Konzener Kirche erstrahlt in neuem Glanz

Von: aj
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Pastor Philipp Cuck bedankt sich beim Konzener Kirchenvorstand für die geleistete Arbeit beim Projekt „Kirchenumbau“. Einziger Wehmutstropfen: Bauleiter Martin Krings konnte nicht dabei sein. Foto: Aline Jansen

Konzen. Am vergangenen Sonntag, dem Volkstrauertag, war es endlich soweit: Nach achtmonatiger Bauphase und einen Monat früher als geplant feierte die Konzener Gemeinde mit den Pastören Philipp Cuck und Dr. Francis Chirayath die erste heilige Messe in ihrer „neuen alten“ Kirche St. Peter und Pankratius.

Nicht jeder findet Platz

Voll war es, sogar so voll, dass nicht jeder einen Sitzplatz ergattern konnte, obwohl die Schiebetüren des neuen Pfarrsaals weit geöffnet und zusätzliche Stuhlreihen herangeschafft worden waren. Der Duft von Weihrauch wehte durch die Kirche und gespannt warteten alle auf den Einzug der Pfarrer mit dem Allerheiligsten, dem ewigen Licht.

Denn erst wenn dieses besondere Licht auf seinem Platz vor dem Tabernakel steht, wird die Gegenwart Christi gezeigt und geehrt, erst dann ist das Gotteshaus „eingeweiht“. Zudem segnete Pastor Cuck das Weihwasser im Taufbecken, das so ziemlich das Einzige ist, was auch in der neuen Kirche an seinem ehemaligen Platz steht.

Cuck ist momentan noch als Pfarr-Administrator in der Gemeinschaft der Gemeinden (GdG) Monschau eingesetzt, doch seine Amtszeit endet bald und so freute er sich, als eine seiner letzten Aufgaben, die neue Kirche mit einweihen zu dürfen.

Zuvor hatte er mit Otto Offermann, Vorsitzender des VdK-Ortsverbandes Konzen-Imgenbroich, Ortsvorsteher Matthias Steffens, dem Ortskartellvorsitzenden Peter Jung und CDU-Ortsverbandsvorsitzendem Micha Kreitz – dem stürmischen Wetter zum Trotz – einen Kranz am Ehrenmal niedergelegt, um der Opfern der Weltkriege und Terroranschläge zu gedenken. Musikalisch untermalt wurden der Festakt und die Messe vom Trommler- und Pfeiferkorps, dem Musikverein, dem Mandolinenorchester und dem Kirchenchor.

Anschließend strömte die Gemeinschaft durch den neuen Haupteingang in die neu angeordneten Kirchenbänke und feierte einen Gottesdienst, bei dem es Pfarrer Cuck gelang, alle Generationen anzusprechen.

Mit seiner langjährigen Erfahrung und viel Feingefühl schaffte er eine andächtige, aber auch lockere Atmosphäre. Er fand die richtige Mischung aus berührenden und nachdenklich stimmenden Worten und kleinen Anekdoten, die die Gemeinde schmunzeln ließen. Jeder hörte ihm gerne zu: Jüngere, Ältere und auch die Kinder.

Wer darf sich zu Hause fühlen?

Besonderen Eindruck hinterließ seine Predigt, bei der er der Frage auf den Grund ging, wer sich im Gotteshaus eigentlich zu Hause fühlen dürfe. Es käme nicht auf teuren Blumenschmuck an, sondern darauf, dass jeder kommen dürfe „ohne scheel angeguckt zu werden“. Erst dann fühle sich auch Gott in einer Kirche zu Hause.

Außerdem warf er einen Blick zurück auf die Umbauarbeiten, von denen er mitbekomme habe, dass „nicht alle von Beginn an dafür gewesen sind“. Aber gerade das mache eine Gemeinde aus, sie solle nicht alles hinnehmen, nicht zu allem „Ja und Amen“ sagen. Doch man habe Lösungen für Probleme gefunden und könne nun stolz und erleichtert behaupten: „Uff, wir haben es geschafft!“ Und das Ergebnis sei großartig geworden. Sogar die Orgel konnte durch Spenden erhalten werden und hat einen neuen Platz über dem Eingang gefunden.

Dank sagte Cuck zum einen Monika Breuer (Gemeindereferentin), Gisela Peeters (Koordinatorin der Verwaltung) und Georg Nilles (Pastoralreferent), dem Leitungsteam der GdG Monschau, aber auch Pfarrer i. R. Dr. Francis Chirayath, den Architekten Daniela Scheidt und Michael Frey sowie allen ehrenamtlichen fleißigen Helfern, die beim Umbau kräftig mit angepackt haben.

Besonderer Dank ging an den Kirchenvorstand, der sich für das Projekt eingesetzt und es in die Hand genommen hat. Seine Mitglieder erhielten eine kleine Figur des Konzener Schutzpatrons. Etwas traurig stimmte dabei, dass der stellvertretende Vorsitzende und Bauleiter, Martin Krings, der jeden Schritt der Arbeiten mit viel Herzblut vor Ort begleitet hat, aus gesundheitlichen Gründen nicht dabei sein konnte.

Einen weiteren Schutzpatron bekam das Musik- und Kulturzentrum geschenkt, wo die Sonntagsmessen während des Umbaus gefeiert wurden. Ab nächster Woche finden die Gottesdienste jetzt natürlich wieder in der Kirche statt.

Auch Ortsvorsteher Matthias Steffens und Günter Braun, Vorsitzender des Pfarreirates, sprachen ihren Dank aus. Zum Abschluss der ersten Messe in den neuen Räumlichkeiten waren die Besucher zu einer Agape eingeladen. Bei Wasser, Wein und Brot stand man gemütlich zusammen und lauschte den Klängen des Trommler- und Pfeiferkorps.

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