Konzener wandern im Jubiläumsjahr auf dem Eifelsteig

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Konzen. Die Ortsgruppe Konzen des Eifelvereins machte sich mit über 30 Teilnehmern sinnbildlich auf den Weg in ihr Jubiläumsjahr 2015, indem sie in Kornelimünster die erste von 19 Etappen des Eifelsteigs (gesamt: 313 Kilometer) antrat. Die letzte Etappe mit Ankunft in Trier absolvierten vor wenigen Tagen 24 Wanderer der Ortsgruppe.

Nicht umsonst ist der Eifelsteig in diesem Jahr von der Fachzeitschrift „Wandermagazin“ in der Kategorie „Routen/Weitwanderwege“ zu Deutschlands schönstem Wanderweg gekürt worden. Allerdings sind die offiziellen 15 Etappen, deren längste circa 30 Kilometer beträgt, recht anspruchsvoll.

Ernst Palm hatte deshalb im Jahr 2009 für die sogenannten „Donnerstagswanderer“ der Ortsgruppe eine neue Streckenaufteilung in 19 Etappen (14 bis 20 Kilometer) vorgenommen, was den Erlebniseffekt deutlich steigerte. Der Gruppe hatte dieser Weg, den sie in drei Jahren erwanderte, so gut gefallen, dass sich die Wanderführer der Ortsgruppe bei der Wanderplanerstellung für das Jahr 2012 spontan dazu entschieden, den Steig als Sonntagswanderung anzubieten mit voraussichtlicher Ankunft im Jubiläumsjahr 2015.

Von Erfahrungen profitiert

Die Teilnehmerzahl auf der ersten Etappe sowie deren Zusammensetzung weit über die Ortsgruppe Konzen hinaus zeigte, dass dieses Angebot ein Volltreffer war. Zwar reduzierte sich im Laufe der Zeit die Teilnehmerzahl etwas, doch schmolz der Rest der Truppe zu einem „harten Kern“ von konditionsstarken Wanderern mit einem Lebensalter zwischen Mitte 40 und Mitte 80 zusammen, zu dem dann wieder Neue hinzustießen, die sich in diesem Kreis sofort gut aufgehoben und wohl fühlten.

Die ersten zehn Etappen mit einer Gesamtlänge von 166 Kilometern wurden in Tagestouren bewältigt. Landschaftliche Höhepunkte dieser Teilstrecke waren gleich zu Beginn das Heidegebiet Struffelt (Roetgen/Rott) und das Hohe Venn, wenn auch die Streckenführung hier nicht immer die attraktivste ist. Dafür wurden die Wanderer auf dem folgenden Teilstück (ab Mützenich bis Einruhr) mehr als entschädigt.

Dreiborner Hochfläche, Kloster Steinfeld, Nettersheim mit seinen Hinweisen auf die Römerzeit (Matronenheiligtum „Görresburg“, Quellfassung „Grüner Pütz“ als Startpunkt einer Römischen Wasserleitung bis Köln), Blankenheim (Ahrquelle), Alendorf (Kalvarienberg mit Wacholderheide), Mirbach (Erlöserkapelle), der „wachsende“ Dreimühlen-Wasserfall hinter Niederehe und Hillesheim (historische Stadtmauer) waren weitere Höhepunkte.

Die letzten neun Etappen wurden jeweils in drei Drei-Tages-Wanderungen mit Übernachtung vor Ort absolviert. Bei der Hotelauswahl, aber auch bei den sonstigen Einkehrmöglichkeiten, konnte die Gruppe von der Erfahrung der vorausgegangenen „Donnerstagswanderer“ profitieren. Gute Basisquartiere waren allerdings jetzt auch erforderlich, da die Anforderungen an die Wanderer mit anspruchsvollerem Höhenprofil deutlich stiegen.

Die landschaftlichen und kulturellen Höhepunkte (Dolomitgestein und Höhlen um Gerolstein, Aussichtsturm Dietzenley, Daun mit den umliegenden Maaren, Manderscheid mit seinen beiden mächtigen Burgen, der Lieserpfad, Kloster Himmerod, das mühlenreiche Salmtal, das Kylltal sowie die Buntsandsteinwelt vor Trier mit der berühmten Genovevahöhle als Höhepunkt) entschädigten jedoch für die wachsenden Anstrengungen.

Fortsetzung auf anderem Weg

Zudem sorgte das Miteinander in der Gruppe für Abwechslung und gute Laune. So sammelte man Steine und Schlehen, genoss den aus letzteren erzeugten Likör, machte wunderliche Erfahrungen mit mitgeführten GPS-Geräten, die auf ihre Zuverlässigkeit hin getestet wurden, absolvierte mal eben zwischendurch während einer Pause eine Disziplin für das Deutsche Sportabzeichen oder wurde abends in die Geheimnisse osteuropäischer Geselligkeit eingeweiht.

So erreichten die Wanderer nach der letzten Etappe, die allen Teilnehmern noch einmal nahezu alles abverlangte, Trier mit der Porta Nigra. Jeder Teilnehmer, der dieses Ziel erreichte, erhielt eine von Ernst Palm gestaltete und von Karl-Heinz Huppertz überreichte Urkunde des Eifelvereins Konzen. Die wichtigste Botschaft der Gruppe lautete jedoch: „Wir machen – auf einem anderen Steig, auf einem anderen Wanderweg – weiter!“

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