Imgenbroich - Kommunalwahl: „Die Linke” tritt in der Eifel an

Kommunalwahl: „Die Linke” tritt in der Eifel an

Von: Andreas Gabbert
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Dietmar Schütteler (li.), Erika Krebs und Manfred Schallenberg bilden den Vorstand des neu gegründeten Ortsverbandes für Monschau, Simmerath und Roetgen der Partei „Die Linke”. Foto: A. Gabbert

Imgenbroich. Jetzt gibt es die Partei „Die Linke” auch in der Eifel. Der Ortsverband für den Bereich Monschau, Simmerath und Roetgen gründete sich am Freitag im Café „Cubus” in Imgenbroich. Schon seit längerem trifft sich dort regelmäßig ein Stammtisch von politisch links orientierten Menschen.

18 Personen, darunter auch Paul Schäfer, der die Linken im Bundestag vertritt, hatten sich nun zur Gründungsversammlung eingefunden.

Die acht Stimmberechtigten beschlossen, die Größe des Vorstandes auf sechs Personen festzulegen, wobei aber nicht alle Posten sofort besetzt werden mussten.

Anschließend wählten sie Erika Krebs aus der Monschauer Altstadt und Dietmar Schütteler aus Imgenbroich einstimmig zu gleichberechtigten Sprechern des Ortsverbandes. Manfred Schallenberg aus Imgenbroich wurde zum Beisitzer bestimmt.

Weitere Posten wurden noch nicht vergeben. Einen Kassierer wird es nicht geben, die Finanzen werden bei den Linken vom Kreisverband geregelt.

Vorher „in einer anderen Partei”

Erika Krebs ist erstmals politisch aktiv und möchte nun „die etablierten Parteien etwas ärgern”. Für Dietmar Schütteler war die Agenda 2010 der Anlass, sich zunächst politisch in der WASG zu betätigen, die schließlich mit der PDS in der Partei „Die Linke” aufging.

Der 45-Jährige arbeitet beim Wasserwerk Perlenbach und ist dort seit 16 Jahren im Personalrat engagiert. Manfred Schallenberg war zuvor „in einer anderen Partei”, konnte sich dort aber „mit dem Filz” nicht abfinden und stieß schließlich über den Stammtisch zu den Linken.

Zu den Zielen des Ortsverbandes gehören laut Schütteler zunächst die Gewinnung von Mitgliedern, der Aufbau der Partei und das Schaffen von Strukturen. „Die Maschen des sozialen Netzes werden immer größer.”

Deshalb will sich die Partei vor allem für Menschen einsetzen, „die von Armut bedroht sind, wie zum Beispiel Alleinerziehende, Hartz-IV-Empfänger und Rentner”. „Ausgefeilte Pläne” gebe es aber noch nicht, sagte Schütteler.

Bei der Kommunalwahl 2009 ist die Linke zuversichtlich, in Monschau alle Wahlbezirke mit Kandidaten besetzen zu können. „In Roetgen und Simmerath könnte das schwieriger werden”, erklärte Schütteler. Es sei noch nicht absehbar, ob dort alle Bezirke besetzt werden könnten.

Die meiste Nähe sieht Schütteler „in manchen Bereichen mit der UWG, die aber einen anderen Ansatz verfolge”. Während die UWG einen bürgerlichen Ansatz verfolge, sei der der Linken eher „sozialistisch bzw. sozialdemokratisch” geprägt.

Nach der Mitgliederversammlung präsentierte sich der neue Ortsverband der Öffentlichkeit. Ein Vortrag von Professor Dr. Gerd Bosbach zum Thema „Demografische Veränderung - Mythos und Fakten” schloss sich an.
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