Monschau - Kunstkreis Nordeifel stellt zum Thema „Tuche“ aus

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Kunstkreis Nordeifel stellt zum Thema „Tuche“ aus

Von: mon
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Ab dem 12. August präsentiert sich der Kunstkreis Eifel unter dem Titel „Tuche – Malerei und Skulptur“ im Rahmen des Monschau-Festivals im Aukloster. Foto: Vera Monterey

Monschau. Zeitgleich zur Eröffnung des diesjährigen Monschau-Festivals findet im Kreuzgang des Monschauer Auklosters die Jahresausstellung des Kunstkreises Nordeifel unter dem Titel „Tuche – Malerei und Skulptur“ statt.

Das nach längerem Brainstorming von den Mitgliedern gewählte Thema, das Bezug zur Tuchmacherstadt und der Region haben sollte, „warf zunächst viele Fragen bei jedem einzelnen der 17 teilnehmenden Künstlerinnen und Künstler auf“, berichtet Klaus Gehlen. „Wie setze ich das Thema um, in welcher Arbeitsweise gehe ich vor, wie führe ich es aus?“

Eine Herausforderung für alle Künstler. Herausgekommen ist eine interessante Ausstellung verschiedenster Exponate und Techniken, von Metallarbeiten über Malerei bis zu Collagen und Textilarbeiten.

Das Wechselspiel zwischen Verbergen und Zeigen, Verhüllen und Enthüllen, aber auch Wärmen, Schmücken und Schützen mit unterschiedlichsten Tüchern und Stoffen ist seit Jahrhunderten ein beliebtes Thema in der bildenden Kunst und bietet stets einen reizvollen, dramaturgischen Rahmen für die Kunst.

So haben sich nun auch Franz Joseph Ahmann, Birgit Bodden, Didier und Klaus Gehlen, Margret Gillessen, Otto Guba, Irene Johnen, Rosemarie Könen, Heinz Nellessen, Martin Otten, Gerd Pagnia, Anne Rader, Michael Rath, Anke Burchardt-Sanchez, Ute Schneider Thalheim, Wiltrud Skoda Strunk und Jutta Rebel-Freymark von diesem Thema inspirieren lassen.

Künstlerische Vielfalt

Ob Arbeiten des Bildhauers Gehlen, bekannt für seine Bronzeskulpturen, der den „Widerspruch von festen und weichen Materialien durch fließende Bewegungen auflöst“, ob Werke von Johnen, die durch die Stofflichkeit und Farbgebung das Leben der Tuchindustrie wieder aufleben lässt oder das Schaffen von Nellessen, bekannt durch seine Eifellandschaften, der auf den Niedergang der Tuchindustrie hinweist, oder durch verschiedenste Techniken der Malerei in Acryl oder Öl, Pastell oder Zeichnung der anderen mitwirkenden Künstler.

Neben den Arbeiten zum Thema „Tuche“, die eine Seite des Kreuzganges füllen werden, werden weitere Bilder der 17 von 25 aktiven Mitglieder des Kunstkreises „räumlich getrennt“ gezeigt. Sie sollen das „Werden und Schaffen jedes einzelnen Künstlers veranschaulichen“, berichtet Hilmar Weber, 1. Vorsitzender des seit 1989 existierenden Vereins.

Zur Vernissage wird der Kunsthistoriker Dr. Josef Gülpers erwartet, der „eindrucksvoll und verständlich“ durch die Ausstellung führen wird, sowie Mitglieder von Stadt und Rat und Vertreter der Städteregion.

Anschließend, ab dem 3. September, ist die Ausstellung dann in Eupen im ehemaligen Tuchschererhaus und heutigen Amtssitz des Ministerpräsidenten der Deutschsprachigen Gemeinschaft zusehen, dem Haus „Grand Ry“.

Auch dort wurden seit dem Ende des 17. Jahrhunderts hochwertige Tuche hergestellt und ebenso wie in Monschau und den benachbarten Eifelregionen durch die immer stärker werdende Industrialisierung und Importe verdrängt.

Als Erinnerungen bleiben eben jene alten Tuchschererhäuser, wie das „Rote Haus“ der Scheibler-Familie in Monschau, oder jene Auseinandersetzung mit dem Thema „Tuche“ auf der weißen Leinwand mittels anderer Materialien, das Spiel mit Licht und Schatten, mit Faltenwürfen, Draperien oder Schleiern und das komplementäre Spiel der Farben. „Wir hoffen mit unserer Ausstellung das Monschau-Festival zu bereichern, so Weber, „und auf eben so guten Zulauf wie in den vergangenen Jahren“.

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