Kriminalitätsstatistik: Sechs Fälle von Kindesmissbrauch

Von: hes
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Kriminalitätsstatistik für Monschau, Simmerath, Roetgen
Die Kriminalitätsstatistik für die Nordeifel: Weniger Wohnungseinbrüche, mehr Diebstähle.

Nordeifel. Die Kriminalität in der Nordeifel ist 2016 gegenüber dem Vorjahr auf vergleichsweise niedrigem Niveau konstant geblieben. Dies geht aus dem am Montag veröffentlichten Kriminalitätsbericht der Polizei Aachen hervor.

Während auch die Aufklärungsquote insgesamt unter der 50-Prozent-Marke verblieb, stach ein Bereich besonders negativ heraus, nämlich die von zwei (2015) auf sechs Fälle gestiegene Zahl von sexuellem Missbrauch an Kindern.

Kein Mordfall, kein Totschlag

Die Polizei unterteilt ihre jährliche Statistik in 13 Bereiche von Mord und Totschlag über Raub, Einbruch und Diebstahl bis hin zu Betrug, Umwelt oder Computerdelikten. Dabei wird die Kriminalität in den drei Eifelgemeinden Monschau, Roetgen und Simmerath zwar statistisch zusammengefasst, liegt aber dennoch weit unter allen anderen Kommunen in der Städteregion. Gleichwohl scheint bei insgesamt 1371 Fällen (2015: 1365) der Begriff „heile Welt“ unangebracht, auch vor dem Hintergrund, dass hinter jeder Straftat auch persönliches Leid steht.

Immerhin gab es, anders als 2015, keinen Mordfall in der Nordeifel zu beklagen, und auch die Sparte Totschlag blieb wie im Jahr davor bei null. Drei Fälle von Vergewaltigung mussten Beamte dagegen im Jahr 2016 aufnehmen, wobei in allen drei Fällen der Täter zur Rechenschaft gezogen werden konnte oder noch wird. Besonders nachdenklich stimmt dagegen, dass gleich sechs Fälle von sexuellem Missbrauch an Kindern in der Statistik auftauchen und dass davon zwei noch nicht aufgeklärt sind. Von den zwei Fällen im Jahr zuvor wurde auch nur einer aufgeklärt. Sehr ähnliche Fallzahlen wie 2015 verbuchte die Kriminalpolizei dagegen in den Sparten Raub (2016 kein Überfall eines Geldinstituts), gefährliche und schwere sowie leichte Körperverletzung.

Wenn die Kriminalstatistik 2016 denn etwas Positives hat, dann ist es die rückläufige Zahl der Wohnungseinbrüche, die um fast ein Drittel von 97 auf 67 Fälle zurückging. Leider sank auch die Aufklärungsquote nochmals um vier auf knapp 18 Prozent.

Während Taschen- und Ladendiebstahl zwar anstiegen, in der Eifel aber eine eher untergeordnete Rolle spielen, verblüfft bei der Statistik für Diebstähle von Kraftfahrzeugen und Fahrrädern die geradezu entgegengesetzte Entwicklung: Nach 20 Autodiebstählen im Jahr 2015 waren es 2016 gerade mal noch die Hälfte in der Eifel.

Dafür wurden aber doppelt so viele Mopeds und Krafträder (28 statt 12) und deutlich mehr Fahrräder (33 statt 21) in Monschau, Roetgen und Simmerath entwendet. Während von zehn Autodiebstählen immerhin vier aufgeklärt wurden, konnte man sich beim Abhandenkommen seines Zweirades getrost davon verabschieden, lag doch hier die Aufklärungsquote 2016 unter zehn Prozent. In diese Sparte fallen auch noch 110 Fälle von Diebstählen aus Kraftfahrzeugen (plus sechs), von denen nur acht aufgeklärt werden konnten.

Eine deutliche Zunahme bei rückläufiger Aufklärungsquote bildet die Statistik in der Sparte Sachbeschädigung ab: 2015 konnte in einem Drittel der 149 Fälle der Übeltäter ausfindig gemacht werden, 2016 blieben von 195 Fällen immerhin 138 unaufgeklärt.

Mehr als verdoppelt hat sich 2016 die Zahl der Umweltdelikte, die von sechs auf 13 kletterte. Ein Delikt der Neuzeit sind Computerstraftaten, deren Anzahl zwar im letzten Jahr zunahm, die aber mit 18 (zuvor 13) Fällen vergleichsweise selten blieben.

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