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Kommentiert: Den Wind abwägen

Ein Kommentar von Peter Stollenwerk

Am Freitag stürmte es in der Eifel. Das war ein guter Tag für die Windkraft. Die stürmischen Proteste gegen die Ausdehnung von Windparks in der Eifel aber übertreffen inzwischen die stürmischen Tage.

Denn die Frage, wieviel erneuerbare Energie die Eifel braucht, wird längst von der Frage zerrieben, ob weitere Windturbinen in erster Linie dazu dienen, die defizitären kommunalen Haushalte zu beleben oder ob es um grünen Strom geht. Diese Diskussion ist schlecht für die Windkraft, deren Befürworter an Glaubwürdigkeit verlieren, so lange diese Frage nicht ehrlich beantwortet wird. Jeder Machbarkeitsstudie zur Wirtschaftlichkeit von Wind folgt eine gegenteilige Rechnung, und jedem Artenschutzgutachten folgt eine ökologische Unbedenklichkeitsstudie.

Der Bürger weiß bald nicht mehr, was er noch glauben soll beziehungsweise aus welcher Richtung der Wind weht. Die Abwägung über den Nutzen der Windkraft ist mehr und mehr zu einer politischen Ansichtssache geworden. Windkraft-Kritiker betonen gerne, dass sie keine generelle Anti-Haltung einnehmen, sondern nur gegen bestimmte Standorte Bedenken haben, die Befürworter verweisen auf die Verantwortung für das Weltklima. Da gilt es für beide Seiten Alternativen aufzuzeigen.

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