Einruhr - Knisternde Spannung am „Tatort Einruhr”

Radarfallen Bltzen Freisteller

Knisternde Spannung am „Tatort Einruhr”

Von: ale
Letzte Aktualisierung:
krimi-einruhr-bu
Gisa Klönne gewann 2010 den Friedrich-Glauser-Preis für den besten Kriminalroman des Jahres. Jetzt überzeugte sie ihre Zuhörer in Einruhr von der Qualität ihres Buches „Farben der Schuld”. Foto: Lauscher

Einruhr. Die „Criminale” gastiert in der Eifel: Gruselige, spannende, geheimnisvolle Krimis ziehen überall die Zuhörer in ihren Bann.

Am „Tatort” im Heilsteinhaus in Einruhr war es am Donnerstag Gisa Klönne, die aus ihrem Kriminalroman „Farben der Schuld” las. Rund 50 Besucher waren gekommen, Sebastian Lindt, der Geschäftsführer der Rursee-Touristik, begrüßte sie erfreut, ehe die großen Lichter ausgeschaltet wurden, und aller Augen und Ohren sich auf die Autorin richteten, die an einem Tisch Platz nahm und im Schein einer Leselampe vortrug.

Gisa Klönne kommt aus Köln und lässt Plätze und Gebäude ihrer Stadt in ihren Romanen mitspielen. Sie zog die ganze Aufmerksamkeit auf sich, als sie mit leiser Stimme vorlas und ein düsteres Szenario malte: Ein paar Stunden vor dem Aschermittwoch geschieht ein brutaler Mord, ausgerechnet vor einer Kirche und ausgerechnet an einem Priester. Oder war er nur verkleidet? Kommissarin Judith Krieger und ihr Kollege Manni Korzilius ermitteln, jeder auf seine eigenwillige Weise. Ein Zeuge, der „einen Ritter mit Schwert” gesehen haben will, scheint zunächst wenig hilfreich. Beatrice, die sich „Bat” nennt, ist eine weitere interessante Figur, eine 18-jährige, aufmüpfige, widerwillige, gepiercte, qualmende Tochter einer verzweifelten Mutter. Sie besucht ihre tote Freundin auf dem Friedhof und inszeniert eine seltsam anmutende Feier...

Gisa Klönne liest aus ihrem Werk mit viel Gefühl, ihre Stimme hebt sich, wenn es spannend wird, flüstert, wenn es unheimlich wird. Gekonnt spricht sie die störrische, respektlose Tochter und die besorgte, beflissene Mutter. Dann lässt sie die Zuhörer wissen, dass noch ein Mord geschieht. Sind die Opfer vielleicht auch Mörder?

Nach der Lesung stellten einige Besucher Fragen, und man konnte noch ein Gläschen miteinander trinken. Manch ein Buch wurde handsigniert; die Neugier auf lesenswerte Krimis wurde jedenfalls in Einruhr geweckt.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert