Konzen - „Kreppche kicke“: Krippen können viele Geschichten erzählen

„Kreppche kicke“: Krippen können viele Geschichten erzählen

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Auch die kleinen Teilnehmer hatten großen Spaß an den vielen Details der Krippenlandschaften. So fiel in der größten Krippe von Inge Huppertz ein richtig rauchender Kessel über dem Feuer der Hirten auf.

Konzen. Der Heimatverein Konzen hat im Rahmen einer Hauskrippenwanderung wieder sechs Krippenbauer besucht. Mit 23 Teilnehmern suchten die Krippenwanderer in zwei Gruppen die Hobbybastler in ihren Häusern auf.

Die Krippenaussteller Helmut und Reinhold Schreiber, Edith und Inge Huppertz, Reiner Fammels und Michael Greuel ließen die Gäste in ihre gute Stube, wo sie in sehr unterschiedlicher Art die Weihnachtsgeschichte mit Felspapier und bunten Figuren dargestellt hatten. Auch die kleinen Teilnehmer hatten großen Spaß an den vielen Details der Krippenlandschaften. So fiel in der größten Krippe von Inge Huppertz ein richtig rauchender Kessel über dem Feuer der Hirten auf.

Hier arbeitet die ganze Familie beim Aufbau mit, jeder hat seinen Zuständigkeitsbereich: Einer kümmert sich um das Untergestell, einer um den Himmel, einer um die Elektronik der vielen Lämpchen, einer um den Wasserlauf und alle zusammen um das Aufstellen der Figuren.

Die Figuren waren zum Teil mit selbst gefertigten Kleidern geschmückt. Sogar ein Jäger mit einer Flinte im Anschlag – wahrscheinlich im Andenken an den Opa – stand am Waldesrand. Reinhold Schreiber erzählte, dass die Figuren aus dem Jahre 1934 stammten. Vor dem Krieg und der völligen Zerstörung von Konzen kamen die Figuren zu einer Tante nach Monschau, wo sie der Vernichtung entgingen.

Als der kleine Reinhold sie dann nach dem Krieg wieder nach Konzen zurückholte, wurde er von den Menzerather Jungs verprügelt, weil er fremd war. Trotzdem sind die Figuren erhalten geblieben und stehen heute neben einem Modell der Konzener Kirche, womit er in den 1950er Jahren als Martinsfackel einen dritten Preis gewonnen hatte.

Die Krippe von Edith Huppertz ist noch nicht so alt. Sie wurde ihr zum 30. Geburtstag geschenkt und danach ständig erweitert. Als sie vor 16 Jahren Heiligabend in Rocherath abgeholt werden sollte, musste ihr Mann zweimal im schweren Schneesturm durchs Venn fahren, weil er wegen des Ausmaßes ein größeres Auto benötigte. Die Krippe ist nämlich so groß, dass in vergangener Zeit der Kindergarten schon oft zur Besichtigung kam.

Es hatten schon einige Mitglieder des Heimatvereins gestaunt, als Heinz-Peter Fammels sich als Krippenbauer gemeldet hatte. In Wahrheit jedoch hatte der Großvater die Krippe für seinen Enkel Leonard aufgebaut, und der Vater brauchte nur den Wasserlauf einzuschalten.

Bei Helmut Schreiber, der schon seit seiner Kindheit Krippen baut, war eine liebevoll gestaltete Eifellandschaft zu sehen. Interessant wäre gewesen, wenn man das Untergestell von 50 Jahre alten Bierkästen aus Holz gesehen hätte.

In der Hauskrippe von Michael Greuel waren die Figuren der ganzen Verwandtschaft vertreten. Figuren vom Großvater väterlicherseits und der Oma seiner Frau gehörten dazu. Von seinem Vater stammt die heilige Familie und in der Etagenkrippe standen auch viele Figuren vom verstorbenen Onkel. Die Schafe hatten ein richtiges Fell und Beine aus Streichhölzern. Das Krippenbaufieber hat auch schon seine Söhne erfasst – sie hatten nämlich im Treppenhaus schon eine Krippe aus Legosteinen gebaut.

Die Krippen können noch bis zum 18. Januar, bei Inge Huppertz auch noch vom 25. Januar bis 2. Februar, besichtigt werden.

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