Kriminal-Komödie: Im Sanatorium geht es drunter und drüber

Von: Alfred Mertens
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15 Aktive des Rohrener Theatervereins standen bei der Kriminalkomödie „Mörderstund ist ungesund“ auf der Bühne im Festsaal Hermanns. Foto: A. Mertens

Rohren. An drei Abenden führte der Theaterverein „Holdertruppe“ aus Rohren die witzige Kriminal-Komödie „Mörderstund ist ungesund“ von Christine Steinwasser auf. Für die letzte Aufführung, die am Ostersonntag um 19.30 Uhr auf der Bühne im Festsaal Hermanns präsentiert wird, ist das Kartenkontingent schon ausgeschöpft.

Rekordverdächtig war diesmal die Anzahl der Schauspieler des Rohrener Theatervereins, die für eine Rolle auf der Bühne gewonnen werden konnten. „Unser Verein zählt derzeit 18 aktive Mitglieder. 15 Aktive standen diesmal auf der Bühne, wobei mit Katja Diewald aus Höfen und Harald Klöckner aus Rohren zwei neue Akteure ihre Premiere feiern konnten. Wir können uns glücklich schätzen, dass uns viele Helferinnen und Helfer unterstützen, sei es beim Bühnenbild, bei der Dekoration, der Technik, den Kostümen und bis hin zur Maskenbildnerin“, betonte Michael Pretzewofsky, der 1. Vorsitzende des Vereins.

Große Zustimmung als Ansporn

Mit den Proben für das Stück begann der Theaterverein im November. „Die Räumlichkeiten des Festsaals erweisen sich als idealer Ort für unsere Proben. Im Februar steigerten wir dann unsere Probenarbeit, in dem wir uns zweimal wöchentlich trafen. Wir spüren eine große Zustimmung in der Rohrener Bevölkerung, was uns immer wieder neu anspornt. Seit acht Jahren stehen wir nun auf der Rohrener Bühne und ich stelle fest, dass wir uns von Jahr zu Jahr gesteigert haben. Verstecken brauchen wir uns vor keinem Theaterverein in der hiesigen Region“, sagte Pretzewofsky.

„Die schöne Atmosphäre, das gesellige Zusammensein, eine Thekenmannschaft, die das Publikum mit Getränken und kleineren Snacks versorgt, unsere zufriedenen Akteure, die den Beifall des Publikums genießen, all dies sind Faktoren, die wir als eine Bestätigung für unseren zweifelsohne nicht geringen Aufwand ansehen“, zeigte sich Spielleiterin Tatjana Kolken mit dem Verlauf der ersten Aufführungen sehr zufrieden.

Schauplatz des unterhaltsamen Theaterstücks ist das psychiatrische Sanatorium Schloss Putzstein, in dem eine unruhige Stimmung vorherrscht. Schlossherr Heinrich Freiherr von Putzstein (Michael Pretzewofsky) erwirtschaftet zusammen mit seiner Lebensgefährtin und Psychologin Dr. Franziska Kümmersbrück (Jutta Kirch) kaum Gewinn. Dies will seine Ex-Ehefrau Ägidie Freifrau von Putzstein (Sandra Neumann) mit Hilfe der versierten Business-Beraterin Dörte Hippenstedt (Diana Lutterbach) ändern.

Die Beraterin schlägt die üblichen Optimierungen, die in solchen Fällen zu treffen sind, wie Einsparungen, Entlassungen und Erweiterung des Geschäftsmodells, vor. Aber sie hat nicht mit dem Engagement der Angestellten in Gestalt der Krankenschwester Agathe (Tatjana Kolken) und der Köchin Berta Wimsberger (Inge Cremer) gerechnet. Die angedrohte Schließung des Sanatoriums ruft aber sowohl den Schlossherren wie auch die Patienten, die sich allesamt für bereits verstorbene geschichtsträchtige Persönlichkeiten halten, auf den Plan.

Schnell hat jeder Pläne geschmiedet und weiteres Personal angeheuert, was letztendlich ein Eingreifen der Polizei in Gestalt von Kommissarin Klara Fall (Tanja Carl) mit ihrer Assistentin Mechtild Witzig (Katharina Mohren) notwendig macht. Sicher ist dabei nur, es war natürlich – wie in jedem guten Krimi – der Gärtner. Aber welcher Gärtner nur? Oder am Ende dann doch jemand völlig anderes?

Ein „getarnter“ Gärtner, ein echter Gärtner und fünf Patienten des Sanatoriums standen in weiteren Rollen auf der Bühne. Der eine Gärtner (Harald Klöckner) nutzt seinen Namen nur als Tarnung, da er als Auftragskiller arbeitet. Der andere Gärtner (Heiko Classen) ist hingegen ein richtiger Gärtner. Da beide Gärtner von unterschiedlicher Seite aus dem Schloss beauftragt werden, ist eine Verwechslung programmiert.

Patient Nero (Georg Jansen) hält sich für die Wiedergeburt des römischen Kaisers Nero und hat nur das eine Ziel, seinem Vorbild zu folgen und die ewige Stadt endlich brennen zu sehen. Patient Napoleon (Christian Krings) eifert dem auf Korsika geborenen Kaiser Napoleon Bonaparte nach. Er vermittelt Kommissarin Klara Fall, dass die Körpergröße nichts über die charakterliche Größe eines Menschen verrät.

Kurze und deutliche Kommandos reichen Patient Attila (Gregor Neumann), um sich im Sanatorium zu verständigen. Patientin Lucrezia Borgia (Katja Diewald) kennt sich mit den Begebenheiten in Rom und im Vatikan bestens aus und beabsichtigt, mit Patient Nero eine Affäre zu beginnen. Und dann ist da noch Patientin Agatha Christie (Therese Dederichs), die in die Rolle der englischen Kriminalautorin schlüpft. Sie vermutet hinter jedem Vorkommnis eine mögliche Verschwörung. Das oft ihre eigene einsetzende Vergesslichkeit Schuld ist, sieht sie natürlich anders.

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