Simmerath - Kritik an Helmut Etschenberg ist „keine Majestätsbeleidigung”

Kritik an Helmut Etschenberg ist „keine Majestätsbeleidigung”

Von: ess
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Simmerath. „Die FDP will keinen Streit vom Zaun brechen, aber Kritik an Helmut Etschenberg darf auch nicht wie Majestätsbeleidigung gewertet werden.” Hermann-Josef Bongard, Fraktionsvorsitzender der FDP in Simmerath, beansprucht für seine Farben, Kritik üben zu dürfen, wann es geboten erscheint.

Dieser Zeitpunkt ist für die Liberalen offenbar gekommen, denn, so Bongard, „Städteregionsrat Etschenberg macht zumindest zur Zeit keine sonderlich glückliche Figur”.

Es geht um das St. Brigida-Krankenhaus, den am 1. Juli geplatzten Trägerwechsel und das Vetorecht des Kölner Erzbischofs Joachim Kardinal Meisner, denn die Auflassungsvormerkung im Grundbuch zu Gunsten der Zellitinnen lasse sich durch ein Insolvenzverfahren eben nicht aus der Welt schaffen, wie anfangs behauptet.

Bongard: „Städteregionsrat Etschenberg hat gegenüber dem Kardinal zu starken Vokabeln gegriffen und musste anschließend zurückrudern.” Das gelte auch für andere „Wasserstandsmeldungen”, die dann „so nicht zutreffend” gewesen seien, deutete Bongard an, dass der Städteregionsrat in Simmerath einiges an Kredit verspielt hat.

Wie Bongard legt auch Werner Pfeil, Kreisvorsitzender und stellvertretender Fraktionsvorsitzender im Städteregionstag, ein klares Bekenntnis zum Simmerather Krankenhaus ab. Die gesetzlichen Vorgaben des Krankenhausbedarfsplanes seien unbedingt einzuhalten, und auf die Geburtshilfe, so Pfeil, „möchten die Liberalen auch nicht verzichten”.

Mit dem von der FDP geforderten „Plan B” sei nicht die Reduzierung der Leistungen auf eine Notfallambulanz und eine Hebammen gestützte Geburtshilfestation gemeint, so Pfeil in einer Stellungnahme weiter: „Diese Reduzierung war ein Notfallplan für den Fall, dass von heute auf morgen die Türen zu sind.”

„Plan B” bedeute für die FDP die „unbedingte Beibehaltung einer funktionierenden medizinischen Versorgung”. „Die Bemühungen waren halt nur Bemühungen”, ordnet Werner Pfeil den Einsatz von Städteregionsrat Etschenberg und dessen Dezernenten ein. Im Interesse der Menschen in der Eifel und der Belegschaft des Krankenhauses müssten jetzt „positive Ergebnisse” her.
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