Kreuzweg zum Eifelkreuz in Paustenbach: Hoffnung auf Frieden

Von: breu
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Am Sonntag pilgerten etwa 60 Teilnehmer von der Simmerather Kirche aus den Kreuzweg zum Eifelkreuz auf der Paustenbacher Höhe. Foto: Kornelia Breuer

Simmerath/Paustenbach. Hoch über Paustenbach ragt seit dem Kriegsende das „Eifelkreuz”. Im Mai dieses Jahres, 65 Jahre nach Kriegsende, errichtete das Ortskartell Simmerath neben dem Kreuz einen Gedenkstein und brachte eine Informationstafel an.

Auf dieser ist zu lesen: Als Dank für den überstandenen 2. Weltkrieg (1939-1945) und als Zeichen der Erlösung und Sühne haben 47 Männer aus der Pfarrei St. Johannes der Täufer, Simmerath, dieses Kreuz am 1. Oktober 1947 auf der Paustenbacher Höhe, auch Kopp genannt, errichtet.

Im Herbst 1944 tobte hier in der Nordeifel gnadenloser Krieg. Die „Schlacht im Hürtgenwald” mit rund 68.000 Toten zählt zu den erbittertsten Kämpfen des Krieges überhaupt. Die Höhe 554, die Paustenbacher Höhe, wird zehn Tage lang blutig umkämpft, viele Soldaten verlieren ihr Leben. Am 29. September 1944 fällt „die Kopp” an die amerikanischen GIs.

Das „Eifelkreuz” ist ein Mahnmal gegen den Krieg, gegen jedes Unrecht und Zeichen der Hoffnung auf Frieden. Es ist als zwölfte Station (Jesus stirbt am Kreuz) eingebunden in einen Kreuzweg, der am Friedhof in Simmerath beginnt. Die einzelnen Kreuzwegstationen werden von insgesamt zehn Paten in ehrenamtlicher Tätigkeit liebevoll gepflegt und instand gehalten

Von der Errichtung des Kreuzes 1947 bis Ende der fünfziger Jahre ging jeweils am Karfreitag eine Prozession den Kreuzweg dorthin. Dann verlegte man den Termin, angelehnt an den Errichtungstag auf den ersten Sonntag im Oktober. Wegen der Erntedankumzüge an diesem Sonntag wurde der Termin dieses Jahr erstmalig auf den zweiten Sonntag im Oktober verlegt und soll auch in den folgenden Jahren dann stattfinden.

Am Sonntag trafen sich etwa 60 Teilnehmer an der Kirche in Simmerath um sich gemeinsam mit Pastor Michael Stoffels auf den Weg zu machen. Die Schützenbruderschaft trug einen Kranz, der am „Eifelkreuz” aufgehängt wurde.

An den einzelnen Stationen wurde der Leidensweg Jesu in Meditation und Gebet betrachtet. Ein besonderes Anliegen in den Gebeten war die Dankbarkeit für den Frieden, das Gedenken an Menschen die in weniger friedvollem Umfeld leben müssen und die Bitte um den Erhalt des Friedens.
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