Woffelsbach - Konzert in Woffelsbach: Sommerklänge im Trockenen

Konzert in Woffelsbach: Sommerklänge im Trockenen

Von: M. S.
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Sie zauberten behagliche Tanztee–Atmosphäre in das „Haus Rurseeklänge“: die „kleine“ Konzertformation der Steckenborner Show–und Swingband „Melano“. Foto: Manfred Schmitz

Woffelsbach. Ein Konzert–Gastspiel am Rursee geriet zur Vabanque–Partie: „Trauen wir uns, mit Instrumenten und Requisiten im Freien aufzutreten, oder spielen wir risikofrei drinnen auf?“ Nicole Jansen, zweite Vorsitzende der Steckenborner Show– und Swingband „Melano“, und Dirigent Peter Hürtgen entschieden sich Sonntagnachmittag schließlich zwischen Sonne und schwarzen Wolken für die sichere Alternative, das vor Petrus' Unbilden schützende „Haus Rurseeklänge“ in Woffelsbach.

Hier intonierte „Melano“ ein sommerliches Konzert und hieß die verspätete zweite Jahreszeit nach Noten frisch und temperamentvoll willkommen. „Heute spielen wir querbeet“, hatten Jansen und Hürtgen ihren Zuhörern versprochen. Und so startete das Orchester in 20–köpfiger Kleinbesetzung mit schmissigen Swing-Rhythmen und forschen Klängen.

Der „ewige Udo“

Der „Moviestar“ eroberte den Raum, und mit ihm strahlte plötzlich die Sonne. Für Stabführer Hürtgen und sein Ensemble aber kein Grund zum Stellungswechsel vor die Rurseeklänge-Haustür, denn schon Minuten später drohte der Wettergott wieder in Moll. Ein Udo Jürgens–Medley mit „ewigen“ Highlights des Schlageridols stieß im Auditorium auf spontanen Beifall und provozierte sich im Takt wiegende Hüften. Discoklänge gaben im Wechsel mit beliebten deutschen Musiktitel-Produktionen („Er gehört zu mir“) und Welthits den Ton an. Ein Programmhöhepunkt des beschwingten Nachmittages und krönende Feststellung zum Repertoire: „What a wonderful day“.

Familiäre Atmosphäre

Eine familiäre Atmosphäre wie zu einem dezenten Kurkonzert prägte den Rahmen der Aufführung, immer unterbrochen von kontrastreichen „Ryth´m and blues“-Weisen. Schließlich ist – zumindest kalendarisch – der Sommer endlich in der Eifel eingekehrt, und da wussten etliche Touristen die gebotene Inszenierung zu schätzen. Sie schauten, angelockt vom Klang erbaulicher Töne, ins Haus Rurseeklänge und verweilten gern ein Stündchen zu dort gebotener guter Unterhaltung und überdies Schutz gegen widrige Schauer.

Hätte Melano, schätzt der Beobachter, wie ursprünglich vorgesehen, im Freien, mit reichlich Platz für Mitwirkende und Besucher, konzertiert, die Präsentation wäre in einen gediegenen Tanztee gemündet. Dirk Cremer ist Melano–Instrumentalist und zugleich als Schriftführer Vorstandsmitglied des Musikvereins „Rurseeklänge“ Woffelsbach. Diese Formation hatte bereits Samstag zum musikalischen Dämmerschoppen ins gleichnamige Haus Rurseeklänge geladen.

Hier erwartete die Gäste ein Stelldichein weltbekannter Lieder und Stücke, ein Melodienreigen von internationalem Rang und im beschwingten Sauseschritt um die Welt der Takte und Tempi. Unter der künstlerischen Leitung des erfolgreichen Eifeldirigenten Frank Rebien aus Kohlscheid brachten die Mitwirkenden weltbekannte Klassiker („Moldauwellen“) ebenso wie Dauer-Chartreiter oder topaktuelle Kompositionen („Air Berlin“) meisterlich zu Gehör. Ein Besuch sämtlicher Register im Hofbräuhaus, Musikanten in Polkalaune und ein Rendezvous mit den Les-Humphries-Sängern rundeten die vom Auditorium begeistert aufgenommene Auftrittsfolge wohltuend ab.

Da erschien es nur logisch, dass die Mitwirkenden um aus den Stuhlreihen stürmisch geforderte, ohrschmeichelnde Zugaben nicht herumkamen. Neben dem markanten „Trompetenecho“ ertönte „San Carlo“ und, zum buchstäblich letzten Akkord: passend „Goode Nacht“.

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