Knappes Votum für Dorfgemeinschaftshaus Erkensruhr

Von: hes
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Simmerath. Erkensruhr soll ein Dorfgemeinschaftshaus bekommen – da waren sich im Strukturausschuss der Gemeinde am Donnerstagabend alle Seiten noch einig. Beim gemeindlichen Kostenanteil aber gingen die Meinungen auseinander. So wurde das Vorhaben lediglich mit 8:6 Stimmen von CDU und FDP gegen das Votum von SPD, Grünen und UWG auf den Weg gebracht.

Das geplante Dorfgemeinschaftshaus sei, erinnerte Ortsvorsteher Christoph Poschen, der Ersatz für das „Haus des Gastes“ im Erholungsort, dessen Sanierungsbedarf seinerzeit als zu hoch eingestuft wurde und das die Gemeinde deshalb veräußert habe.

Nun liegt eine Planung vor, nach der für 150.000 Euro am Ortseingang von Erkensruhr, in der gemeindlichen Grünanlage ein 14 mal 10 Meter großes, eingeschossiges Gebäude in Holzständerweise errichtet werden soll. Nutzen sollen es, wie der Name schon sagt, die Dorfgemeinschaft, aber auch Gäste des Erholungsorts, auch die Toiletten sollen öffentlich sein.

Ein Drittel der Kosten, also „sehr ambitionierte 50.000 Euro“ (Poschen) möchte ein noch zu gründender Verein, mit dem die Gemeinde dann einen Baudurchführungsvertrag abschließen würde, in Eigenleistung erbringen. Bleiben 100 000.Euro an Kosten – und daran schieden sich die Geister.

Gedeckelt oder nicht?

Nach Auffassung von Siegfried Lauscher (SPD) habe man vor Jahresfrist den gemeindlichen Anteil bei jener Höhe gedeckelt, den der Verkauf des „Haus des Gastes“ erbracht habe, also knapp 70.000 Euro. „Da liegen wir ja dann 30.000 Euro drüber, wenn wir jetzt 100.000 Euro zuschießen“, sagte Lauscher.

Auch Stefan Weber (UWG) und Klaus Stockschlaeder (Grüne) meinten sich zu erinnern, dass man diese Verfahrensweise seinerzeit so festgelegt habe.

Hermann-Josef Bongard aber klärte auf: „Das hätten sie damals gerne so gehabt, wurden aber überstimmt“, erinnerte sich der FDP-Vertreter und hielt einen Gemeindeanteil von 100.000 Euro für „durchaus angemessen für den Ort Erkensruhr“. Christoph Poschen verwies darauf, dass Erkensruhr ein staatlich anerkannter Erholungsort sei und schon deshalb eine öffentliche WC-Anlage mit behindertengerechtem Zugang brauche.

Die Opposition aber blieb bei ihrem Standpunkt, aus der klammen Gemeindekasse solle nicht mehr fließen als das, was das „Haus des Gastes“ erbracht habe.

Durch die 8:6-Abstimmung aber wurde schließlich doch dem Rat empfohlen, einen Betrag von 100.000 Euro in den Haushaltsplan 2014 einzustellen. Nächster Schritt aber ist nun die Gründung des Vereins in Erkensruhr, der sich den Bau und die weitere Betreuung des Dorfgemeinschaftshauses zur Aufgabe stellen wird.

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