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Kraftwerk: Rureifel-Tourismus ist kritisch

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Nordeifel. Heftig und kontrovers wird das Thema Pumpspeicherkraftwerk Rursee diskutiert. Auch der Vorstand der Rureifel-Tourismus e.V. in Heimbach positionierte sich jetzt mit einer Erklärung. Darin heißt es:

„Immer wieder werden in der Diskussion um das geplante Pumpspeicherkraftwerk mit dem Rursee als Unterbecken die Auswirkungen auf den Tourismus in der Nationalpark-Region Eifel und rund um den Rursee angesprochen.

Der Rureifel-Tourismus e.V. hat sich bisher nicht positioniert, weil es keinen Überblick über die Meinungen der vielen Mitgliedsbetriebe gab.“

Deshalb seien zunächst alle Mitglieder des Vereins zu einer Informationsveranstaltung Anfang September eingeladen worden. Über 20 Betriebe folgten dieser Einladung und konnten Fragen und Meinungen gegenüber den Vorstandsmitgliedern, aber auch gegenüber den referierenden Vertretern der Firma Trianel zum Ausdruck bringen.

Obwohl die Auswirkungen auf den Tourismus im Vordergrund stehen sollten, wurde nebenher auch sehr viel über Technik, Naturschutz und globalen Klimaschutz debattiert.

Nur wenige Befürworter

Nach dieser Erfahrung beauftragte der Vorstand seine Geschäftsstelle mit der Ausarbeitung eines Fragebogens an die Mitgliedsbetriebe, der schwerpunktmäßig touristische Belange abfragte.

45 Betriebe nutzten diese Gelegenheit und füllten die Fragebögen aus. 33 Betriebe lehnen demnach den Bau eines Pumpspeicherkraftwerkes ab und nur je sechs Mitglieder der Tourismus-Organisation befürworten das Vorhaben oder haben noch nicht entschieden.

Diese Ergebnisse hat der Vorstand der Rureifel-Tourismus GmbH auf seiner Sitzung vom 12. Dezember eingehend bewertet und einen entsprechebnden Beschluss gefasst:

„Der Rureifel-Tourismus e.V. stellt sich voll und ganz hinter seine Mitgliedsbetriebe, die teilweise das geplante Pumpspeicherkraftwerk am Rursee mit großer Sorge als unüberschaubares Risiko und große Gefahr für die touristische Entwicklung in unserer Region ansehen. Insofern wird auch der Verein den Fortgang der Planungen weiter sehr kritisch aber offen begleiten.“

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