Simmerath/Monschau - Kontrollaktion: Ölspuren, zu schnelle Autofahrer und wenig Motorräder

Kontrollaktion: Ölspuren, zu schnelle Autofahrer und wenig Motorräder

Von: P. St./pk
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Auf der kurvenreichen Strecke der L 166 zwischen Kesternich und Rurberg musste eine Ölspur beseitigt werden. Hinweise auf eine absichtliche Verschmutzung gibt es nicht. Foto: P. Stollenwerk
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Das Hinweisschild auf eine gefährliche Kurve der L 166 wurde gewaltsam abgerissen.

Simmerath/Monschau. Gleich drei Ölspuren auf Fahrbahnen in der Nordeifel mussten am Wochenende beseitigt werden. Besonders auffällig war eine Ölspur auf der Landstraße 166 zwischen Kesternich und Rurberg. Durch drei Kurvenbereiche unterhalb der Jugendherberge (unter anderem in der früheren „Applauskurve“) zog sich die Spur.

Zwar gab es in der Vergangenheit häufiger Anlass zu der Annahme, dass Ölspuren auf kurvigen Eifelstraßen absichtlich gelegt wurden, um damit gezielt Motorradfahrer zu gefährden, doch die jüngste Ölspur vom vergangenen Sonntag fällt offenbar nicht in diese Kategorie. Dem Bereitschaftsdienst der Gemeinde Simmerath war die Spur am Sonntag gegen 20 Uhr gemeldet worden. Der Fahrer eines Landrover, der seinen Wagen vor der Tourist-Info in Rurberg abgestellt hatte, war der Verursacher. Der Fahrer hatte der Feuerwehr den Zwischenfall gemeldet, für den ein technischer Defekt die Ursache war. Die Feuerwehr Rurberg streute die ausgelaufenen Kraftstoffe ab. Auch ein oberhalb der „Applauskurve“ stehendes Gefahrenhinweisschild, das vor der scharfen Kurve warnt und aus der Halterung gerissen wurde, steht nicht in Zusammenhang mit der Ölspur.

Eine weitere eine Ölspur wurde der Polizei am Samstag kurz nach 11 Uhr auf der Hauptstraße in Höfen gemeldet. Die Spur zog sich bis über Wahlerscheid hinaus in den Kreis Euskirchen. Die Kraftstoffe wurden durch die Feuerwehr abgestreut. Außerdem wurden Warnschilder aufgestellt. Am Sonntag gegen 13 Uhr wurde eine Ölspur auf der Reichensteiner Straße in Höhe des Vennhofes außerhalb von Mützenich gemeldet. Der Grund hierfür war eine defekte Ölwanne am Fahrzeug. Der Verursacher befand sich vor Ort.

Einen größeren personellen Einsatz hatte die Polizei am Samstag im Zuge einer weiteren Maßnahme zur Bekämpfung der Motorradunfälle. Vor allem rund um den Rursee wurden Motorradfahrer und Autofahrer kontrolliert. Postiert hatten sich die Beamten auf der B 266 oberhalb von Einruhr, auf der L 166 bei Rurberg und auf der L 214 hinter Mützenich. Aufgrund des zeitweise starken Regens war das Verkehrsaufkommen rund um den Rursee eher ruhig für einen Samstag mitten im Sommer. Und dennoch erwischten die Ordnungshüter elf Motorradfahrer, die zu schnell unterwegs waren und verhängten elf „Knöllchen“.

Ein Monat Fahrverbot

Der schnellste Kradfahrer wurde mit 72 km/h gemessen, wo 50 km/h erlaubt waren. Dafür waren knapp 150 Autofahrer zu schnell. Der Spitzenreiter rauschte auf der B 266 zwischen Kesternich und Einruhr mit 128 km/h am Radarwagen vorbei. Erlaubt sind hier 70 km/h. Der 43-jährige Autofahrer kann sich schon mal auf einen Monat Fahrverbot und ein höheres Bußgeld vorbereiten, da auch noch ein Reifen an seinem Wagen abgefahren war.

Im Rahmen des „Linksrheinischen Qualitätszirkels Motorradfahrer“, an dem die Polizeibehörden in Aachen, Düren und Euskirchen beteiligt sind, werden in den Sommermonaten auch weitere Kontrollen rund um den Rursee durchgeführt werden.

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