Kritische Gewässer sollen im Auge behalten werden

Von: P. St.
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Nur in Trockenzeiten ist der Vorfluter in der Roetgener Kalfstraße so ruhig. Bei Starkregen wird der Wegeseiten-graben zum reißenden Bach. Foto: P. Stollenwerk

Roetgen. Immer wieder bereitet der Vorfluter in der Roetgener Kalfstraße Sorgen. Das Gewässer ist zwar relativ klein, aber aus Sicht der Anwohner kann der Wegeseitengraben, insbesondere bei stärkeren Regenfällen, zum Problem werden.

Dies wurde jetzt auch in der Sitzung des Roetgener Betriebsausschusses deutlich, wo Vertreter des Wasserverbandes Eifel-Rur (WVER) über den Sachstand berichteten. Bei dem Vorfluter handelt es sich um ein Siedlungsgewässer, das nicht in Verlängerung des Schleebaches in die Dreilägerbachtalsperre gelangen darf.

Im Ausschuss wurde mehrfach Kritik am schleppenden Verlauf bei der Ertüchtigung des Vorfluters geübt. In Kooperation mit der Gemeinde Roetgen will der Wasserverband Eifel-Rur nun die kritischsten Punkte betrachten und ein Ingenieurbüro beauftragen, um zu einer effektiven und kostengünstigen Lösung zu kommen. Auch die Gemeinde Roetgen, betonte Bürgermeister Jorma Klauss, sehe sich da in der Verantwortung.

Mehrfach mahnte Bernd Vogel (UWG) an, der sich mit der Gewässersituation in Roetgen detailliert auseinandergesetzt hat, dass eine Lösung nicht auf die lange Bank geschoben werden dürfe. Gerade bei starken Niederschlägen gehe von dem ungesicherten Vorfluter in der Kalfstraße eine Gefahr aus.

Auch Ausschussvorsitzender Rainer Nießen vermisste bei der Problemlösung den roten Faden der Zuständigkeit, und Rainer Welzel (UWG) wünschte sich einen Zeit- und Kostenplan.

In diesem Punkt konnte der WVER-Vertreter einen Hoffnungsschimmer erkennen lassen. Im Frühjahr 2017 könnte die Baumaßnahme erfolgen, „aber mit vielen Fragezeichen“.

Starkregen ist auch das Problem beim Regenüberlaufbecken in der Roetgenbachstraße. Hohe Niederschlagsmengen führen regelmäßig dazu, dass die ankommende Fracht aus dem Mischwasserkanal abgeschlagen wird, sobald der Staukanal voll ist. Da es in solchen Situationen zu heftigen Turbulenzen kommen kann, kommt es auch immer wieder zu Verunreinigen beim Abschlag (1240 Liter pro Sekunde sind genehmigt) in den Roetgenbach, auch wenn es sich dabei überwiegend um Regenwasser handelt.

Die Problematik von in Gewässer eintretenden Schwebstoffen bei Abschlägen träten bei allen 300 Regenüberlaufbecken im Verbandsgebiet auf, erläuterte ein WVER-Vertreter. Der Staukanal in der Roetgenbachstraße sei bis 2025 genehmigt und eine weitere Betriebsgenehmigung darüber hinaus sei auch zu erwarten.

Bernd Vogel (UWG) meinte, dass es das Ziel sein müsse, aus dem Wald ankommendes Regenwasser frühzeitig von der Ortslage fernzuhalten.

Dem Vorschlag von Peter Schneider (CDU), bereits oberhalb der Roetgenbachstraße ein weiteres Entlastungsbauwerk zu schaffen, hielt der WVER die hohen Kosten entgegen. Grundsätzlich aber müsse man festhalten, so der WVER-Vertreter, dass in den vergangenen Jahren eine Häufung der Starkregenreignisse beobachtet werde.

Peter Schneider sah beim Thema Oberflächenentwässerung in Roetgen ein generelles Problem. „In Roetgen versickert einfach nichts. Hier gibt es zehn Zentimeter Mutterboden und dann folgt Lehm.“

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