Kunst aus der Eifel: Nähe zum Rursee inspiriert

Von: Gudrun Klinkhammer
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Heinz Nellessen, Leo Henz, Elfi Sortire-Steinmann, Ernst Bernhauser, Maria Engel und Anne Rader (v.l.) zeigen ihre Kunst. Foto: G. Klinkhammer

Einruhr. „Das ist aus halbvermodertem Ahornholz gefertigt“, antwortete Heinz Nellessen im Heilsteinhaus einem Ausstellungsbesucher. Dieser hatte sich über die eigenwillige Maserung gewundert, die die Holzarbeiten von Heinz Nellessen an den Tag legen. Der Künstler fügte seinen Ausführungen noch hinzu: „Leider ist von diesem Holz kaum noch etwas da, ich muss mal wieder auf die Suche gehen.“

Zum 21. Mal wurde am Sonntag in Einruhr die Ausstellung „KADE“ eröffnet. „KADE“ steht für „Kunst aus der Eifel“. Seit eben mehr als zwei Jahrzehnten findet sich jedes Jahr wieder eine Gruppe von Künstlern zusammen, die ihre Arbeiten in der Sommerzeit in Einruhr im Heilsteinhaus zeigt. In diesem Jahr bieten die Kunstschaffenden erstmals Workshops an, die die Ausstellung begleiten.

Christoph Poschen, Ortsvorsteher von Einruhr, sprach während der Vernissage, ebenso der stellvertretende Bürgermeister von Simmerath, Bernd Goffart. Bürgermeister und Schirmherr Karl-Heinz Hermanns befindet sich derzeit im Urlaub. Poschen: „Einruhr hat ja immer einiges zu bieten. Doch gerade in diesem Jahr, in dem der Sommer seinen Namen nicht verdient hat, sind wir über die Ausstellung und die neuen Schnupperkurse sehr glücklich.“

Poschen hob hervor, dass die teilnehmende Ausstellerin Anne Rader, die Landschaften und mehr in Öl und Pastell zeigt, viele Jahre in Einruhr gelebt hat. Die Nähe zum Rursee scheint die KADE-Gestalter generell zu inspirieren. Motive wie Segelboote und Sonnenuntergänge finden sich sowohl in den Malereien als auch in den plastischen Arbeiten wieder.

Hervorstechend schön ist die Punktemalerei auf Stein von Elvi Soretire-Steinmann. Lange Jahre lebte die Wahl-Gemünderin in Australien. Dort schaute sie sich die Maltechnik bei den Aborigines, den Ureinwohnern Australiens, ab. Ebenfalls sehr apart ist die Raku-Brand-Technik der Keramikerin Maria Engel. Ernst Bernhauser und Leo Henz dagegen widmen sich der Malerei und dem Zeichen mit Pastellkreide, Tusche und Zeichenstift.

Die vielen Besucher der Vernissage freuten sich über die schönen An- und Einblicke, die ihnen die Künstler ermöglichen. Für die musikalische Gestaltung sorgte die versierte Musicaldarstellerin Eva Völl. Die Ausstellung „21. KADE“ im Heilsteinhaus in Einruhr ist noch bis Sonntag, 4. September, zu sehen. Geöffnet ist die Schau täglich, auch am Wochenende, von 10 bis 17 Uhr. Nähere Informationen und Anmeldemöglichkeiten für die begleitenden Kurse gibt es beim ausrichtenden Orts- und Verkehrsverein unter 02485/317.

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