Vossenack - Kölsche Tön und kölsche Verzäll in Vossenack

Kölsche Tön und kölsche Verzäll in Vossenack

Von: ale
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Bruce Kapusta und Annemie Lorenz sorgten in Vossenack für beste Unterhaltung. Foto: Anneliese Lauscher

Vossenack. Zur Vorfreude auf Weihnachten gehören für die meisten Menschen stimmungsvolle Musik, Schnee, vielleicht ein paar alte Geschichten und Gedichte. Das alles gab es in Vossenack in der Klosterkirche.

350 Gäste kamen zum vorweihnachtlichen Abend mit dem Trompeter Bruce Kapusta und Vorleserin Annemie Lorenz, zu dem der Verein „Höhenart Hürtgenwald” eingeladen hatte.

Das „Kölsch-klassische Advent- und Weihnachtskonzert” ließ keine Wünsche offen für alle, die sich auf einen teils humorvollen, teils besinnlichen Abend gefreut hatten.

Für die Musik war Bruce Kapusta zuständig, ein bekannter Trompetensolist, und die Urkölnerin Annemie Lorenz übernahm den Part der Vorleserin; unnachahmlich kölsch, mit Herz und Witz vorgetragene Geschichten erfreuten das Publikum.

Schon längst hatten sich alle Reihen in der Klosterkirche gefüllt, da kam das Duo etwas verspätet an. Doch man verzieh rasch die Verzögerung, denn charmant und ehrlich erklärte Bruce Kapusta den Grund für die Verspätung: Er hatte „Hürtgenwald-Zentrum” ins Navigationssystem eingegeben, und dieses hatte ihn nach Gey gelenkt.

Raumfüllende Klänge

Seine Trompetenklänge erfüllten den Raum der kleinen Kirche, gefühlvoll versteht er es, alte Weihnachtslieder zu spielen. Und rhythmisch flott geht es bei „Jingle Bells” zu oder swingend im „Winter Wonderland.

Den originellen Geschichten von Annemie Lorenz lauschten alle fasziniert. Da war die Rede von „Pänz”, die „keen Kadangs” hatten, von einem „Kloosmann”, den die Verkleidung juckt, und „Jöck ös schlömmer wie Peng”. So manches Missgeschick an Heiligabend wurde herrlich ausgeschmückt, und die Zuhörer brachen in schallendes Gelächter aus.

Dann wieder Trompetenklänge, denen viele Besucher mit geschlossenen Augen lauschten, wie der Choral „Ich bete an die Macht der Liebe” oder „White Christmas”. In seinen eigenen Liedern wie „Et jeht op Hellischovend ahn” oder „Höösch fällt dr Schnie” ist die Rede vom Staunen und Träumen von einer besseren Welt. Warum nicht? Es ist ja bald Weihnachten.

Als durch einen Kurzschluss die Mikrofone ausfielen, bewies Bruce Kapusta, dass er wirklich live astrein Trompete spielt: „Ich mööscht zo Foß no Kölle jonn” konnten sogar einige Zuhörer mitsingen.

Der unterhaltsame Abend war ein vorweihnachtliches Geschenk, und herzlicher Applaus belohnte das ungewöhnliche Duo.
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