Nordeifel - Kriminalitätsstatistik: Straftaten nehmen ab, Delikte wiegen schwerer

Kriminalitätsstatistik: Straftaten nehmen ab, Delikte wiegen schwerer

Von: Andreas Gabbert
Letzte Aktualisierung:
5146880.jpg
Banküberfall am 22. November im Konzen: Die Zahl der Raubüberfälle in der Eifel ist im Jahr 2012 von 3 auf 8 gestiegen. Darunter waren zwei Überfälle auf Geldinstitute. Foto: Archiv/ H. Schepp

Nordeifel. Die gute Nachricht ist, dass die Straftaten in der Nordeifel weiter zurück gehen. Das geht aus der Kriminalitätsstatistik für das Jahr 2012 hervor, die die Polizei jetzt herausgegeben hat. Die Zahl der Straftaten ist um 9,18 Prozent von 1264 Fällen auf 1148 gesunken. Auch bei der so genannten Häufigkeitszahl (HZ), die die Anzahl der Straftaten pro 100 000 Einwohner angibt, ist ein Rückgang von 3487 auf 3176 zu verzeichnen.

Wie niedrig dieser Wert ist, zeigt der Vergleich mit der Stadt Aachen und der Städteregion. In Aachen liegt die HZ im Jahr 2012 bei 12 446. In der Städteregion (ohne Aachen) bei 7161. „Die Eifel ist nach wie vor ein sehr sicheres Pflaster und sicherer Wohnort“, sagte der Leitende Kriminaldirektor, Frank Hoever.

Die schlechte Nachricht ist, dass es im vergangenen Jahr im Bereich Monschau, Simmerath, Roetgen einen versuchten Mord und einen versuchten Totschlag gab. Im ersten Fall wollte sich nach Angaben der Polizei ein 84-Jähriger aus Lammersdorf nicht länger von seiner Frau bevormunden lassen. Im zweiten Fall hatte eine Frau am Auto ihres Mannes die Luft abgelassen, worauf dieser durchdrehte.

Wenig beruhigend ist auch der Anstieg der Vergewaltigungen . Deren Zahl ist im vergangenen Jahr von 2 auf 7 gestiegen. Dabei handelt es sich nicht um Überfälle, die Taten ereigneten sich im privaten Rahmen.

Gestiegen ist auch die Zahl der Raubüberfälle, in diesem Fall von 3 auf 8. Darunter waren zwei Überfälle auf Geldinstitute. Leicht gestiegen von 45 auf 53 ist auch die Zahl der Gewaltdelikte.

Die häufigsten Straftaten sind nach wie vor Diebstahldelikte. Deren Zahl lag 2012 bei 474. Im Vorjahr betrug sie noch 492. das ist ein leichter Rückgang um 3,66 Prozent. An zweiter Stelle in der Kriminalitätsstatistik steht die Straßenkriminalität. Hier ist ein Rückgang von 18,91 Prozent von 275 Fällen auf 223 zu vermelden. An dritter Stelle stehen 145 Sachbeschädigungen. Auch deren Zahl ist gesunken. Im Jahr 2011 waren es noch 179.

Immer häufiger werden die Menschen auch in der Eifel Opfer von Betrug. Hier schnellten die Zahlen um 18,6 Prozent in die Höhe. 129 Fälle waren es im Jahr 2011, 153 im Jahr 2012.

Von den 1148 Straftaten konnte die Polizei 43,64 Prozent aufklären. Im Bereich des Mordes, des Totschlags und der Vergewaltigungen liegt die Aufklärungsquote bei 100 Prozent.

Leserkommentare

Leserkommentare (5)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert