Strauch/Rollesbroich - Kreisverkehre: Steine, Wildblumenmischung oder ehrenamtliche Hilfe?

Kreisverkehre: Steine, Wildblumenmischung oder ehrenamtliche Hilfe?

Von: P. St.
Letzte Aktualisierung:

Strauch/Rollesbroich. Kreisverkehre sind eine runde Sache, aber sie wollen auch gepflegt sein. Für die Kreisverkehrsplätze in Strauch und Rollesbroich ist die Gemeinde Simmerath seit längerer Zeit auf der Suche nach einer dauerhaften Lösung für die Pflege.

Wie man eine solche Pflege sicherstellen kann, war jetzt erneut Thema in der Sitzung des Verkehrsausschusses, denn die Kreisverkehre bestimmen das Erscheinungsbild der Orte in hohem Maße mit. Für die Kreisverkehrsanlage in Rollesbroich auf der L160 (Dürener Straße) zeichnet sich zumindest kurzfristig eine Lösung ab, nachdem ein Privatmann aus Rollesbroich sich bereit erklärt hat, die Anlage im kommenden Jahr zu pflegen.

Dieses Angebot nahm der Ausschuss gerne an, denn der eigentlich zuständige Landesbetrieb Straßenbau hatte wissen lassen, dass er die Pflege im von der Gemeinde gewünschten Umfang nicht leisten könne.

Schwieriger liegt der Fall in Strauch, wo die Gemeinde Simmerath für die Pflege zuständig ist, obwohl sich auch hier zunächst ein Bürger bereit erklärt hatte, den Kreisverkehrsplatz unter bestimmten Voraussetzungen in Eigeninitiative zu pflegen. Der Inhaber eines in direkter Nähe befindlichen gastronomischen Betriebs hatte der Gemeinde angeboten, die Pflege des Platzes zu übernehmen, wenn ihm im Gegenzug gestattet werde, eine rund 1,80 Meter hohe Motorradskulptur aus Metall auf dem Kreisverkehr aufzustellen. Damit hatte sich der Ausschuss aber nicht anfreunden können, sah er doch wegen des Motorradlärm-Problems in der Gemeinde die Gefahr eines Imageschadens. Mit dieser Ablehnung hatte sich das Thema Kreisverkehrspflege durch einen Privatmann erledigt.

Aus Sicht der Gemeinde ist nun guter Rat teuer. Dem Bauhof möchte man wegen ohnehin schon ausgelasteter Kapazitäten nicht auch noch den Kreisverkehrsplatz in Strauch aufbürden. Eine weitere Möglichkeit wäre, den Platz mit Steinen einzudecken, was die Pflege deutlich reduzieren würde, aber mindestens 16.000 Euro kosten würde, oder die Fläche mit der robusten Wildblumensamenschung „Mössinger Sommer“ einzusäen, was angeblich nur 660 Euro an Unterhaltungskosten verursachen würde.

Mit keinem dieser Vorschläge glücklich zeigte sich die Straucher Ortsvorsteherin Maren Franz. Sie würde gerne das Thema innerörtlich zur Diskussion stellen, um dann einen Lösungsvorschlag einzubringen. In diesem Sinn fasste der Ausschuss auch seinen Beschluss: In Rollesbroich nimmt man das Angebot des Bürgers dankend an, und in Strauch wartet man die Gespräche ab.

Keinerlei Sorgen bereiten übrigens die beiden anderen Kreisverkehrsplätze in der Gemeinde Simmerath, an der Dohmenstraße und der Schmiedstraße in Simmerath. Diese sind optisch und verkehrstechnisch in einem einwandfreien Zustand, da sie seit vielen Jahren vom Gewerbeverein beziehungsweise vom Kameradschaftlichen Verein gepflegt werden.

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