Königsball klappt in Rott auch ohne König

Von: Günther Sander
Letzte Aktualisierung:
10286898.jpg
Die Rotter Schützen stehen getreu zur Fahne – neben Brudermeister Hans-Dirk Coppeneuer, in der Mitte die jungen Repräsentanten Tobias Meder und Luisa Kunkis. Foto: Günther Sander

Rott. Bekanntlich verlief der Vogelschuss der St.-Hubertus-Schützenbruderschaft von 1891 im Mai wie das „Hornberger Schießen“: Keine Aspiranten – keinen Schützenkönig. Aber ein Königsball fand am Samstag bei der Kirmes dennoch statt. „Das gab es vor etwa 30 Jahren schon einmal“, erzählt Pressewart Manfred Kreitz.

Keinen König, aber eine schöne Kirmes mit Königsball, der „harte Schützenkern“ um Brudermeister Hans-Dirk Coppeneuer machte es möglich. „Sie sehen, das funktioniert doch“, lacht Manfred Kreitz. In der Schützenhalle am Tiergarten ließ man sich die gute Laune nicht verderben. Im Gegenteil, kräftige Salutschüsse waren beim „Einschießen der Kirmes“ nicht zu überhören. Und weil es so schön war, sollte es noch schöner werden, der Musikverein Rott begleitete die Schützen musikalisch auf ihrem Weg zum Dorfplatz, wo die „Rotter Symphoniker“ ein flottes Platzkonzert absolvierten, das den Besucher gefiel.

Schützenmesse und Parade

Im Anschluss daran ging es in die Pfarrkirche St. Antonius, wo eine Schützenmesse abgehalten wurde, ehe auf dem Kirchplatz eine großartige Parade stattfand. Mit klingendem Spiel zogen Schützen und Abordnungen der Ortsvereine zur Schützenhalle, um „ihren“ Königsball, wie angekündigt, zu eröffnen. Mit von der Partie waren Jugendprinz Tobias Meder, Schülerprinzessin Luisa Kunkis und Bürgerkönig Peter Gier, quasi als aktuelle Repräsentanten und „Königsersatz“. DJ „Felix“ hatte gleich die richtige Scheibe aufgelegt, „La Pastorella“ war zu hören und wurde lautstark mitgesungen. Gespräche, Tanz und ein Imbiss ließen reichlich Kurzweil aufkommen, so dass es spät wurde.

Mitglieder geehrt

Abordnungen befreundeter Schützenbruderschaften gaben den Rotter Gastgebern an diesem Abend die Ehre. Ehre gebührte zudem einigen treuen Mitgliedern, die entsprechend ausgezeichnet wurden. Seit zehn Jahren ist Willi Axer dabei, auf 20 Jahre bringen es Dennis und Christine Ferguson, Clemens Strauch, Renate Niehsen und Helene Matheis. Gisela Gartzen hält den Schützen seit 30 Jahren bereits die Treue.

Die Königin aus 2014/15, Angelika Meder, erfuhr eine hohe Beförderung, sie darf sich künftig Leutnant nennen. Nach einem schönen Königsball wurde Sonntag am Kriegerdenkmal ein Kranz niedergelegt, danach gab es für Schützenmitglieder und deren Partner im eigenen Domizil ein deftiges Frühstück, das sich alle munden ließen. Am Ende zeigte sich Brudermeister Hans-Dirk Coppeneuer und sein Team mit der Resonanz zufrieden. „Wir müssen das Beste aus allem machen“, meinte er. Königsball auch ohne König? Geht doch!

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert