Kriminalität in der Eifel sinkt, aber die Täter sind immer jünger

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Nordeifel. Polizeipräsident Klaus Oelze hat am Mittwoch in Aachen die Kriminalitätsstatistik für 2010 vorgelegt. Mit 9424 Fällen wurden im Vergleich zu 2009 (9492 Fälle) etwa 0,7 Prozent weniger Straftaten im Bereich des Polizeipräsidiums Aachen registriert.

Die Aufklärungsquote lag auch im Jahr 2010 mit 50,6 Prozent auf ähnlich hohem Niveau wie 2009 (51,6 Prozent). Somit wurde auch im vergangenen Jahr mehr als jede zweite Straftat geklärt.


Aufklärungsquote gestiegen

In Stolberg wurden 3589 Straftaten angezeigt (minus 5,8 Prozent), in Eschweiler 4673 (plus 7,5 Prozent). Ein zweistelliger Rückgang der Fallzahlen mit 12,6 Prozent wiesen die Nordeifelkommunen Monschau, Simmerath und Roetgen auf. Dort wurden 1198 Straftaten registriert. Im Eifelbereich stieg die Aufklärungsquote um 1,9 Prozent von 46,5 Prozent auf 48,4 Prozent.

Im Eifelbereich sank die Zahl der angezeigten Gewaltdelikte von 50 Straftaten im Jahr 2009 auf 44 im vergangenen Jahr (minus rund 12 Prozent). Gegenüber dem Jahr 2009 wurden in der Südregion (Stolberg, Eschweiler, Eifel) 30 Delikte weniger im Bereich der gefährlichen Körperverletzungen erfasst als im Vorjahreszeitraum. Es gelangten 288 Delikte (2009: 318 Delikte) zur Anzeige.

Die Zahl der in der Südregion verübten Raubdelikte stieg 2010 deutlich um 21 Fälle an. Nur im Eifelbereich gab es einen Rückgang von vier auf eine Raubstraftat.

Mehr Überfälle auf Geschäfte und Tankstellen

Eine Steigerung von 83 auf 104 Fälle entspricht einer Zunahme um zirka 25 Prozent. Der Straßenraub in der Südregion insgesamt blieb im Jahr 2010 mit 36 Fällen auf dem Niveau des Vorjahres. Deutliche Zunahme gab es im Bereich der Raubüberfälle auf Geschäfte, Spielhallen und Tankstellen. Insgesamt eine Zunahme von zehn Fällen im Jahr 2009 auf 21 Delikte im Jahr 2010.

Die Deliktzahlen der Straßenkriminalität gingen in der Südregion um 3,7 Prozent von 2247 Fällen auf 2163 Fälle zurück. Signifikant ist der Rückgang bei der Straßenkriminalität im Eifelbereich von 338 im Jahr 2009 auf 269 im Vorjahr. Dies entspricht einem Rückgang um zirka 20 Prozent.

Die Diebstahlsdelikte insgesamt stiegen in der Südregion um 1,4 Prozent von 3830 auf 3885 Fälle an. Die gleiche Tendenz gab es auch bei der Anzahl der Wohnungseinbrüche. Diese stiegen um etwa drei Prozent von 441 auf 455 an. Von den Wohnungseinbrüchen wurden im Eifelbereich 99 (minus rund 17 Prozent) verübt.

Ein weiteres Merkmal der aktuellen Statistik ist, dass die Täter immer jünger werden. In der Eifel stieg der Anteil der unter 21-jährigen Tatverdächtigen von 27,9 Prozent auf 30,1 Prozent an.
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