Aachen - Kulturfestival der Städteregion: Geheimtipp statt Massenevent

Kulturfestival der Städteregion: Geheimtipp statt Massenevent

Von: Udo Kals
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Franziska Petri: Jim Rakete hat zahlreiche deutsche Filmschaffende für seine Schau „Stand der Dinge” fotografiert, die im Rahmen des Kulturfestivals ab dem 7. Juli in Teilen im Kunst- und Kulturzentrum (KuK) in Monschau zu sehen sein wird. Foto: Jim Rakete

Aachen. Ob Reinhold Beckmann oder Apparat, Jim Rakete oder Dyse - es bleibt dabei: Für Dr. Nina Mika-Helfmeier ist es die Mischung zwischen regionalen Künstlern, nationalen Underground-Artisten und bundesweit bekannten Künstlern, die das Kulturfestival der Städteregion zu einer besonderen Veranstaltungsreihe macht.

„Dabei soll das Festival weiterhin mehr Geheimtipp als Massenevent sein. Wir sind nicht kommerziell und setzen nicht auf Effekthascherei”, sagt die Kulturbeauftragte der Städteregion, die derzeit das anspruchsvolle Programm zu Ende „strickt”, das bei der neunten Auflage vom 1. Juni bis zum 24. August über die Bühnen und Plätze der Städteregion geht. Der lange Zeitraum sei der Fußball-Europameisterschaft geschuldet, mit der sie ebenso wenig in Konkurrenz treten wolle wie mit bekannten Veranstaltungsreihen wie dem Aachener September Special (voraussichtlich 13. bis 16. September) oder dem Eschweiler Music Festival (6. bis 8. Juli).

„Ob Kirchen, Schulen, Burgen, Museen oder Parkanlagen - wir werden dieses Jahr wieder viele verschiedene Räume in allen Kommunen der Städteregion bespielen. Und das weiterhin zum Nulltarif”, sagt die 50-Jährige. Wobei: „Bei den Events in geschlossenen Räumen, bei denen es ja nur ein bestimmtes Platzkontingent gibt, werden wir eine Vorverkaufsgebühr von zwei oder drei Euro erheben.” Damit will sie Lehren aus den Vorjahren ziehen, als die Tickets kostenlos waren. „Bei der ein oder anderen Veranstaltung sind fünf Prozent der Karteninhaber nicht gekommen, aber wir hatten bis zu 70 Leute auf einer Warteliste. Das soll sich jetzt ändern”, sagt sie.

Beckmann, Plewka, Mehrling

Im Mittelpunkt des Festivals 2012 steht das Projekt „Signal X”, wobei „das X als römische Zahl für die zehn Kommunen der Städteregion, aber auch für das Unbekannte steht. Denn das Projekt soll jedes Jahr ein Überraschungspaket sein”, erläutert Mika-Helfmeier, die sich selber in den Tagen und Wochen noch überraschen lassen muss. Denn: Noch ist nicht klar, ob auf dem Innenhof des Zinkhüter Hofs in Stolberg ein ein- oder zweitägiges Musikfestival stattfinden wird. „Berliner Bands wie Apparat und Dyse treten mit Sicherheit auf, mit anderen laufen noch Verhandlungen”, sagt Mika-Helfmeier und erläutert die beiden weiteren Standbeine von „Signal X”. Zum einen werden - wie im Vorjahr - Mitglieder des Kreativprojekts „String Theory” Songs regionaler Bands mit deren Unterstützung neu arrangieren und als Orchester in Alsdorf aufführen. Zum anderen wird für einen Stummfilm eine neue Musik komponiert - die Aufführung wird in Aachen stattfinden.

Zudem kehrt das Kulturfestival wie in jedem Jahr zu seinen Ursprüngen als reines Straßentheaterfestival zurück. So wird es im Sommer wiederum Tanz- und Theater-Gastspiele geben. Zudem werden Talkmaster Reinhold Beckmann, der mit seiner Band mit ein Musikprogramm gastiert, Jan Plewka, Mitbegründer der Band Selig, sowie Katharine Mehrling mit einem Edith-Piaf-Abend im Rahmen des Kulturfestivals auftreten. Und damit soll nicht Schluss sein. „Weitere Namen werden noch kommen”, verspricht Mika-Helfmeier.

Jim Rakete: Von Frankfurt und Berlin nach Monschau

Flankiert wird das Kulturfestival - wie im Vorjahr - von einer Fotoausstellung im Kunst- und Kulturzentrum (KuK) der Städteregion in Monschau. Zeigte 2011 der Niederländer Anton Corbijn ältere Auszüge seines fotografischen Könnens, wird in diesem Jahr Jim Rakete mit seiner aktuellen Schau „Stand der Dinge” kommen. „Nach Frankfurt und Berlin ist Monschau die dritte Station dieser Ausstellung, die wir in Teilen zeigen. Das ist Wahnsinn”, freut sich Mika-Helfmeier bereits jetzt auf die Eröffnung am 7. Juni. Bis zum 23. September werden im Kuk auch Fotos der Serie „Vertraute Freunde” zu sehen sein.
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