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Komitee fordert klares Bekenntnis zum Krankenhaus

Von: rpa
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Nordeifel. Die Forderungen des Aktionsbündnisses „Rettet das Krankenhaus” sind klar formuliert. Kernpunkt ist eine Bestandsgarantie der Landesregierung NRW für das Simmerather Krankenhaus.

Darüber hinaus verlangt das Aktionsbündnis den Erhalt der Notfallambulanz und aller Fachdisziplinen, eine Vereinbarung eines Sicherstellungszuschlags für die Geburtshilfe, ein klares Bekenntnis zum Fortbestand des Simmerather Krankenhauses durch die Malteser Trägergesellschaft; die Erarbeitung zukunftsfähiger Strukturen für das Krankenhaus durch die Malteser Betreibergesellschaft, gemeinsam mit den Ärzten und Krankenhausangestellten und die aktive Unterstützung der niedergelassenen Ärzte für den Erhalt des Simmerather Krankenhauses in seiner jetzigen Form.

Das Aktionsbündnis „Rettet das Krankenhaus” hat klare Forderungen und genau definierte Adressaten für diese Forderungen. Dabei setzten die Initiatoren der Aktion auf die Bürger: Die Bevölkerung der Nordeifel muss massiv sichtbar machen, was sie fordert: den Erhalt des Krankenhauses mit allen Fachabteilungen. Zum „Hintergrund” der Demonstration am Samstag erläutert das Aktionsbündnis: „Mit großer Betroffenheit, Ärger und Unverständnis, aber auch mit großer Solidarität hat die Bevölkerung der hiesigen Region auf die Diskussion über den Fortbestand des Simmerather Krankenhauses reagiert. Die finanzielle Krise bedeutet eine ungewisse Zukunft für das Traditions-Krankenhaus, im schlimmsten Fall das Aus.”

Das Bündnis, zu dem die fünf Fraktionen im Simmerather Gemeinderat und der Arbeitskreis „Alt Simmerath und das Bürger-Bündnis Kanal/Entsorgung gehören, macht sich wohl zum Sprecher der Bevölkerung, wenn es nachdrücklich erklärt: „Das Malteser Krankenhaus St. Brigida Simmerath ist unverzichtbar für eine ortsnahe medizinische Grund- und Regelversorgung im stationären Bereich und hat lebenswichtige und lebensrettende Bedeutung im Rettungsdienst und in Notfällen für nahezu 50.000 Menschen im Südkreis Aachen und in den angrenzenden Kommunen im Kreis Düren und Euskirchen”.

Nach den geltenden Grundsätzen der Landesregierung NRW soll niemand weiter als 20 Kilometer fahren müssen, um ein Krankenhaus der Grundversorgung zu erreichen, daran erinnert das Aktionsbündnis und wendet sich damit vor allem an die verantwortlichen Landespolitiker wie Gesundheitsminister Laumann: „Die Krankenhäuser im weiteren Umfeld, die mehr als 30 Kilometer entfernt sind, können dieses Prinzip der wohnortnahen und flächendeckenden Versorgung nicht sicherstellen.”

Landesregierung und Träger streben eine Umwandlung des Malteser-Krankenhauses in eine so genannte „Portalklinik” an. „Unklar ist, was bei einer Portal-Klinik vom jetzigen Krankenhaus Simmerath noch übrig bleibt”, daher fordert das Bündnis unmissverständlich auch im Namen der Bevölkerung: „Das Krankenhaus muss im bisherigen Umfang erhalten bleiben, denn: Eine substanzielle Reduzierung der medizinischen Grundversorgung oder sogar eine Schließung des Krankenhauses hätte für die hiesige Eifelregion unabsehbare Konsequenzen, die nicht zu kompensieren sind.”

Das Aktionsbündnis listet drei wichtige Argumente für den Fortbestand des Krankenhauses im bisherigen Umfang auf: 1. Bei Notfällen geht es meistens um Minuten, wenn nicht sogar um Sekunden. 2. Herzinfarktpatienten müssen so früh wie möglich ein Krankenhaus mit intensivmedizinischer Betreuung erreichen. 3. Kommt es bei einer Geburt zu Komplikationen, steht ohne Geburtshilfe das Leben von Mutter und Kind auf dem Spiel.

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