Konkrete Vorschläge und Ergebnisse sind nötig

Von: bab
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Die Teilnehmer der offenen Vorstandssitzung der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU (MIT) Kreis Aachen Land sprachen über eine eigene Abteilung des MIT für die Nordeifel. Foto: Barbara Berger

Roetgen. Dem Mittelstand in der Nordeifel den Rücken stärken durch eine eigene regionale Interessenvertretung - dieses Ziel stand bei der offenen Vorstandssitzung der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU Kreis Aachen Land am Dienstag in Roetgen im Vordergrund.

Während der bundesweit mit 40.000 Mitgliedern agierende Verband bereits in Alsdorf, Eschweiler, Herzogenrath, Würselen, Stolberg und Baesweiler mit eigenen Abteilungen etabliert ist, fehlt bislang eine eigene Organisationsstruktur für den Südkreis. Ein Versäumnis, das es zu ändern gilt, wenn es nach Michael Seidel, Fraktionsvorsitzender der CDU im Roetgener Gemeinderat, geht.

Rückgrat der Wirtschaft

Unterstützung erhält er von Seiten des Vorsitzenden der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung Kreis Aachen-Land, Franz-Josef Wedemeyer: „Der Mittelstand ist das Rückgrat der deutschen Wirtschaft, rund sechzig Prozent des Bruttosozialproduktes werden von ihm erwirtschaftet”, gibt er zu bedenken. Für die Nordeifel lasse sich ein entsprechendes Bild zeichnen.

Daher sei es „ein langgehegter Wunsch” gewesen, auch in den Kommunen Monschau, Roetgen und Simmerath einen Ableger aufzubauen, der unter der Bezeichnung „Nordeifel” laufen soll und die lokale Wirtschaftsförderung im Auge habe.

„Der heutige Abend soll die Möglichkeit bieten, erste Kontakte zu knüpfen und Auftakt zur Gründung einer regionalen Abteilung sein”, so Wedemayer.

Als Ziel dieses Verbandes sei klar definiert, Themen abzudecken, die speziell für den regionalen Mittelstand relevant seien. Neben den zahlreichen Gewerbetreibenden wie beispielsweise aus dem Handwerk und Unternehmern, sollen auch die mittelständischen Arbeitnehmer in diese Überlegungen eingeschlossen werden. Die Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung sieht sich dabei als politische Interessenvertretung einerseits und als Vermittler zwischen Experten und mittelständischen Interessenten andererseits.

Zwar sei konkrete Beratung nicht immer möglich, so Wedemeyer, aber die lokale Vereinigung erachtet er als durchaus hilfreiche Institution, wenn es darum geht, Kontakte zu entsprechenden Fachleuten zu knüpfen, denn „Themen, die an uns herangetragen werden, greifen wir auf und suchen die entsprechenden Fachleute, die dann als Referenten zu unseren Informationsveranstaltungen eingeladen werden”, so das Versprechen.

Die Rolle des unbequemen Kritikers, der sich mit den vermittelten Informationen nicht zufrieden geben wollte, übernahm an diesem Abend Stephan Speitkamp, Gemeinderatsmitglied der CDU Fraktion und selbständiger Unternehmer: Er sehe durchaus Bedarf und auch eine Basis für eine eigene Abteilung „Nordeifel” in der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung.

Gleichzeitig betonte er aber: „Wir brauchen hier keine Plauderrunde, sondern konkrete Vorschläge. Ergebnisse sind gefragt, um die Innovationskraft der Unternehmen zu stärken.” Ganz konkret empfahl er beispielsweise Betriebsbesichtigungen als Anregung, um von anderen Unternehmen zu lernen. Der potentielle Nutzen einer solchen Interessenvertretung müsse für den Gewerbetreibenden oder Unternehmer jedenfalls klar ersichtlich sein.

„Eifel-Thema”

Auf ihre Eignung als spezielles „Eifel-Thema”, das auf der Agenda des zukünftigen Verbandes „Nordeifel” stehen könnte, wurde erst die Tourismusförderung und damit die Frage wie sich Mittelständler geförderte Projekte wie Eifelsteig oder Ravel Route zunutze machen könnten vorgeschlagen. Weiteres Augenmerk galt einer verbesserten Infrastrukturförderung sowie dem Ausbau der Breitbandanbindung in der Nordeifel, welche, laut Seidel, in einigen Gebieten der Nordeifel noch „katastrophal” sei, für Selbständige und Unternehmer aber existentielle Bedeutung habe.

Über eine kurze Überprüfung hinsichtlich der Relevanz dieser Themen kamen die vierzehn Teilnehmer der Vorstandssitzung aber nicht hinaus und vertagten die Diskussion dieser Punkte auf die nächste Sitzung der Vereinigung Aachen-Land, die im November in Stolberg stattfinden soll.
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