Klev Botze reißen alle von den Stühlen

Von: ho
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Professionell eingeführt: Die neue Zeremonienmeisterin der Klev Botze, Astrid Breuer, schunkelte kräftig bei den Roten Funken aus Köln mit. Foto: Hoffmann

Rollesbroich. Diese große Sitzung verdiente ihren Name zu Recht. Die Prunksitzung der Klev Botze aus Rollesbroich, die am Samstagabend in den Räumlichkeiten der Tanzwerkstatt im Gewerbegebiet stattfand, ließ keine Langeweile aufkommen und bot in beinahe fünf Stunden ein Programm der Spitzenklasse bei dem keine Langeweile aufkam.

In einer bunten Mischung aus heimischen und überregionalen Kräften hatten die Verantwortlichen ein Konzept gefunden, bei dem das Publikum voll auf seine Kosten kam. Vom „Eefelbuer“ Christoph Nellessen über „Oli den Köbes“, den Roten Funken aus Köln und den Funky Marys war darin alles enthalten, was das Herz des Karnevalisten höher schlagen lässt.

Punkt 20 Uhr war die KG, die aus den schmucken Räumen der Tanzwerkstatt einen toll geschmückten Rollesbroicher Gürzenich gemacht hatte, zu den Klängen des Musikvereins Harmonie und des Trommler- und Pfeiferkorps einmarschiert. Zusammen mit einem bestens aufgelegten Prinzenpaar mit seinem Rekordgefolge von 36 Personen bot man auf der Bühne ein prächtiges Bild. Nachdem Mariechen Anna-Lena Treutwein über die Bühne gewirbelt war, bedankte sich Präsident Marc Topp zunächst einmal beim Vorsitzenden der Tanzwerkstatt, Christoph Keischgens für die zur Verfügung gestellten Räumlichkeiten, bevor es dann im Programm Schlag auf Schlag ging.

Tolle Rede auf Eifeler Platt

Die Showtanzgruppe „Exited Stars“ glänzte mit ihrer Darbietung, und danach rissen zunächst einmal die „Inde Singers“ aus Eschweiler die Jecken von den Sitzen. Die Band, die bei der närrischen Hitparade mehrfach erfolgreich war, produzierte die Stimmungsgrundlage für die „Trevvelgarde“, die mit ihrem bayrisch angehauchten Gardetanz begeisterte. Und hiernach schlurfte der „Eefelbuer“ Christoph Nellessen in seiner typischen Art auf die Bühne, um seine Geschichten aus der Eifel und seiner Familie zum Besten zu geben. Zum Vergnügen des Publikums erzählte er von Austauschbauern aus Australien, seiner „gelüfteten Dreifaltigkeit“ (Ehefrau), Gummistiefels-Hein und seinem Kind, das bei der Geburt so hässlich war, dass ein Brutkasten mit getönten Scheiben her musste. Eine tolle Büttenrede im schönsten Eifeler Platt.

Voll wurde es danach auf der Bühne. Die „Brander Stiere“ erschienen mit Mann und Maus nebst Prinz Dirk II. und Musikzug und brachten das Flair des Öcher Karnevals in den Rollesbroicher Prunksaal.

Ganz für sich hatten danach die Bretter, die auch im Karneval die Welt bedeuten, die beiden anderen Mariechen der Klev Botze. Stefanie Heck und Birigt Lentzen erhielten für ihre Tänze verdienten Beifall. Da Birgit Lentzen aus beruflichen Gründen in ihrer letzten Session tanzt, floss bei ihr danach so manches Tränchen.

Solche gab es nicht, als danach „Oli der Köbes“ in die Bütt ging. Der Köbes befand sich in rhetorischer Glanzform, so dass das Publikum voll auf seine Kosten und aus dem Lachen nicht mehr heraus kam. Wann hört man schließlich schon mal von einem Tierarzt, der ein halbes Hähnchen eine Woche krankgeschrieben hat.

Sage und schreibe 120 Mann marschierten danach als karnevalistisches Großereignis in den Saal ein. Das Traditionskorps der Roten Funken aus Köln riss alle von den Stühlen und begeisterte mit seinem Auftritt. Allein dafür hatte sich das Kommen gelohnt. Kurz vor Mitternacht standen dann die letzten beiden Kracher dieser Sitzung an. „Die jungen Trompeter „begeisterten dabei ebenso, wie am Ende die „Funky Marys“, die bei den Narren im Saal nochmals die letzten Kräfte zum Abfeiern mobilisierten.

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