinde Simmerath, Nutzer später dann der SV Nordeifel. Dies sei für die Gemeinde auch ein entscheidendes Kriterium für den Zuschuss gewesen, nämlich dass der Kunstrasen über den SV Nordeifel von Sportvereinen aus sechs Ortschaften genutzt werde. „Es wird kein Kunstrasen für Kesternich, sondern ein Sportzentrum für die ganze Gemeinde Simmerath“, so Nießen.

Der entscheidende Durchbruch in dem ambitionierten Projekt war zum Jahreswechsel gelungen, als die Beteiligten einen privaten Sponsor präsentiert hatten, der einen Beitrag von 200.000 Euro für den Bau eines Kunstrasenplatzes zur Verfügung stellen wird. Somit steht die Umsetzung und Finanzierung des Sport- und Kulturzentrums auf mehreren Säulen. Neben dem Sponsor sind dies der TSV Kesternich, der SV Nordeifel (der im Jahr 2012 gegründete überörtliche Jugendfußballverein), die Dorfgemeinschaftshaus GmbH und die Gemeinde Simmerath.

Der Sportplatz ist nun der erste Schritt zum Sport- und Kulturzentrum, das neben einer Netto-Spielfläche von 90 mal 64 Metern samt Umkleidekabinen auch eine Gymnastikhalle für die im TSV Kesternich gegenüber dem Fußball immer stärker werdenden Hallensportarten wie Volleyball und Tischtennis enthält.

Im geplanten Dorfgemeinschaftshaus werden ein Versammlungsraum mit Zeltanbaumöglichkeit, Proberäume für die Musikvereine TPK und Diana und eine Schießbahn für die Schützen im Obergeschoss Platz finden. Getrennt (und im Bedarfsfall verbunden) werden die beiden Gebäudetrakte durch ein Foyer.

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