Nordeifel - Kunstrasen: Oftmals keine Komplettsanierung nötig

Kunstrasen: Oftmals keine Komplettsanierung nötig

Von: hes
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Der Kunstrasenplatz im Sportpark Konzen wurde 2006 verlegt und zeigt infolge der sehr hohen Nutzung durch fünf Senioren- und ein Dutzend Jugendmannschaften erste leichte Abnutzungsrescheinungen. Eine Komplettsanierung droht hier aber noch nicht.

Nordeifel. Insgesamt sechs Kunstrasen-Spielfelder gibt es mittlerweile in der Nordeifel. Große Plätze mit regulärem Wettkampfmaß in Roetgen, Simmerath, Konzen, Eicherscheid und Rott sowie ein Kleinfeld mit künstlichem Belag in Kalterherberg. Keinem der anderen Kunstrasenplätze in unserem Raum droht jedoch derzeit ähnliches Ungemach wie in Roetgen, sprich eine notwendige Sanierung nach deutlich kürzerer Zeit als beim Bau angenommen, wie nun eine kleine Umfrage ergab.

2006 wurde der Kunstrasenplatz des TV Konzen im Sportpark „Am Windrad“ angelegt, seinerzeit als Ausgleich für den zum Neubaugebiet gewordenen Rasenplatz Heerstraße. Die sehr hohe Belastung durch Training und Wettkämpfe zeigt nach acht Jahren auch hier erste Gebrauchsspuren, was aber nicht weiter verwunderlich sei, so der erste Vorsitzende Oliver Krings.

Fünf Seniorenmannschaften und ein Dutzend Jugendteams in Kooperation mit Germania Eicherscheid sowie Lauf- und Leichtathletiktraining, Nutzung durch Schulen und für andere Veranstaltungen haben an einigen Stellen die Oberfläche ausdünnen lassen. „Deshalb wurde in der Sommerpause der Bereich um die Elfmeterpunkte ausgetauscht – die Fünfmeterräume sind wahrscheinlich als nächstes an der Reihe“, so Krings. Von der Firma Polytan wurde die Haltbarkeit des Belags kürzlich auf „zwölf bis 15 Jahre“ beziffert, beim Bau im Jahr 2006 war man von einer etwas längeren Haltbarkeit ausgegangen.

In Jahren jedoch könne man die Haltbarkeit von Kunstrasenplätzen nicht seriös beziffern, findet Wilfried Huppertz, Vorstandsbeisitzer von Germania Eicherscheid und zum Zeitpunkt des Kunstrasenbaus an der Bachstraße erster Vorsitzender des Vereins. „Vereine nutzen den Sportplatz in der Woche normalerweise von 17 bis 22 Uhr. Dadurch erreicht ein Verein bei Abzug der Sommer- und Winterpausen bei normaler Auslastung eines Sportplatzes eine Nutzung von etwa 1400 Spielstunden im Jahr.

Geht man von einer Haltbarkeit von 20.000 Spielstunden aus und einer jährlichen Auslastung von 1400 Stunden so hält der Kunstrasenplatz etwa 14 Jahre“, rechnet Huppertz vor, stellt aber fest: „In Eicherscheid ist diese Auslastung nicht gegeben, der Kunstrasenplatz wird daher wesentlich länger halten.“ Der neun Jahre alte Platz unterhalb der Tenne und oberhalb des Rasengeländes sei jedenfalls noch „in bester Verfassung“ und zeige „keinerlei Abnutzungserscheinungen“. Das sei natürlich der guten Pflege, vor allem aber auch der Entlastung durch den Rasenplatz zu verdanken, wo fast alle Germaniateams ihre Heimspiele austragen, wenn die Witterung es zulässt.

„Werden Rücklagen bilden“

Gleichwohl sei man aber auch in Eicherscheid darauf vorbereitet, wenn irgendwann die Oberfläche erneuert werden müsse. „Wir werden sicherlich Rücklagen bilden, aber ich bin überzeugt, dass unser Kunstrasenplatz 20 Jahre halten wird“, rechnet Huppertz nicht mit Sanierungsbedarf in den nächsten zehn Jahren. „Anders als in Roetgen haben wir ja schon einen Kunstrasen der dritten Generation; Roetgen hatte noch die zweite Generation mit den gekräuselten Halmen“, erläutert Huppertz.

Noch keine Probleme gibt es auch beim SV Rott, wo 2007 seinerzeit der vierte Platz im Altkreis eingeweiht wurde. Die Trainingsbox neben dem Rotter Platz, das Kleinspielfeld in Kalterherberg und der neue Kunstrasenplatz in Simmerath sind noch jüngeren Datums und werden von daher vorerst keinen Sanierungsbedarf zeigen.

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