Komfortables Busfahren contra Spritpreise

Von: hes
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Schöne neue Nahverkehrswelt i
Schöne neue Nahverkehrswelt in der Perspektive der Foto: der neue Kreisverkehr Richtung Konzen.

Monschau. Er soll ein Schritt in die Zukunft des Nahverkehrs in der Nordeifel werden - und eine wirksame Hilfe gegen die explodierenden Spritpreise: Der neue Bushof am Himo in Imgenbroich, im Verwaltungsjargon „ÖPNV-Verknüpfungspunkt Monschau-Imgenbroich”, sieht seinem Baubeginn möglicherweise noch in diesem Jahr entgegen.

Kommenden Dienstag soll der Monschauer Planungsausschuss die Einreichung des Förderantrags für das 1,9 Millionen Euro teure Projekt beschließen.

Im Juli 2011 teilte der Nahverkehr Rheinland mit, dass das Vorhaben in das Investitionsprogramm 2012-2017 aufgenommen wurde. Die gegenüber der ersten Planung teilweise angepasste Konzeption stellt die Verwaltung nun im politischen Raum vor.

Die Anbindung des ÖPNV-Verknüpfungspunktes erfolgt über einen Kreisverkehr an der Bundesstraße 258, mit dem sichergestellt ist, dass alle Fahrbeziehungen von und zum Bushof möglich sind. Der Kreisverkehr hat laut Planung einen Durchmesser von 38 Metern und ist einbahnig.

Der Busverknüpfungspunkt ist als Wendeanlage konzipiert. In der Mitte der Wendeanlage befinden sich die vier Bussteige. Davon sind zwei für Gelenkbusse mit einer Länge von 18 Metern konzipiert, zwei Bussteige sind für Normalbusse ausgelegt. Im westlichen Teil des Bereichs steht außerhalb der Laufwege der Fahrgäste und den Fahrtwegen der Busse ein Pausenplatz für einen Gelenkbus zur Verfügung.

Hinzu kommen noch zwei weitere Bushaltestellen auf der B 258 unmittelbar am Kreisverkehr, die zu Spitzenzeiten morgens im Schülerverkehr den zusätzlichen Busverkehr aufnehmen können. Diese Reservehaltestellen sind als Busbuchten mit einer Länge von zwölf Meter geplant. Die Busbuchten sind notwendig, um den Verkehrsfluss auf der B 258 nicht zu beeinträchtigen.

„Die Bussteige sind so angelegt, dass komfortable und kurze Umsteigewege möglich sind”, zitiert die Stadt Monschau aus der Planung. Für den Umsteigevorgang wird es nicht notwendig sein, die Bussteiginsel zu verlassen.

Der Anschluss an die örtlichen Gehwege und die gesonderte Aufenthaltshalle im Himo erfolgt barrierefrei über gesicherte Überwege (Zebrastreifen) und an barrierefreien Querungsstellen an den Bussteigenden.

Die Bussteige werden überdacht und erhalten eine Glas-/Stahl-Konstruktion mit einer Höhe von 3,30 Meter und einer Breite von fünf Meter. Diese Dachkonstruktion kann auch in verkleinerter Form für die Fahrradüberdachung genutzt werden. Die Sitzmöglichkeiten befinden sich unter dem Dach und werden durch Windschutzscheiben getrennt.

Jeder Bussteig wird mit einer sogenannten Fahrgastinformationssäule versehen, auf der die Bussteignummer, Linie und Abfahrten verzeichnet sind. Der OPNV-Verknüpfungspunkt erhält zudem einen dynamischen Fahrgastinformationsanzeiger (DFA). Dieser wird an einer zentralen Stelle aufgestellt, der von allen Bussteigen aus erkennbar ist.

Die ehemalige Gastronomie im Himo soll als Warteraum mit Kiosknutzung, Snackmöglichkeiten und Fahrscheinverkauf hergerichtet werden. Zudem wird im Warteraum ein Monitor mit den gleichen Informationen wie auf dem DFA aufgestellt.

Neben der Verknüpfung der Busse am Verknüpfungspunkt werden über den Kreisverkehrsplatz insgesamt 20 P+R Stellplätze („Park & Ride”) sowie 3 K+R Stellplätze („Kiss and Ride”, also Bringen/Abholen und Kurzparken) angebunden. Für den Fahrradverkehr wird eine überdachte B+R Anlage („Bike and Ride”) mit einer Kapazität für 21 Fahrräder (davon zehn in Fahrradboxen) eingeplant.

Mit der Errichtung des ÖPNV-Verknüpfungspunktes fallen 28 Stellplätze für das Himo weg, für die östlich des Gebäudes Ersatz geschaffen werden soll. Daneben soll hier im Nahbereich desBushofs ein Mitfahrerparkplatz mit rund 40 Stellplätzen angelegt werden. Diese Stellplätze sind in der vorliegenden Planung noch nicht enthalten und müssen, so die Verwaltung, in einer zweiten Phase erneut angemeldet werden.
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