Künftig keine Raketen mehr in der Monschauer Altstadt erlaubt

Von: P. St.
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Einen vom Feuerwerk hell erleuchteten Himmel über der gesamten Altstadt Monschau wird es nicht mehr geben. Das Abbrennen von Raketen und dergleichen im historischen Kernbereich ist ab sofort verboten.

Monschau. Raketen, Schwärmer, Vulkane, Bombetten und Böller liegen zwar noch nicht auf den Wühltischen, aber Silvester ist nicht mehr weit, und dann darf endlich wieder geknallt werden, aber nicht überall.

Auch in der Stadt Monschau hat man sich dazu entschlossen, für die Altstadt Monschau eine Allgemeinverfügung über das Abbrennen von pyrotechnischen Gegenständen in der historischen Altstadt zu erlassen. Diese Verfügung tritt punktgenau in Kraft - nämlich zum 31. Dezember 2010.

Als zu groß schätzt man inzwischen die Gefahr ein, dass durch den unbedachten und leichtfertigen Umgang mit pyrotechnischen Gegenständen, nicht nur hervorgerufen durch angetrunkenen Übermut, kann es zu Gefahrenrisiken nicht nur für Personen sondern auch für die historische Bausubstanz der Altstadt kommen kann.

Die enge Bebauung der Stadt und die Beschaffenheit der Gebäude erhöhen das Brandrisiko. Schlecht sitzende Schieferplatten an Dächern, Dachläden und Lüftungsöffnungen bieten vielfache Eintrittsmöglichkeiten für Feuerwerkskörper, die beim Entzünden immerhin eine Temperatur von rund 2000 Grad erreichen können.

Nicht zum ersten Mal befasst sich Monschau mit dem Thema Feuerwerk. Bereits im Juli 2009 wurde eine Verordnung erlassen, die ein Abbrennen von pyrotechnischen Gegenständen in unmittelbarer Nähe von Kirchen, Krankenhäusern Kinder- und Altenheimen sowie Reet und Fachwerkhäusern untersagte. Anlass zur dieser verschärften Regelung boten durch Silvesterfeuerwerk ausgelöste Brände in den historischen Stadtkernen von Goslar, Tübingen, Nürnberg und Bad Münstereifel.

Hoffnung auf Verständnis

Ortsvorsteher Georg Kaulen meinte in der Sitzung des Hauptausschusses, dass dieses Verbot zwar für einige Bewohner und Besucher der Altstadt, für die das Abfeuern von Raketen und Knallkörpern in der Silvesternacht dazu gehöre, eine Einschränkung der Lebensqualität darstelle, „allerdings sollten uns die Beispiele aus den letzten Jahren, als es in historischen Altstädten zu Bränden mit teilweise erheblichen Schachschäden kam, genügend Warnung sein, in Monschau auf das Abbrennen von pyrotechnischen Gegenständen zu verzichten.”

Die Einschränkung greift im Geltungsbereich des Ortsstatutes. Als Ausweichmöglichkeit wird in der Silvesternacht der nicht überdachte Bereich des Parkplatzes Burgau vorgehalten. Ein Parken ist während dieser Zeit dort nicht zulässig. An den Zufahrtsstraßen zum Stadtkern und innerhalb der Stadt werden an markanten Stellen entsprechende Hinweisschilder auf das Verbot aufgestellt.

Georg Kaulen bittet auch die Betreiber von Übernachtungsbetrieben, ihre Gäste auf das Verbot hinzuweisen und bei diesen Verständnis zu wecken, „damit unsere Altstadt vor Schäden bewahrt wird und auch zukünftig einen Besuch wert ist.”

Dass sich zukünftig die Freunde des Silvesterfeuerwerks auf dem Parkplatz Burgau treffen, hat für den Monschauer Ortsvorsteher durchaus seinen Reiz: „Vielleicht wird ja ein Event daraus.”
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