6745753.jpg

Kommentiert: Service-Wüste wird größer

Ein Kommentar von Andreas Gabbert

Eifel. Die Service-Wüste wird wieder ein Stück größer. In der Eifel haben ohnehin viele, insbesondere ältere Menschen, das Problem, dass sie im Notfall einige Kilometer zurücklegen müssen.

Diese Situation wird sich jetzt noch verschärfen, seitdem ab 1. Januar die Neuregelung des Apotheken-Notdienstes greift. Welcher ältere Mensch ist denn so mobil, dass er im Falle eines Falles mal eben nach Hellenthal oder Aachen düsen kann? Und dann muss man die Apotheke ja auch noch finden – am besten ohne Navi bei Regen, Sturm oder Schnee. Andernfalls müsste dann ein Taxi her – ein teurer Spaß.

Mit der Neuordnung schaffe man zukunftsfähige Strukturen, heißt es von Seiten der Apothekerkammer. Fragt sich nur für wen. Für die Patienten im ländlichen Raum, ohnehin in vielen Bereichen strukturell vernachlässigt, sicherlich nicht. Wenn die Apothekerschaft weiterhin ihr Vorrecht, alleine Medikamente abgeben zu dürfen, verteidigt, dann sollte sie auch die Pflichten wahrnehmen, die mit diesem Recht verbunden sind.

Leserkommentare

Leserkommentare (1)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert