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Kommentiert: Keine Rote Karte im Eifeler Kommunalwahlkampf

Am Samstag werden die Wahlkämpfer noch einmal ihre letzten Kräfte mobilisieren, um den hoffentlich kleinen Rest der Unentschlossenen noch zum Urnengang und einem Kreuzchen an der richtigen Stelle zu bewegen.

Damit ist der Kommunalwahlkampf dann in der Eifel vorbei. Es war kein aufregender und kein spektakulärer Wahlkampf, rote Karten mussten nicht gezogen werden, allenfalls gab es paar taktische Fouls nach dem Motto: Wer austeilt, muss auch einstecken können. An Spannung mangelt es trotzdem nicht, darf der Wähler in Simmerath und Monschau doch mit seiner Stimme eine Aussage darüber treffen, wie die beiden erstmals ins Amt gehobenen Verwaltungschefs in ihrer ersten Legislaturperiode ihre Arbeit erledigt haben. In Simmerath hat sich CDU-Mann Karl-Heinz Hermanns bei einigen wesentlichen Themen der zurückliegenden fünf Jahre auch den Respekt der politischen Gegner erarbeitet.

Dass nur die SPD einen Gegenkandidaten aufbietet, der zudem als neuer Herausforderer noch sein Profil schärfen musste, ist unstrittig das leichtere Los gegenüber der Amtsinhaberin in der Nachbarkommune Monschau. Hier muss sich Bürgermeisterin Margareta Ritter (CDU) mit vier weiteren Bewerbern auseinandersetzen, die zum Teil langjährige Erfahrung in der Kommunalpolitik besitzen. Die Neuordnung der Schullandschaft war eine hohe Herausforderung in ihrer ersten Amtszeit, musste sie doch ein Feld bestellen, das ihr allerdings lange vor ihrer ersten Amtszeit andere als unbestellten Acker überlassen haben. Und dann ist da noch die unbekannte Größe der parteilosen Einzelbewerberin Renate Reinartz, deren Reichweite schwer einzuschätzen ist. Spannend wird der Wahlabend bestimmt auch wieder in Roetgen, selbst wenn hier der Bürgermeister nicht zur Wahl steht.

Diese Frage stellt sich in der Gemeinde, die jetzt die Zusatzbezeichnung „Tor zur Eifel“ trägt, erst im Herbst 2015, wenn der Nachfolger von Bürgermeister Manfred Eis gesucht wird. Es ist nicht zu erwarten, dass diese Wahl auf der Grundlage von klaren Mehrheiten erfolgen wird, dafür sind in Roetgen die politischen Kräfte viel zu sehr verteilt. SPD und CDU lagen zuletzt fast gleichauf, und die Grünen verfügen seit Jahren über eine respektable Stammwählerschaft. Interessant ist aber vor allem, wie die mit gleich fünf Ratsvertretern im Jahr 2009 furios gestartete UWG beim Wähler angekommen ist und ob sie in ihrer ersten Legislaturperiode jene 20 Prozent, die ihr die Stimme gaben, überzeugen konnte. Egal, ob nun Unabhängige oder Festgelegte: Wichtig ist es, überhaupt zur Wahl zu gehen. So lässt sich später auch viel differenzierter Kritik üben.

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