Kreisliga A: Eifelclubs mischen kräftig im oberen Drittel mit

Von: Kurt Kaiser
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Im Derby der beiden A-Ligisten gab es bei kuriosen Windverhältnissen einen 4:2-Sieg der Roetgener nach 2:0-Halbzeitführung der Konzener Gastgeber. Im Bild von links die Roetgener Smith Ametowu (verdeckt), Tobias Thoma, Sebastian Szlosarczyk und Christian Nöhlen sowie die Konzener Marcel Mertens und Jonas Schulte. Ganz links Roetgens Trainer Frank Küntzeler. Foto: Heiner Schepp

Nordeifel. Wirft man einen Blick auf die Tabelle der Aachener Kreisliga A, dann sieht es für die beiden Nordeifelteams, den FC Roetgen und den TV Konzen, gut aus, denn beide Teams haben sich nach der ersten Saisonhälfte im oberen Drittel der Tabelle eingenistet. Der FC Roetgen belegt den zweiten, der TV Konzen den vierten Tabellenplatz. So richtig zufrieden ist man aber in beiden Vereinen nicht.

Unnötig Spiele verloren

„Der vierte Platz ist für uns in der schweren Liga zwar okay, aber wir hätten ein paar Punkte mehr haben können ja sogar mehr haben müssen“, ärgert Konzens Trainer, Frank Thielen, sich über die unnötigen Niederlagen in Richterich (1:3) und gegen Rhenania Würselen (1:4). „Das waren zwei Spiele, die wir gewinnen mussten“.

Vergessen hat der Coach auch noch nicht die letzte Begegnung der Hinrunde, da kassierten die Schwarz-Gelben eine deutliche 1:6-Niederlage gegen Tabellenführer Rasensport Brand. „So etwas darf uns nicht mehr passieren“, war der Trainer nicht nur über die deutliche Niederlage sauer, sondern auch über die mangelnde Einstellung.

Letztendlich fällt die Zwischenbilanz von Frank Thielen aber durchaus positiv aus. „Sicherlich fehlt uns noch etwas die Kontinuität, aber die Mannschaft arbeitet sehr gut mit und ist lernwillig.“

Da Trainer und Mannschaft gut zusammenpassen, einigte der Verein sich schon frühzeitig mit Frank Thielen auf eine weitere Zusammenarbeit auch über die aktuelle Spielzeit hinaus. „Mir gefällt es in Konzen und alle Spieler haben jetzt schon die Zusage für die nächste Saison gegeben.“ Am vergangenen Dienstagabend endete für die Konzener Kicker mit der ersten Trainingseinheit die Winterpause.

In den ersten Testspielen geht es gegen Mannschaften aus der Bezirksliga Staffel 3. Am 21. Januar stellt sich Alemannia Straß in Konzen vor. Am 24. Januar ist der TuS Schmidt im Sportpark am Windrad zu Gast. Am 14. Februar reisen die Schwarz-Gelben zum Aachener Bezirksligisten Arminia Eilendorf, den letzten Test vor dem Rückrundenbeginn bestreiten sie am 21. Februar beim Landesligisten Hertha Walheim.

Wenn man dann am 28. Februar mit der Heimpartie gegen den FC Stolberg in die zweite Saisonhälfte startet, dann hat der Coach mit Jens Lutterbach einen torgefährlichen Angreifer mehr in seinen Reihen. Der starke Offensivspieler beendete seinen Abstecher nach Eicherscheid und kehrte in der Winterpause wieder zu seinem Heimatverein zurück.

Mit einer Offensivkraft mehr siedelt der ehrgeizige Coach das Saisonziel so hoch wie möglich an. „Es warten noch 15 Spiele, aus denen wollen wir so viel Punkte holen wie möglich und wenn es geht, dann wollen wir uns in der Tabelle auch noch verbessern.“

FC 13 will in die Bezirksliga

Beim FC Roetgen hat man vor Meisterschaftsbeginn das Saisonziel Aufstieg nicht verheimlicht, an diesem hält Trainer Frank Küntzeler auch noch nach der ersten Saisonhälfte fest, auch wenn diese nicht ganz optimal für den FC verlief.

„Mit nur drei Niederlagen haben wir nicht viel verkehrt gemacht, aber mit Rasensport Brand ist eine Mannschaft in der Liga, die eine unheimliche Serie gespielt hat“, hatte man bei den SchwarzRoten und auch bei vielen anderen Mannschaften in der Liga den starken Aufsteiger aus dem Aachener Südosten nicht auf der Rechnung. Die beiden Niederlagen beim SV Breinig II und bei Rasensport Brand waren für die Schwarz-Roten noch zu verkraften, schmerzlich war aber die 4:5-Heimniederlage gegen den Tabellenvorletzten SV Kohlscheid.

Die Highlights setzten die Roetgener in der aktuellen Saison im Kreispokal, den sie sich durch einen 3:1-Erfolg im Endspiel gegen Germania Eicherscheid erstmalig in der 102-jährigen Geschichte sicherten. Erst in der zweiten Runde auf Mittelrheinebene endete nach einer 0:2-Niederlage gegen den Regionalligisten FC Wegberg Beeck dass Abenteuer Pokal für die FC-Kicker.

„Auch wenn die Niederlage gegen Kohlscheid richtig wehtut, haben die Jungs einen richtig guten Job gemacht“, fällt das bisherige Saisonfazit von Frank Küntzeler zufriedenstellend aus. Vom direkten Aufstiegsplatz ist man zwar sieben Punkte entfernt, jedoch berechtigt der zweite Tabellenplatz, den man aktuell belegt, mit einem guten Quotienten auch noch zum Aufstieg.

Personell wird es in der zweiten Saisonhälfte einige Veränderungen bei den Roetgenern geben. Die Brüder Manuel und Simon Krebs meldeten sich in der Winterpause mit noch unbekanntem Ziel ab. Elvis Gojak zog es wieder zu seinem Heimatverein Teutonia Weiden zurück. Da Ersatztorwart Chris Albrecht nicht immer zur Verfügung steht, verpflichteten die Roetgener mit Fatih Vuran eine neue Nummer zwei hinter Stammkeeper Mark Hilgers.

Kevin Mertens, der sich Mitte der Hinrunde abmeldete, kehrte in der Winterpause wieder zum FC zurück. Johannes Höfler steht nach seinem beruflichen Aufenthalt in Neuseeland in der Rückrunde ebenfalls wieder zur Verfügung. Nach drei Jahren Fußballpause meldete Mike Moosmayer sich wieder zurück.

Auf der Verletztenliste stehen wahrscheinlich auch noch zum Rückrundenstart Chris Sauren und Sebastian Szlosarczyk.

„Wir müssen abwarten was sich noch tut, aber wir würden gerne noch zwei, drei Spieler verpflichten“, hat man beim FC das Winter-Casting noch nicht beendet.

Nach vier Trainingseinheiten steht am 28. Januar mit der Begegnung gegen den VfL Vichttal das erste Testspiel auf dem Vorbereitungsplan. Am Sonntag, 31. Januar, stellt sich der TuS Schmidt in Roetgen vor. Am Karnevalssamstag steht ein weiterer Test beim Bezirksligisten Arminia Eilendorf auf dem Plan. Die beiden letzten Vorbereitungsspiele bestreiten die Schwarz-Roten beim FV Vaalserquartier (am 14. Februar) und bei Eintracht Warden (am 21. Februar).

Mit der Begegnung bei Rhenania Würselen starten die Roetgener am 28. Februar dann das Projekt „Aufstieg in die Bezirksliga“.

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