Künftig soll die genaue Wartezeit angezeigt werden

Von: ag
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Am Bushof in Imgenbroich werden die Fahrgäste bereits über die genaue Ankunftszeit der Busse auf dem Laufenden gehalten. In ähnlicher Form soll das auch bald am Bushof in Simmerath der Fall sein. Foto: H. Schepp

Simmerath. Die Gemeinde Simmerath will für den Bushof in Simmerath zwei sogenannte „dynamische Fahrgastinformationsanlagen“ (DFI-Anlagen) anschaffen. Das hat der Struktur- und Hochbauausschuss in seiner jüngsten Sitzung einstimmig beschlossen. Die Anlagen sollen die Fahrgäste über die aktuell angebotenen Fahrten unterrichten.

Das heißt, wer in Zukunft am Bushof auf seinen Anschluss wartet, der bekommt genau angezeigt, wie lange es noch bis zum Eintreffen des Busses dauern wird. Die Wartezeit wird in Form von rückwärts laufenden Minuten angegeben.

Aber auch sehbehinderte Menschen sollen von den Anlagen profitieren, denn neben der optischen Anzeige können die Informationen per Knopfdruck auch akustisch erfolgen. Die Verwaltung ist sich sicher, dass so die Akzeptanz des ÖPNV gesteigert werden kann.

Technisch funktioniert das Ganze, indem die aktuellen Standorte der Busse über GPS geortet werden. Die Zeit und der Standort werden dann an das rechnergesteuerte Betriebsleitsystem in der Leitstelle der Aseag übermittelt. Von dort aus werden dann die aktuellen Abfahrtszeiten über das Mobilfunknetz direkt auf die Anlagen übertragen.

Bereits Ende des Jahres 2015 hatte die Gemeinde der Aseag ihr Interesse an solchen Anlagen mitgeteilt. Da die Anlagen über ein ÖPNV-Investitionsförderprogramm zu 85 Prozent bezuschusst werden sollen, hat die Aseag Anfang des Jahres bei der Nahverkehr Rheinland GmbH einen entsprechenden Antrag gestellt. Insgesamt wird mit Kosten in Höhe von 70.000 Euro gerechnet.

Im Fall einer Förderung wären von der Gemeinde Simmerath 10.500 Euro aufzubringen. Ohne Förderung ist eine Anschaffung der Anlagen nicht möglich. Die Aseag geht davon aus, dass die Installation der Anlagen im kommenden Jahr erfolgen kann. Zu den Folgekosten zählen die Wartungs- und Reparaturkosten, die aber noch nicht beziffert werden können. Hinzu kommen die Stromkosten in Höhe von circa 700 Euro jährlich pro Anlage.

Christoph Poschen (CDU) sprach sich für die Anschaffung aus. Auf der einen Seite müsse man zwar die Ausgaben sehen, auf der anderen Seite würden aber der Bushof und der ÖPNV aufgewertet. Daher sei die Anschaffung „eine sinnvolle Maßnahme“. Gregor Harzheim (SPD) erklärte, das Thema sei in seiner Fraktion intensiv diskutiert worden.

Im Mittelpunkt habe die Frage gestanden, ob die Anlagen eine Investition in dieser Höhe wert seien. Man sei schließlich zu dem Ergebnis gekommen, dass dadurch die Attraktivität des ÖPNV gesteigert werden könne und werde der Anschaffung zustimmen. „Auch wenn es Geld kostet, sind wir für die Maßnahme“, sagte Reinhold Koeller (UWG). Eine Verweigerung würde einen Rückschritt in der Infrastruktur bedeuten. Er regte an, die Informationsanlagen mit Werbung zu kombinieren.

Das sei mit Blick auf die Förderung nicht möglich, teilte die Verwaltung mit. Man könne aber überlegen, eine zusätzliche Werbetafel am Bushof aufzustellen. Klaus Stockschlaeder (Grüne) sprach von einer „sehr guten Maßnahme“ mit der die Attraktivität des ÖPNV gesteigert werden könne. Wichtig sei, die Fördermittel für diese Maßnahme zu erhalten.

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