„Kunstkreis Nordeifel”: Nur die besten Kunstwerke kommen an die Wand

Von: M. S.
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Gelungene Premiere! Der „Kuns
Gelungene Premiere! Der „Kunstkreis Nordeifel” eröffnet seine Ausstellung im Hause des Belgischen Rundfunks und setzt somit ein Zeichen für die gute Beziehung zwischen der Eifel und Ostbelgien. Foto: Manfred Schmitz

Nordeifel/Eupen. Seit Jahren schon praktizieren die Kulturschaffenden des Monschauer Landes und der Deutschsprachigen Gemeinschaft (DG) Ostbelgiens buchstäblich grenzenlos rege und fruchtbare Zusammenarbeit.

Der Kunstkreis Nordeifel mit seinem Vorsitzenden Hilmar Weber stellte seine aktuellen Werke gleich mehrfach in Musentempeln von Bütgenbach oder Malmedy aus. Nun jedoch erlebte die Kreativtruppe von der Rur an der Weser eine vergleichsweise späte, dafür umso brillantere Premiere.

In sonntäglicher Matinee eröffnete DG-Ministerpräsident und Schirmherr Karl-Heinz Lambertz die Kunstausstellung „Blickwinkel x 14”. Im Hause des Belgischen Rundfunks (BRF) am Eupener Kehrweg zeigen 14 Kunstkreisangehörige aus der gesamten Aachener Städteregion sowie aus der gastgebenden DG-Hauptstadt jetzt fast 140 ihrer neuesten Werke.

Die Jury unter Dr. Hajo Peters Leitung hatte angesichts nominierter, hoher Qualitätsstandards die Auswahl der Besten. Kunstkreis-Vorstandsmitglied Herbert Baltus: „Ich bin positiv überrascht von der gebotenen Exponate-Vielfalt, den spritzigen und ausgefallenen Ideen in Materialien und Design der Objekte!”

Ernst Bernhauser (Heimbach), die Aachenerin Birgit Bodden, Didier und Klaus Gehlen (beide Mützenich), Philippe Gobiet mit Eupener Lokalnimbus, Irmgard Großgloß, Herzogenrath, Leo Henz und Manfred Hilgers (beide Monschau), Irene Johnen (Kesternich) , Günter Kirch (Rohren), Franz - Josef Kochs (Alsdorf), Rosemarie Köhnen (Monschau), Heinz Nellessen (Dedenborn) und der Alsdorfer Martin Otten präsentierten ihre Arbeiten in üppiger Bandbreite in Öl, als Acryl- und Aquarellmalerei, in Collagentechnik, als Zeichnungen mit Blei- und Buntstift, mit Wachskreide, gestalteter Pappe, in Bronzestatuettenform, durch Tonelemente oder Designerstudien.

Die Vernissage in behaglich-kommunikativem Rahmen wurde von Stephan Laschet und Alain Flas (Flügel, Trompete, Gitarre) sowie der Sängerin Madelaine musikalisch virtuos umrahmt, Reminiszenzen an den großen „Satchmo” und die Beatles erwachten unausweichlich.

BRF-Kulturredakteur Rudolf Kremer wies in einem Grußwort auf die gemeinsame historische Vergangenheit des Monschauer und Eupener Landes hin: „Unser attraktives und multifunktionales Funkhaus wäre mit seinem ursprünglichen Zweck für Sendung und Programm allein nicht ausgelastet. Deshalb öffnen wir es regelmäßig für Kunst- und Kulturgenuss der Region.”

Kremer hieß unter den Gästen auch Hans-Josef Hilsenbeck für die Städteregion und Marc Topp als Vertreter der Gemeinde Simmerath willkommen. Kunstkreis-Vorsitzender Hilmar Weber erklärte, für die ausstellenden Künstler seien zur Motivsuche das Sehen, Erkennen und Festlegen wesentliche Voraussetzungen zum Projektstart und -gelingen.

„Blickwinkel x 14” sei Ausdruck für das Wesen der Nordeifler Art-Gemeinschaft: „Unsere Mitglieder sind ausgebildete, professionelle Künstler, ebenso Autodidakten wie talentierte Freizeitmaler und Bildhauer. Sie alle finden bei uns ihre Heimat. Darum schaue ich mit ausgesprochen guten Ausblicken in die Zukunft dieser Künstlergruppe.”

Schirmherr Lambertz freute sich über das Zustandekommen der vielfältigen Leistungsschau: „Gut nachbarliche Beziehungen zwischen Ostbelgien und der deutschen Eifel sind enorm wichtig! Trennende Grenzen wie der Eiserne Vorhang sind gottlob überwunden, in der Euregio Maas/Rhein und im Dreiländereck Maastricht, Eupen, Aachen werden Probleme gemeinsam angepackt und einvernehmlich im Sinne guter Nachbarschaft zum Wohle aller Partner gelöst. Die völkerverbindende Kunst ist dafür ein ideales Begleitelement, sie ist eine Sprache, die alle verstehen. So mag Europa zusammenwachsen!”

Die Ausstellung ist bis Sonntag, 28. Oktober 2012, geöffnet, und zwar montags bis freitags von neun bis 18 Uhr sowie sonntags von elf bis 18 Uhr.
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