Künstlergruppe Kade: Die Ideen gehen nicht aus

Von: M. S.
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Im Heilsteinhaus Einruhr daheim, aber seit 19 Jahren „nach draußen“ positiv wirkende Eifelbotschafter: Die Künstlergruppe Kade. Foto: Manfred Schmitz

Einruhr. Nicht wenige kulturelle Vereinigungen werden nach ihrer Gründung nur kurze Zeit von der Muse geküsst – sie verschwinden so rasch, wie sie sich finden. Ein Beispiel an Beständigkeit und Durchhaltevermögen dagegen ist die Künstlergruppe Kade (Kunst aus der Eifel). Sie wird 2015 ihr 20-jähriges Bestehen feiern, weil ihr gute Ideen nicht ausgehen.

Zur 19. Vernissage an ihrem Stammsitz, dem Einruhrer Heilsteinhaus, präsentierten sechs Eifeler Kunstschaffende Werke aus der jüngsten Schaffensperiode. Sie werden noch bis zum 31. August, täglich von zehn bis 17 Uhr, zu sehen sein.

Die Präsentation des veranstaltenden Orts- und Verkehrsvereins im Seedorf steht diesmal unter der Schirmherrschaft des Einruhrer Ortsvorstehers Christoph Poschen, Aufsichtsratsvorsitzender der Rursee-Touristik. Er hieß eine stattliche Gästeschar willkommen. Festredner Poschen wies auf die „enge Verbindung des Ferienortes Einruhr mit Urlaubsgenuss für zahlreiche Touristen“ hin, zu deren Gaumenfreuden und Erholung in unverbrauchter Eifelnatur sich nun zwei Wochen Gelegenheit biete, ebenso unverfälschte Eifelkunst zu genießen. Da sei es Ehrensache, folgerte Poschen, „dass sich der Orts- und Verkehrsverein einmal mehr als guter Gastgeber erweist“.

Ernst Bernhauser aus Heimbach stellte den Anwesenden seine Kollegen kurz vor. Bernhauser ist mit Objekten aus Pastellkreide in der kreativen Runde vertreten und zählt, wie der Dedenborner Heinz Nellessen, (Öl und Aquarell) zu den beiden „Gründervätern“ der Vereinigung. Zwei Gäste verleihen der Gruppe frische Akzente. Die Aachener Keramikerin Trude Adler (Figuren und Statuetten aus Ton) stieß auf Empfehlung des pausierenden, töpfernden Gruppenmitgliedes Maria Engel („Zum Jubiläum bin ich, so Gott will, wieder dabei“) in die Runde. Trude Adler fühlt sich in der Gemeinschaft „wohl und gut aufgehoben, das ist eine tolle Truppe“. Auch Prof. Dr. Michael Grade aus Weilerswist bereut seine Teilnahme-Zusage nicht: „Ich habe mich mit vielen neu geschaffenen Bildern, Tuschezeichnungen und Collagen, gut auf die bekannte Ausstellung am Rursee vorbereitet und bin gern dabei!“

Das künstlerische Sextett komplettieren Donata Reinhardt aus Mechernich (Fotos und Collagen) und der Monschauer Leo Henz mit lebendigen Buntstiftzeichnungen. Bernhauser dankte Laudator Poschen wie Karin Birkhoff, Leiterin des Heilsteinhauses und dem stellvertretenden Städteregionsrat Hans-Josef Hilsenbeck für deren Jahr für Jahr bewiesene tatkräftige Unterstützung bei Planung und Durchführung der überregional anerkannten Ausstellung.

Den musikalischen Veranstaltungsrahmen besorgte die Wahl-Hirschrotterin Caroline Dijkman. Sie hat sich in der Musenszene unter dem Pseudonym „Vooks“ einen Namen gemacht. Die Solistin trug zur Freude ihres Auditoriums auf dem Scheitholt, ein der Zither ähnliches Saiteninstrument, uralte und dennoch unvergessene deutsche Volkslieder vor. Wieder einmal überzeugte die Gruppe ihr treues Publikum und gewann neue Anhänger.

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