Kritische Töne bei der Hansa Simmerath

Von: ame
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Der 1. Vorsitzende Manfred Abel und Geschäftsführerin Anja Schalloer (stehend links) übernahmen die angenehme Aufgabe, Mitglieder der Hansa für langjährige Treue zum Verein auszuzeichnen. Foto: A. Mertens

Simmerath. Von einem „äußerst turbulenten Verlauf“ des zurückliegenden Jahres 2012 berichtete Manfred Abel, der 1. Vorsitzende der 1921 gegründeten Hansa-Gemeinschaft Simmerath, bei der Mitgliederversammlung des Vereins im Freizeitzentrum des BGZ an der Walter-Bachmann-Straße.

„Es galt, Abschied zu nehmen von der Josef-Jansen-Sportstätte, dem jahrzehntelangen Mittelpunkt des sportlichen Treibens der Hansa. Das Schwimmbad hatte bereits 2010 den Betrieb eingestellt, im Sommer 2012 folgte die endgültige Schließung der Turnhalle. In den Wintermonaten wurden die Hallenstunden in die Sporthallen des Berufskollegs und der Hauptschule verlegt. Hier mußten zum Teil recht deutliche Abstriche bezüglich des Trainingsprogramms in Kauf genommen werden. Mit der Ausrichtung der vom Geloog durchgeführten Eifel-Olympiade fand die letzte große Veranstaltung auf dem Sportplatzgelände statt. Die Josef-Jansen-Sportstätte musste zwischenzeitlich einem Neubaugebiet weichen“, ging Abel auf die Geschehnisse im zurückliegenden Berichtszeitraum ein.

Notbetrieb wieder eingestellt

Die Schwimmabteilung konnte den Notbetrieb, bei dem die Einheiten auf 5 Schwimmbäder verteilt wurden, im Oktober 2012 einstellen und zum völlig neuen Schwimmbad, dem SimmBad an der Walter-Bachmann-Straße, übersiedeln.

Manfred Abel monierte mit Nachdruck „die nicht immer sachlich geführte Diskussion über den neuen Sportplatz“, die ihm und seinen Vorstandskollegen doch sehr zugesetzt hätten. „Der Eiertanz um den neuen Sportplatz, wo immer neue Lösungsmöglichkeiten in die Diskussion eingebracht wurden, erwies sich als äußerst grotesk“, betonte er. In einer Ratssitzung im Dezember 2012 hatte der Gemeinderat letztlich den Neubau eines Kunstrasenplatzes zwischen der Schwimm- und der Sporthalle beschlossen. Die Fußballabteilung wird sich mit entsprechender Eigenleistung (z.B. Pflaster- und Zaunarbeiten sowie Rodungen) einbringen.

In Kürze sollen die Planungen zum Bau eines Vereinshauses vorgestellt werden. „Wir warten diesen Termin noch ab, um dann unsere Ideen zum eventuellen Bau eines Sportheims einbringen zu können“, informierte Abel die Versammlung über ein weiteres wichtiges Projekt.

Nach diesen anfänglich doch sehr kritischen Tönen zu Beginn der Versammlung nahmen der 1. Vorsitzende Manfred Abel sowie Geschäftsführerin Anja Schalloer die angenehme Gelegenheit wahr, Hanseatinnen und Hanseaten für langjährige Treue zum Verein auszuzeichnen. Auszeichnungen erfuhren dabei Erwin Braun (70-jährige Mitgliedschaft), Karl-Heinz Peters, Erich Stollenwerk und Reiner Wollgarten (jeweils 60 Jahre), Bernhard Schönhofer (50 Jahre), Karin Abel, Norbert Breidenich, Walter Frings, Olaf Gruhn und Christine Kell (jeweils 40 Jahre) sowie Leni Braun, Georg Johnen, Christa Kreitz, Yvonne Lammering und Anni Scharwarth (jeweils 25 Jahre). In Abwesenheit wurden auch Ernst Gruhn und Kurt Stollenwerk (jeweils 50 Jahre), Josef Frings (40 Jahre) sowie Christian Breuer, Nils-Holger Jansen, Hans Joachim Krebs, Klaus Münch und Anne Stollenwerk (jeweils 25 Jahre) geehrt.

Wilfried Braunsdorf, der Vorsitzende des Aachener Turngaus, zeichnete Manfred Abel mit der goldenen Ehrennadel des Turngaus aus. „Abel hat durch hervorragende Leistungen bei Landes- und Deutschen Turnfesten nachhaltig auf sich aufmerksam gemacht.“

Geschäftsführerin Anja Schalloer ging in ihrem Bericht auf sportliche und außersportliche Aktivitäten ein. Dem Verein gehören zu Beginn des neuen Jahres 881 Mitglieder an. Das Betätigungsfeld der Hansa beschränkt sich auf Aktivitäten in den Sparten Blasmusik, Fußball, Handball, Koronarsport, Leichtathletik, Lungensport, Orientierungslauf, Schach, Schwimmen, Tischtennis, Turnen und Volleyball.

Schatzmeisterin Petra Motter gab der Versammlung einen detaillierten Überblick über die finanzielle Situation der Hansa. Die beiden Prüfer Guido Schütz und Dr. Michael Schalloer bescheinigten Petra Motter eine korrekte Kassenführung. Es erfolgte die einstimmige Entlastung des Vorstandes durch die Versammlung.

Jugend soll selbst entscheiden

Die Versammlung beschloss eine Satzungsänderung. In dieser wurde verankert, dass sich die Jugend der Hansa selbstständig führen und verwalten und über die Verwendung der ihr zufließenden Mittel ebenfalls selbstständig entscheiden soll. „Die Abteilung soll spartenübergreifend agieren, ausschließlich von Jugendlichen vorangetrieben werden und eine gewisse Eigendynamik entwickeln“, betonte Abel.

Der 1. Vorsitzende Manfred Abel und die Geschäftsführerin Anja Schalloer stellten nach gemeinsamer zehnjähriger Vorstandsarbeit ihre Ämter zur Verfügung. Als neuer 1. Vorsitzender der Hansa wurde Ingo Braun gewählt. Der Posten des Geschäftsführers blieb vakant; der stellvertretende Geschäftsführer Horst Nießen übernimmt die Aufgaben zunächst kommissarisch. Vakant blieb außerdem die Position des 2. Schatzmeisters.

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